Unser Tier der Woche

Ich bin die Kleine Bartfledermaus und lebe glücklich am Hafner. Wieso, fragt ihr euch? Wo soll ich da anfangen? Also erstmal ist das abwechslungsreiche Gelände hier einfach fantastisch! Da gibt es Hecken und Gehölze zum Jagen, grüne Waldränder, Gewässer und Feuchtgebiete. Das gefällt auch meiner Beute - den Insekten. In der Dämmerung tummeln sie sich hier geradezu. Da bin ich auch nicht weit entfernt. Ich bin ein flinker wendiger Flieger und suche meine Beute in relativ niedriger Flughöhe.
Und wenn nach einer erfolgreichen Jagd der neue Tag anbricht, kann ich mich gemütlich in einer nahegelegenen Hausspalte oder hinter einem Fensterladen zu einem Verdauungsschläfchen zurückziehen.

Deshalb liebe ich den Hafner. Warum ich liebenswert bin? Na guck doch mal - ich bin gerade einmal 4 cm von Kopf bis Fuß klein (deshalb auch mein Name), und bringe es nichtsdestotrotz auf eine Flügelspannweite von imposanten 20 cm! Mein Fell kann in den verschiedensten Grau- und Brauntönen variieren, sodass es gar nicht so leicht ist, mich von anderen Fledermausarten zu unterscheiden.

Da ich so klein bin, bin ich jedoch auch leicht zu vergessen. Von mir gibt es nicht mehr viele, mittlerweile stehe ich in Deutschland sogar auf der roten Liste. Das liegt vor allem daran, dass mein Lebensraum immer mehr zerstört wird. Durch etwa Vernichtung meiner Wohnstuben durch Gebäudesanierungen, Vergiftungen durch Holzschutzmittel und den Einsatz von Insektiziden. Sogar Störungen während meiner Winterruhe können sich verheerend auf unsere ganze Population auswirken.

Jetzt stellt euch mal vor, was mit uns kleinen Bartfledermäuschen passiert, wenn unser schöner Hafner mit Menschenhäusern verbaut wird! Unser Lebensraum wird immer kleiner und kleiner und eines Tages bin ich nicht mehr die Kleine Bartfledermaus, sondern die Ausgestorbene Bartfledermaus.

Das gefällt dir auch nicht? Dann setz dich ein für den Erhalt meines Lebensraumes, dem wunderschönen Hafner!

Qigong im Palmenhauspark

Krankheitsbedingt fällt das Qigong bis auf weiteres aus.

Helfer*innen gesucht für Sommerriss und Landschaftspflege

Wer hat Lust praktisch im Naturschutz mit anzupacken? Der melde sich bitte per Email unter BUND.Konstanz@gmail.com oder telefonisch 07531-15164.

Momentan ist unser Pflegeteam jeden Vormittag in den umliegenden Naturschutzgebieten unterwegs, um diese von den Goldruten und anderen Neophyten zu befreien, damit diese nicht seltene Orchideenbestände überwuchern.

Wer uns aktiv helfen möchte, sollte lange Kleidung tragen und wenn möglich Gummistiefel mitbringen. Auch Sonnenschutz wie Hut oder Sonnencreme sind von Vorteil. Wasser und Mückenschutz werden von uns gestellt.

Wir freuen uns auf alle Helfer*innen!

 

 

Baum des Monats Juni

Bild: Antje Boll

Ich bin eine echte Schwarzpappel (Populus nigra) und wachse mit einigen Brüdern und Schwestern im Strandbad von Allensbach. Nicht verwechseln darf man mich mit den gezüchteten Hybridpappeln. Ihr könnt mich erkennen am verzweigten knorrigen Wuchs und an den X-en auf meiner Rinde und den spitzen Blättern.

Wir Schwarzpappeln sind zweihäusig. Das bedeutet, es gibt bei uns wie bei den Menschen Männlein und Weiblein. Wenn ein Artgenosse aber alleine steht, so kann er sich nicht geschlechtlich fortpflanzen. Dies hat zu einer Verarmung unseres Erbgutes in BW geführt: Es gibt nur noch 30 verschiedene genetische Baumtypen bei uns. Alles andere sind genetisch gleiche Ableger. Dies ist einer der vielen Gründe, warum wir in Baden-Württemberg kurz vor dem Aussterben stehen. Am Schlimmsten wiegt jedoch, dass unsere Lebensräume, die Flussauen, zerstört und bebaut wurden. Damit unsere winzigen Samen anwachsen können, benötigen wir freien Boden, wie z.B. Kiesbänke am Ufer der Flüsse, da sie sich in Konkurrenz zu anderen Pflanzen nur schwer durchsetzen können. Deshalb bleibt uns nur ein Weg der Vermehrung über Ableger. Das ist der Grund, warum wir gerne grüne Äste abwerfen in der Hoffnung, dass diese an einer günstigen Stelle am Gewässer neu anwachsen.

