4. Mai 2011
Für den BUND in Konstanz hat Baumschutz oberste Priorität
Von: Dr. Thomas Schaefer
Ungewöhnlich konkrete Hausaufgaben haben der Vorstand und Geschäftsführung des Bund für Umwelt und Naturschutz Konstanz bei ihrer Jahreshauptversammlung vor Ostern aufbekommen: sie sollen sich dafür einsetzen, dass die Baumschutzsatzung in zwei Punkten verbessert wird, Ersatzpflanzungen und -zahlungen sollen bei der Stadtverwaltung abgefragt werden. Außerdem soll bezüglich Uni- und Lorettowald nachgeforscht werden, inwieweit dort die Regel der Nachhaltigkeit eingehalten wird. Der Schutz des städtischen Grüns und besonders der Bäume hat oberste Priorität, das wurde bei den Mitgliedern deutlich. Auslöser war eine Aussage von BUND-Geschäftsführer Thomas Schaefer, die bezüglich einer gefällten Pappel im Paradies für Diskussion gesorgt hatte. Eine fachlich differenzierte Meinung, so die einhellige Auffassung, könne vom BUND erwartet werden. Die emotionale Komponente, die jenseits der vielen wichtigen ökologischen Funktionen, mit alten, lieb gewonnen Bäumen verknüpft ist, würde jedoch zu oft nicht ausreichend berücksichtigt. Zu wenig Raum bleibt den Umweltschützern zwischen Straßenverbreiterungen, Baulückenschlüssen und Nachverdichtungen Im Vorstand bestätigt wurden Dr. Dieter Brdiczka, Dr. Christine Postius und Karl-Ulrich Schaible als Vorsitzende sowie Christine Giele, Rolf Hundertpfund, Peter Müller-Neff, Anne Schmitz und Michael Wronna als BeisitzerInnen. Informationen zu Terminen und Aktivitäten des BUND unter www.bund-konstanz.de.