Ausstellung Biotopverbund

 

Verbundene Landschaft schafft lebendige Vielfalt
Ausstellung vom 10.01 - 03.02.2017 bei uns im Palmenhaus mit Vortrag von Nadja Horic am 20.01.2017

Laubfrosch, Gefleckte Heidelibelle oder Violetter Feuerfalter drohen aus unseren Landschaften zu verschwinden. Auch in Baden-Württemberg geht die Artenvielfalt weiter zurück. Die Ursachen: Durch die Zerschneidung durch Straßen und die intensive Bebauung gehen Lebensräume verloren. Das BUND-Projekt "Biotopverbund Offenland", das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gefördert wird, kämpft gegen das Artensterben an, in dem es voneinander getrennte Biotopinseln in den Kommunen Nürtingen und Stockach beispielhaft verbindet. Die Ausstellung zeigt, welche Rolle verbundene Lebensräume für die Artenvielfalt spielen und wie der Landesweite Biotopverbund umgesetzt werden kann.

Die Ausstellung auf Wanderschaft

Die Ausstellung zeigt auf elf bilderreichen Informationstafeln und Mitmach-Stationen mit Bilderrätsel und Twister-Spiel, wie es um Tiere, Pflanzen und Lebensräume in Baden-Württemberg steht und welche Rolle der Biotopverbund dabei spielt. Zudem bietet sie Mitarbeitenden in Gemeindeverwaltungen, Fachbehörden, Verbänden sowie Landnutzer*innen und Bürger*innen die Möglichkeit, sich zu vernetzen und für das Thema konkret vor Ort zu sensibilisieren. Nach der feierlichen Eröffnung im Umweltministerium tourt die Ausstellung durch das ganze Land. Die erste Station sind vom 5. bis zum 8. Januar 2017 die 41. Naturschutztage in Radolfzell. Anschließend folgen Konstanz sowie die Modellkommunen Stockach und Nürtingen, die als Partnerkommunen bei dem Projekt beteiligt sind. Die Ausstellung richtet sich an Erwachsene und an ältere Schülerinnen und Schüler.

BUND und das Land: Hand in Hand für den Biotopverbund

Das baden-württembergische Naturschutzgesetz hat das Ziel, die voneinander getrennten Lebensrauminseln zu einem Netzwerk artenreicher Biotope zu verknüpfen. Das BUND-Projekt "Biotopverbund Offenland" ist eines von mehreren Vorhaben in Baden-Württemberg, das die Planung und die Umsetzung des landesweiten Biotopverbunds mit Landesmitteln voranbringt. "Jetzt kommt es darauf an, den Biotopverbund auf regionaler und lokaler Ebene entschieden voranzubringen. Dabei sind wir auf die Unterstützung durch Entscheidungsträger*innen vor Ort angewiesen", so Brigitte Dahlbender. Den Biotopverbund planen, umsetzen und langfristig sichern gelingt am besten, wenn sich viele Menschen dafür engagieren und alle an einem Strang ziehen. "Um den Landesweiten Biotopverbund herzustellen, braucht es viele Partner", betont Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller. Dabei müssten es nicht immer große und spektakuläre Maßnahmen sein, die zum großen Ganzen beitragen. "Oft sind kreative Ideen und gut umsetzbare Maßnahmen vor Ort gefragt. Naturschutzverbände wie der BUND mit Ihren vielen Ortsgruppen sind daher ideale Partner, die die Maßnahmen der Kommunen hervorragend ergänzen können. Daher freue ich mich und bin dankbar, dass uns der BUND mit der neuen Wanderausstellung dabei unterstützt, das Thema Landesweiter Biotopverbund in die Öffentlichkeit zu tragen. Ich hoffe, dass dies einen Domino-Effekt auslösen und die erforderlichen Bausteine für den Biotopverbund somit schneller zusammenkommen können."

Lesen Sie mehr...

 

 

Ausstellung Klimawirbel – Klimawandel am Bodensee

Die Ausstellung „Klimawirbel – Klimawandel am Bodensee“, ein Gemeinschaftsprojekt  von Bodensee Naturmuseum, BUND und NABU Konstanz richtet sich an alle, die in der weiteren Bodensee-Region leben, arbeiten oder Urlaub machen. Sie zeigt die möglichen Auswirkungen des Klimawandels im Bodensee-Raum auf 9 Bannern und wagt einen provokanten Blick in die Zukunft bis zum Jahre 2040. Die Themen sind Artensterben, Gesundheit, Tourismus, Energiekosten, Klimaflüchtlinge, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wetter. Auf zwei weiteren Bannern stellt sie die heutige Realität als Ausgangspunkt für die „Zukunftsvisionen“ dar und gibt Tipps, was der Einzelne gegen den Klimawandel tun kann.