 

Meine Kolleginnen und Kollegen im Strandbad und ich sind schon über hundert Jahre alt, was für uns Schwarzpappeln ein stolzes Alter ist. Deshalb ist es umso wichtiger, unseren Standort zu erhalten und uns gut zu pflegen. Momentan läuft sogar ein wissenschaftliches Forschungsprojekt des "Arbeitskreises zur Erhaltung der Schwarzpappel" unterstütz u.a. durch den BUND Konstanz. Im Herbst werden Stecklinge und genetische Proben von uns gemacht, um uns zu züchten und an geeigneter Stelle wieder anzupflanzen. Würde dies nicht geschehen, würden wir Schwarzpappeln wohlmöglich in den nächsten 30 Jahren am Bodenseeufer aussterben.

BUND Konstanz erhält landesweiten Streuobstpreis 2017

Für seine Umweltbildungsarbeit und das Einbinden von Kindern und Jugendlichen auf den Streuobstwiesen ist der BUND Konstanz beim Landeswettbewerb "Junge Generation - Zukunft für die Streuobstwiesen" als einer von vier Preisträgergruppen des Streuobstpreises Baden-Württemberg 2017 ausgewählt worden. Insgesamt hatten sich für den Preis über 40 Gruppen beworben.

Ziel des BUND Konstanz ist es, jüngeren Generationen möglichst früh nahe zu bringen, Verantwortung für die Natur, den Artenschutz und die biologische Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu übernehmen.

Insbesondere wurde das Baumpatenprojekt "Rent-a-Tree" ausgezeichnet, das jeweils von einem der beiden FÖJ-ler*innen (Freiwilliges Ökologisches Jahr) geleitet wird. Im Rahmen des Projekts können Privatpersonen, Familien, Schulklassen oder Kindergartengruppen einen Streuobstbaum auf den Konstanzer Streuobstwiesen des BUND Konstanz mieten. Sie sorgen für einen gepflegten Baum und erhalten als Gegenleistung die hochwertige Ernte und im Vorfeld einen Baumschnittkurs. Durch die Verpatung von Streuobstbäumen an Kindergärten (z.B. Kindergarten am Salzberg), Schulklassen (z.B. Schule am Buchenberg) und Familien wird schon im jungen Alter ein Bewusstsein für den Wert von Streuobstwiesen geschaffen.

Darüber hinaus veranstalten die Umweltbildern*innen des BUND Konstanz mit den BUND-Kindergruppen Spatzen (6 bis 8-Jährige) und Spechte (8 bis 10-Jährige) jedes Jahr vielfältige Aktionen zum Thema Streuobst. Neben spannenden Führungen und Entdeckungstouren auf den Streuobstwiesen, organisieren die Umweltbildern*innen Apfelrallys und verschiedene Spiele zum Thema Apfel, bringen mit den Kindern Vogelnistkästen in den Streuobstbäumen an und pflegen Sie jedes Jahr gemeinsam und die Kinder helfen bei der Betreuung unserer Wildbienenhotels. Als Highlight des Streuobstjahres können die Kinder ihren eigenen Apfelsaft aus den selbst geernteten Äpfeln mit einer Apfelpresse herstellen.

Die feierliche Übergabe des Preises durch Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, fand am 17. Mai im Obstbaummuseum in Metzingen-Glems statt. Geschäftsführerin Antje Boll, Mitarbeiterin Julia Nestler, ehemaliges Vorstandsmitglied und Umweltbildnerin des BUND Konstanz Christine Giele sowie die FÖJlerin Indira Pita nahmen den Preis gemeinsam entgegen. Wir freuen uns sehr über den Preis und bedanken uns bei allen Streuobst-Aktiven für ihr Engagement!

Demeter Apfelsaft ausverkauft!

Leider ist unser demeter Apfelsaft aus der Saison 2017 ausverkauft.

Nun hoffen wir auf eine erfolgreiche Ernte im Herbst 2018, damit unser einzigartiger Saft wieder von vielen genossen werden kann. 



Umwelttipps für Geflüchtete

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