Heimat Hafner - Tiere in Not

Unser Tier der Woche

Der Hafner ist einer der letzten großen unzerschnittenen Grünräume in Konstanz, bestehend aus einer Vielfalt an Feldhecken, Streuobstwiesen und Schilfröhrichten. Zahlreiche Tiere aus dem Reich der Vögel, Amphibien, Reptilien, Insekten und Säugetiere sind hier beheimatet, darunter auch viele bedrohte Arten. Durch die Entwicklung des neuen Stadtteils würden großflächig Lebensräume vieler Tierarten dauerhaft verloren gehen (65 ha). (Stellungnahme Hafner)

Es ist wichtig darauf aufmerksam zu machen, dass ein neuer Stadtteil nicht einfach auf einer leeren Fläche entsteht, sondern, dass es sich um eine vielfältige Naturlandschaft handelt, die überbaut werden soll. Deshalb möchten wir vom BUND Konstanz euch jede Woche ein Tier vorstellen, das momentan im Hafner lebt und von der Bebauung unmittelbar betroffen wäre. Wir hoffen, dadurch den Hafner aus einem neuen Blickwinkel zeigen zu können. Diese Woche durch die Augen einer Lachmöwe: 

Die Lachmöwe

Ich bin die Lachmöwe und lebe glücklich am Hafner. Vor allem zur Brutzeit sind die Bedingungen dort mehr als günstig. Neben der Nordseeküste und stillen Gewässern, bewohne ich auch kurzrasige Wiesen und Ackerflächen. Das Bodenseegebiet mit seinen zahlreichen Tümpeln und Weihern ist daher ideal.

Innerhalb der Möwenfamilie gehöre ich zu den kleinsten Vertretern, was meiner Schönheit jedoch keinerlei Abbruch tut. Mein Kopf ist dunkelbraun bis schwarz – genau wie meine Schwanzspitze – während meine Flügel und der Rücken in einem gräulichen Farbton schimmern. Im Kontrast dazu steht mein schneeweißer Rumpf.

Bei meinem Speiseplan bin ich nicht allzu wählerisch, neben Würmern und Insekten verzehre ich auch Körner und Samen. Dabei kann ich meine Beute sogar während dem Flug aus der Luft fangen. Sollte ich mal nicht satt werden, klaue ich auch frech von meinen Artgenossen.

Auch wenn ich momentan als ungefährdet gelte, habe ich mit einem stetigen Bestandsrückgang zu kämpfen und bin eine der Arten, die von dem Klimawandel besonders betroffen sein könnten. Sollte mein Lebensraum im Hafner verbaut werden wird man mein keckerndes Lachen hier immer seltener hören, und ein Lachen hört doch jeder gerne, oder nicht?



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