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BUND Projekt in der Lokalen Agenda 21 (Jahr 2002)

Bürger bringen Natur in die Stadt


Im Jahr 2002 beabsichtigte die Ortsgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz (Konstanz) im Rahmen eines lokalen Agenda 21 Projekts gemeinsam mit Bürgern, Schulen, Jugendgruppen, Kindergärten, Verbänden und anderen Institutionen, mehr Natur in die Stadt zu bringen. Das Projekt wurde finanziell unterstützt von der Stiftung Naturschutzfonds vom Ministerium für Landwirtschaft mit Mitteln aus der Lotterie „Glücksspirale“. Durch diese Gelder war es möglich, den sonst üblichen „Ideenstau“ bei Projekten mit Bürgerbeteiligung zu umgehen und Planungen sofort in die Tat um zu setzten. Das auf zwei Jahre ausgelegte Projekt, gliederte sich in zwei Teilprojekte in zwei verschiedenen Stadtteilen: ‚Natur ins Paradies’ und ‚Schwalben im Öhmdwiesengebiet’ .

 

 

 

Schwalben im Öhmdwiesengebiet

Schwalbenturm
Schwalbenturm

 

 Bei dem Stadtteil ‚Öhmdwiesen’ handelt es sich um ein am Stadtrand gelegenes Neubaugebiet, in dem sich Mehlschwalben angesiedelt haben. Leider zerstörten viele Hausbesitzer die Nester wieder. Ziel des Teilprojekts war es daher, die Akzeptanz für Mehlschwalben bei den Anwohnern zu erhöhen und mehr Nistmöglichkeiten für Mehlschwalben zu schaffen. Dazu wurde ein Schwalbenturm von 4 Metern Höhe errichtet, an dem 30 Kunstnester für Mehlschwalben ihren Platz fanden. Außerdem konnten hier verschiedene andere Nisthilfen für Mehlschwalben und Kotabweiser in der Praxis vorgestellt werden. Die künstlichen Schwalbennester wurden von einer Jugendgruppe hergestellt. Darüber hinaus wurde ein naturpädagogisches Projekt zum Thema ‚Schwalben‘ in Zusammenarbeit mit dem ortsansässigen Kindergarten ins Leben gerufen, um mit Hilfe der Kinder ein höheres Verständnis für den Natur- und Artenschutz bei der Bevölkerung zu erreichen. Begleitend erstellte der BUND Konstanz einen Leitfaden zum Thema ‚Schutz der Mehlschwalben’ in Form einer Broschüre, der die Problematik des Rückgangs dieser bedrohten Art und dessen Ursachen auch über das Projektgebiet hinaus bekannt machen sollte. mehr

Natur ins Paradies

Kletterer
Anbringen von Nisthilfen an der Fahrradbrücke

Bei einem der ausgewählten Stadtteile, dem ‚Paradies‘, handelt es sich um ein dicht bebautes urbanes Gebiet mit überwiegender Zeilen- und Blockrandbebauung, zum Teil aber auch mit Siedlungscharakter. Die Anwohner dieses Stadtteils wurden ermutigt, Ideen und Vorschläge zu praktischem Naturschutz, wie Begrünungs- und Artenschutzmaßnahmen, in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld einzubringen. Engagierte Bürger, Bürgergemeinschaften, Jugendgruppen, Schulklassen und Verbände setzten  die von den Anwohnern vorgebrachten Wünsche gemeinschaftlich um. So konnten 2 Straßenbäume, ca. 150 m Wildsträucherhecke und mehrere Obstbäume gepflanzt werden. Für den Artenschutz wurden 100 künstliche Nisthilfen für heimische Singvögel und Fledermäuse zur Verfügung gestellt, ein Angebot, das die Anwohner des Stadtteils gern annahmen. Zusätzlich wurden Ersatzquartiere für Schwalben und Mauersegler unter einer Brücke angebracht.



Saft von Streuobstwiesen und Biowein

Kindergruppen beim BUND Konstanz

Kindergruppe

Natur pur erleben mit den BUND Kindergruppen!

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