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Standpunkt Klimawandel, Energiewende und Solar Energy Research Center

Längste Kälteperiode seit 10 Jahren, Rekord-Niedrigwasser, Jahrhundertsommer 2003, Sturm Lothar, das 1999 Hochwasser – die Liste der rekordverdächtigen Wetterereignisse wird auch am Bodensee immer länger. Genau davor warnen Klimaforscher seit vielen Jahren: mit der Klimaerwärmung wird es nicht einfach wärmer. Nein, durch die höheren Temperaturen steigt der „Energiegehalt“ in der Atmosphäre, das „Gemäßigte“ unserer Breiten geht langsam verloren. Einfach ausgedrückt: die Suppe fängt an zu kochen. Für viele Menschen wird der Klimawandel sehr direkte Folgen haben. Je mehr heiße Tage im Sommer, umso mehr Menschen sterben und erkranken ernsthaft. Viele werden sich noch an die erschreckenden Zahlen aus dem Jahrhundertsommer 2003 erinnern. Und das wird sicher nicht wirklich der heißeste Sommer im 21. Jahrhundert gewesen sein.
Was wir dagegen machen können? Atomenergie ist jedenfalls kein Ausweg, denn abgesehen von den gegenwärtigen Risiken: welches Atommüll-Erbe und welche Kosten hinterlassen wir unseren Enkeln! Außerdem reichen die Uranvorkommen eh nur noch drei Jahrzehnte.
Energiewende heißt die Antwort: dezentrale Versorgung aus vielen kleinen Kraftwerken. Jeder Konstanzer kann dafür sorgen, dass seinetwegen kein Klimagas CO² mehr in Kohlekraftwerken erzeugt wird. Die Stadtwerke bieten dafür die SEEenergie-Tarife an: Strom aus Wasserkraft, aus Biogasanlagen und von der Sonne. Außerdem kann jeder seine Heizung auf regionale, nachwachsende Rohstoffe mit ausgeglichener CO²-Bilanz umstellen: Holzpelletsanlagen beispielsweise – sie sind auch unabhängig vom Ölpreis. Wir werden damit den Klimawandel nicht abwenden, aber abschwächen.
Leider hat unsere Landesregierung all das noch nicht begriffen, wie die Auseinandersetzung um Laufzeitverlängerungen bei Atomkraftwerken zeigt. Konstanz allerdings zeigt sich weiterhin als Vorreiter auf diesem Gebiet: dem neuen Solar Energy Research Center wünschen wir für seine Arbeit viel Erfolg!

Thomas Schaefer



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