Sommerriss und Baumscheibenpflege

Kirschblüte
Kirschblüte

Auf der BUND Streuobstwiese wird in diesen Tagen der Sommerriss und die Bauscheibenpflege durchgeführt.

Baumscheibenpflege: Die Baumscheibe, das ist der Umkreis von rund 1,5 m bis 2,0 m um den Obstbaum herum, muss im Sommer von hohem Bewuchs frei gehalten werden. Dies ist für das Überleben der Bäume essentiell, da andernfalls das hohe Gras ein gutes Versteck für Wühlmäuse bietet, die die Wurzeln der Bäume anfressen und ihn so dauerhaft schädigen können.

Sommerriss: Beim Sommerriss an Obstbäumen handelt es sich um das Entfernen überflüssiger Jahrestriebe. Bis zum Abschluss des Triebwachstums Mitte Juni können die Triebe ausgerissen werden, welche nach innen wachsen, sich überkreuzen oder sonst dem Kronenaufbau nicht dienlich sind. Sie sind noch grün und lassen sich leicht schräg gegen die Wuchsrichtung reißen. Die Wunden verheilen schnell und etwaige Beiaugen werden mit entfernt. Vor allem beim Kronenaufbau spart man sich so Schnittarbeit im Winter.

Michael Kraus und Christine Giele werden die Baumpaten*innen bei der Arbeit unterstützen und anleiten. Sie bieten folgende Termine zum gemeinsamen Sommerriss an:

Mi 20.6.2018 ab 17 Uhr

Mi 27.6.2018 ab 17 Uhr

Treffpunkt jeweils hinter der Allmannsdorfer Grundschule.

 

 

Obstbaumschnittkurs mit Kräuterverköstigung am 28. Juni

Für alle, die lernen möchten wie man die eigenen oder gemieteten Obstbäume richtig schneidet, bietet der BUND Konstanz, im Rahmen des Streuobstwiesen-Projekts, am 28. Juni 2018 um 17.00 Uhr einen Baumschnittkurs auf der Streuobstwiese Jungerhalde an. Der Kurs wird in diesem Jahr von Berthold Märkle-Huss, Agraringenieur und Vorsitzender des Baum-Fachwartevereins Hegau-Bodensee, geleitet. Außerdem gibt es eine Kräuterverköstigung mit Kräuterpädagogin Christine Giele. Bitte festes Schuhwerk tragen. Die Kursgebühr beträgt 5 Euro. Für Baumpaten ist der Kurs  kostenlos.
Treffpunkt: Schulhof der Allmannsdorfer Grundschule. Dauer: ca. 2 Stunden
Anmeldung unter bund.konstanz@bund.net oder telefonisch unter 07531 15164

Baum des Monats Juni

Bild: Antje Boll

Ich bin eine echte Schwarzpappel (Populus nigra) und wachse mit einigen Brüdern und Schwestern im Strandbad von Allensbach. Nicht verwechseln darf man mich mit den gezüchteten Hybridpappeln. Ihr könnt mich erkennen am verzweigten knorrigen Wuchs und an den X-en auf meiner Rinde und den spitzen Blättern.

Wir Schwarzpappeln sind zweihäusig. Das bedeutet, es gibt bei uns wie bei den Menschen Männlein und Weiblein. Wenn ein Artgenosse aber alleine steht, so kann er sich nicht geschlechtlich fortpflanzen. Dies hat zu einer Verarmung unseres Erbgutes in BW geführt: Es gibt nur noch 30 verschiedene genetische Baumtypen bei uns. Alles andere sind genetisch gleiche Ableger. Dies ist einer der vielen Gründe, warum wir in Baden-Württemberg kurz vor dem Aussterben stehen. Am Schlimmsten wiegt jedoch, dass unsere Lebensräume, die Flussauen, zerstört und bebaut wurden. Damit unsere winzigen Samen anwachsen können, benötigen wir freien Boden, wie z.B. Kiesbänke am Ufer der Flüsse, da sie sich in Konkurrenz zu anderen Pflanzen nur schwer durchsetzen können. Deshalb bleibt uns nur ein Weg der Vermehrung über Ableger. Das ist der Grund, warum wir gerne grüne Äste abwerfen in der Hoffnung, dass diese an einer günstigen Stelle am Gewässer neu anwachsen.

