Stellungnahme Siedlerweg-Mainaustraße

Durch die Bebauung Siedlerweg - Mainaustraße gehen, wie bei jeder Bebauung innerhalb der Stadt, Stadtgrün und Bäume verloren. Die Erhöhung der versiegelten Fläche und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen führen zu einer Verschlechterung des Stadtklimas. Das Anbringen von Dachbegrünung und Pflanzung neuer Bäume innerhalb dieses Bauvorhabens ist geboten, um die verlorenen Grünflächen auszugleichen. Jedoch sollte stets versucht werden, so wenige Lebensräume wie möglich zu zerstören.

Generell begrüßen wir es allerdings, der maßvollen Nachverdichtung Vorzug gegenüber einer Versiegelung von Flächen im Außenbereich zu geben. Grundsätzlich lehnen wir eine Bebauung mit Einfamilien-, Doppel- oder Reihenhäusern ab. Es sollte möglichst sparsam mit der vorhandenen städtischen Flächen umgegangen werden. Pfiffige, innovative Ideen im Geschosswohnungsbau sind hier gefragt.  Da die Stadt Eigentümerin des Grundstückes ist, sollten höchste Ansprüche im Hinblick auf nachhaltige Bauweise und Energieverbrauch angelegt werden, damit die entstehenden Wohnungen auch in 50 Jahren noch nutzbar und beheizbar sind. Keine Schnellschüsse auf Kosten des Klimas und der Umwelt!

Um den maximalen Erfolg im Hinblick auf die Zielgruppe der Geringverdiener zu gewährleisten, sollte ausschließlich die städtische Wohnbaugesellschaft Wobak den Zuschlag erhalten, um langfristig zur Verfügung stehenden, geförderten Wohnungsbau zu errichten.

Zu berücksichtigen im Falle der Egger Ortswiese ist, dass durch die Bebauung nicht die gesamte Freifläche in Anspruch genommen werden sollte und Erholungs- und Gemeinschaftsflächen, wie z.B. der Spielplatz erhalten bleiben, bzw. im Falle einer Überbauung neu angelegt und in das geplante Bebauungskonzept integriert werden.

 

Der Dorfbach führt unmittelbar am Gebiet vorbei. Seine Uferböschung ist teilweise mit Gebüschen  bewachsen, teils liegt er frei. An der Grenze zum Siedlerweg gibt es einige mittelgroße Bäume. Im nördlichen Teil beim Spielplatz sind einige junge Bäume gepflanzt worden.

Der neben dem Gebiet verlaufende, freigelegte Dorfbach inklusive seiner Bepflanzung sollte in keinster Weise durch die anstehende Bebauung beeinträchtigt werden. Des Weiteren sollten die Baufenster so gelegt werden, dass die Bäume am Siedlerweg erhalten bleiben können.

Vor der Bebauung sollte ermittelt werden, ob die Egger Dorfwiese als Jagdgebiet für Fledermäuse dient. Falls dies der Fall ist, sollte die Bebauung einen entsprechenden Abstand zu den vorhandenen Leitstrukturen (Bäumen) halten. Wir schlagen vor, in den Bäumen Schlafkästen für Fledermäuse sowie Nistkästen für Singvögel anzubringen. Artenschutzmaßnahmen am Gebäude für Mehlschwalben, Mauersegler und Fledermäuse sowie eine Dach- und Fassadenbegrünung schaffen einen Mehrwert für Mensch und Natur.

Frei- und Gemeinschaftsflächen sollten mit bunten, einheimischen Wiesenblumenmischungen eingesät und einmal jährlich im Spätsommer gemäht werden. Ferner schlagen wir vor, mehrere mittelstämmige Obstbäume nach Fertigstellung zu pflanzen, die die zukünftigen Bewohner des Viertels sowie alle Egger nutzen können (Almende).

 



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