Obwohl die Ausstellung provozieren sollte, indem  beispielsweise über Alligatoren im Bodensee berichtet wird, die Badende bedrohen, wurde sie von der Realität schon eingeholt hat: Kürzlich ist eine Schnappschildkröte in Winterstarre aus dem Bodensee gezogen worden, und im letzten Jahr hatte eine Schnappschildkröte in einem bayrischen Badesee ein Kind verletzt. Auch die genannten Klimaziele der Uno werden ständig nach ober geschraubt. Die 2°C Grenze ist schon heute nicht mehr haltbar. Umso wichtiger ist es, sich mit den möglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung schon heute auseinander zusetzen und sich auf mögliche Folgen einzustellen.

Die Ausstellung wird zeitgleich bis Oktober beim BUND im Palmenhaus (Am Hussenstein 12 in Konstanz) und im Bodensee-Naturmuseum gezeigt. Beim NABU Zentrum Wollmatinger Ried wird sie zu einem späteren Zeitpunkt zu sehen sein. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Interessierte Gruppen und Aussteller können die Poster in Datei-Form auf www.BUND-Konstanz.de herunterladen und ausdrucken.

Im Palmenhaus wurde die Ausstellung am Mittwoch den 29.4.2015 eröffnet durch einen Vortrag von Felix Müller, einem Spezialisten zum Thema. Anschließend konnten sich die Besucher in Ruhe und bei einem schönen Glas Biowein  mit der Ausstellung vertraut machen und diskutieren.
mehr...

Ausstellung: Wasser - Mangel im Überfluss

Zum vollständigen PDF-Download bitte auf das Bild klicken

Eindrücklich lenkte die Ausstellung, die vom Bund für Umwelt und Naturschutz Konstanz konzipiert und ausgearbeitet wurde, mit faszinierend schönen Bildern und aussagekräftigen Texten den Blick des Betrachters auf die verschiedenen Facetten des weitreichenden Themas Wasser.

Die eindrucksvollen Fotos sind auf verschiedenen Forschungsreisen in alle Welt von Max von Tilzer, dem ehemaligen Direktor des Limnologischen Instituts der Universität Konstanz, entstanden. Die Themenauswahl der Ausstellung lässt dabei keinen Zweifel offen: beim Wasser geht es um viel! Der „Lebensspender Wasser“ droht mit „Dürren durch Klimawandel“, „Das schwindende Eis“ und „Steigende Meeresspiegel“, so die Titel der Banner, zu versiegen oder für Küstenregionen zum Fluch zu werden. So werden die Fotos mit kurzen Statements zu verschiedenen umweltpolitischen Themen kontrastiert.

Mangel im Überfluss – von 1,4 Milliarden Kubikkilometern Wasser auf der Erde stehen dem Menschen nur drei Tausendstel als Trinkwasser zur Verfügung. Der Rest ist vor allem Salzwasser oder in Gletschern, an den Polen, im Grundwasser oder Permafrostboden fixiert. Das verfügbare Wasser ist weltweit sehr ungleich verteilt. Die ungleiche Wasserversorgung wird durch den Klimawandel verschärft und wird damit eines der größten Probleme sein, die der Klimawandel mit sich bringt.

Wasser-Ausstellung im Palmenhaus

Die Ausstellung beleuchtete intensiv die globalen Auswirkungen von Wasserknappheit und nennt die Ursachen: Naturzerstörung, schlechte Bewässerungssysteme und das Konsumverhalten der Menschen in den Industrie- und Schwellenländern. Wie aktuell dieses Thema ist, zeigten die Ergebnisse des Weltwasserforums in Istanbul im März 2009. Mit Jammern kommen wir nicht weiter, auch das ist die Botschaft der Ausstellung. Umstellen auf Ökostrom, Verzicht auf Erdbeeren im Februar oder Omas Spartipps: Jeder kann etwas für den Schutz des Wassers tun, dafür macht die Ausstellung zahlreiche Vorschläge.

 

 



Umwelttipps für Geflüchtete

Suche