 

Meine Kolleginnen und Kollegen im Strandbad und ich sind schon über hundert Jahre alt, was für uns Schwarzpappeln ein stolzes Alter ist. Deshalb ist es umso wichtiger, unseren Standort zu erhalten und uns gut zu pflegen. Momentan läuft sogar ein wissenschaftliches Forschungsprojekt des "Arbeitskreises zur Erhaltung der Schwarzpappel" unterstütz u.a. durch den BUND Konstanz. Im Herbst werden Stecklinge und genetische Proben von uns gemacht, um uns zu züchten und an geeigneter Stelle wieder anzupflanzen. Würde dies nicht geschehen, würden wir Schwarzpappeln wohlmöglich in den nächsten 30 Jahren am Bodenseeufer aussterben.

Unser Tier der Woche

Ich bin der kleine Laubfrosch und lebe glücklich am Hafner. Glücklich, weil es hier so vielfältige Lebensräume gibt! Aber ganz besonders gefallen mir hier natürlich die feuchteren Gebiete, wie etwa Seggenriede oder Schilfröhrichte. Zum Fortpflanzen habe ich nämlich am liebsten ein besonntes Kleingewässer um die Ecke.

Bricht die Dämmerung über den Hafner herein, begebe ich mich auf die Nahrungssuche. Auch deshalb lebe ich hier so gerne: Es gibt so viele schmackhafte Insekten, die ich mit meiner klebrigen Zunge fangen kann! Allerdings nur, wenn sie sich bewegen. Sonst kann ich sie gar nicht wahrnehmen.

Ist euch schon aufgefallen, was für ein schmucker Bursche ich bin? Ich habe eine herrlich glatte Haut, die leuchtend grün in der Sonne glänzt! Als zusätzlichen Schmuck trage ich einen schwarzen Streifen, der von den Augen aus nach hinten reicht. Das ist aber nicht alles! Ich kann meine Körperfarbe auch wechseln! Wenn sich der Boden für mich glatt anfühlt, wie ein Blatt etwa, bin ich hellgrün, wenn der Untergrund eher rau ist, wie bei einer Baumrinde, kann ich problemlos auf die Farbe braun wechseln.

Ihr seht, ich bin ein ganz besonderer Frosch und dafür auch weltberühmt! Allerdings kennt man mich auch wegen einer anderen Tatsache: es gibt nur noch sehr wenige Laubfrösche. Unser Lebensraum verschwindet zunehmend, oder wird vollgemüllt oder mit Dünger vergiftet. Deshalb bin ich in Deutschland auf der Roten Liste und gelte als streng geschützt.

Das wird mir allerdings nicht viel bringen, wenn mein schöner Hafner dem neuen Wohngebiet weichen muss. Dann werde ich auch hier kein Zuhause mehr finden.

BUND Konstanz erhält landesweiten Streuobstpreis 2017

Für seine Umweltbildungsarbeit und das Einbinden von Kindern und Jugendlichen auf den Streuobstwiesen ist der BUND Konstanz beim Landeswettbewerb "Junge Generation - Zukunft für die Streuobstwiesen" als einer von vier Preisträgergruppen des Streuobstpreises Baden-Württemberg 2017 ausgewählt worden. Insgesamt hatten sich für den Preis über 40 Gruppen beworben.
Ziel des BUND Konstanz ist es, jüngeren Generationen möglichst früh nahe zu bringen, Verantwortung für die Natur, den Artenschutz und die biologische Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte zu übernehmen.
Insbesondere wurde das Baumpatenprojekt "Rent-a-Tree" ausgezeichnet, das jeweils von einem der beiden FÖJ-ler*innen (Freiwilliges Ökologisches Jahr) geleitet wird. Im Rahmen des Projekts können Privatpersonen, Familien, Schulklassen oder Kindergartengruppen einen Streuobstbaum auf den Konstanzer Streuobstwiesen des BUND Konstanz mieten. Sie sorgen für einen gepflegten Baum und erhalten als Gegenleistung die hochwertige Ernte und im Vorfeld einen Baumschnittkurs. Durch die Verpatung von Streuobstbäumen an Kindergärten (z.B. Kindergarten am Salzberg), Schulklassen (z.B. Schule am Buchenberg) und Familien wird schon im jungen Alter ein Bewusstsein für den Wert von Streuobstwiesen geschaffen.
Darüber hinaus veranstalten die Umweltbildern*innen des BUND Konstanz mit den BUND-Kindergruppen Spatzen (6 bis 8-Jährige) und Spechte (8 bis 10-Jährige) jedes Jahr vielfältige Aktionen zum Thema Streuobst. Neben spannenden Führungen und Entdeckungstouren auf den Streuobstwiesen, organisieren die Umweltbildern*innen Apfelrallys und verschiedene Spiele zum Thema Apfel, bringen mit den Kindern Vogelnistkästen in den Streuobstbäumen an und pflegen Sie jedes Jahr gemeinsam und die Kinder helfen bei der Betreuung unserer Wildbienenhotels. Als Highlight des Streuobstjahres können die Kinder ihren eigenen Apfelsaft aus den selbst geernteten Äpfeln mit einer Apfelpresse herstellen.
Die feierliche Übergabe des Preises durch Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, fand am 17. Mai im Obstbaummuseum in Metzingen-Glems statt. Geschäftsführerin Antje Boll, Mitarbeiterin Julia Nestler, ehemaliges Vorstandsmitglied und Umweltbildnerin des BUND Konstanz Christine Giele sowie die FÖJlerin Indira Pita nahmen den Preis gemeinsam entgegen. Wir freuen uns sehr über den Preis und bedanken uns bei allen Streuobst-Aktiven für ihr Engagement!

Qigong unter Bäumen und Pflanzen

Baum
Martin Prüm

Qigong ist eine chinesische Übungsmethode, den Körper zu bewegen. Qigong wurzelt in der chinesischen Idee, dass die Lebensenergie "Qi" durch den Körper zirkuliert. Ziel des Qigong ist, eventuelle Disbalancen dieser Lebensenergie auszugleichen. Die Wurzeln des Qigong liegen im Taoismus begründet in der Pflege des Lebens, die sowohl die Pflege der menschlichen Gesundheit, als auch das Wahren des Lebens anderer Wesen einschließt, aber auch die Erkenntnis, dass der Mensch ein untrennbarer Teil der Natur ist. Im Qigong gibt es die Übung in einen Austausch zu Bäumen und Pflanzen zu treten, Energie von Ihnen aufzunehmen und abzugeben. Dies soll der Schwerpunkt dieser Bund Veranstaltung sein.

Die Veranstaltung ist kostenlos!

Sie findet bei trockenem Wetter im Palmenhauspark statt. Bei schlechter Witterung fällt die Veranstaltung aus.

Vom 20. Juni bis 25. Juli immer mittwochs 18.15 Uhr bis 19.00 Uhr

Hier geht es zur Homepage.

Demeter Apfelsaft ausverkauft!

Leider ist unser demeter Apfelsaft aus der Saison 2017 ausverkauft.

Nun hoffen wir auf eine erfolgreiche Ernte im Herbst 2018, damit unser einzigartiger Saft wieder von vielen genossen werden kann. 



Umwelttipps für Geflüchtete

Suche