BUND Fahrradaktion im Advent

 

Konstanz ist zählt zweifellos zu den attraktivsten Städten am Bodensee. Nicht nur für diejenigen die dort wohnen, sondern auch für viele Gäste. Besonders am Wochenende zieht es zahlreiche Einkäufer hier her, natürlich meist mit dem Auto. Volle Parkhäuser, Stau und lange Wartezeiten gehören für Autofahrer in Konstanz schon lange zum Alltag. Dabei geht es so viel bequemer und einfacher. Umweltschonend und ganz ohne Stress kommt man in Konstanz egal ob mit dem Bus, Zug oder Fahrrad schnell von A nach B.

Um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich lohnt bei seiner Einkaufstour ab und an auf das Auto zu verzichten und alternative Verkehrsmittel zu nutzen unternehmen wir (Die BUND Jugend Konstanz zusammen mit den FÖJlern) in der Adventszeit insgesamt vier Fahrradaktionen. Ausgestattet mit roten Zipfelmützen, Engelskostümen und einem mit Geschenken bepackten TINK Transportrad sind wir jeden Samstag in der Altstadt unterwegs und verteilen Flyer mit nützlichen Tipps zu Fahrrad- und ÖPNV Verkehr oder ein Dankeschön an alle, die an diesem Tag mit Bus oder Bahn nach Konstanz gekommen sind.

 

 

Ökologische Weihnachten

Ein ökologischer Weihnachtsbaum ist oft nur wenig teurer und schont Gesundheit und Umwelt.  

Mit dem Weihnachtsbaum holen sich viele Menschen jedes Jahr ein Stück Natur in die Wohnzimmer. Allerdings stammten etwa 90 Prozent der 25 Millionen Weihnachtsbäume, die letztes Jahr in Deutschland verkauft wurden, aus Intensiv-Plantagen. „Auf diesen Plantagen wird stark gespritzt und gedüngt – zum Schaden von Tieren, Pflanzen, Gewässern und Böden“, sagt Christine Fabricius, Naturschutzreferentin beim BUND Baden-Württemberg. Bei mehr als jedem zweiten Baum fand der BUND Pestizide wie Glyphosat, als er 2014 stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testete.

Zu der hohen Pestizidbelastung auf vielen Weihnachtsbaum-Plantagen kommt noch der hohe Flächenverbrauch. „Solche Plantagen sind keineswegs naturnahe Wälder. Durch die intensiv genutzten Monokulturen gehen Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten verloren. Die Flächen der Plantagen wären besser für "echte" Wälder und Natur oder den Nahrungsmittelanbau eingesetzt“, sagt Fabricius.

Besser sind Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft

Ein ökologischer Weihnachtsbaum ist oft nur wenig teurer. Umweltfreundliche Bäume stammen aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen. Dies sind FSC-zertifizierte Forstbetriebe und Baumschulen, Gärtnereien und Biohöfe, die nach Richtlinien des Naturland-, Bioland- oder des BIO-Siegels produzieren. Auch einige Gartencenter haben Bäume mit BIO-Siegel im Angebot. Eine jährlich aktuelle Liste von ökologischen Weihnachtsbaum-Bezugsquellen veröffentlicht die Umweltorganisation Robin Wood. Eine eher schlechte Wahl sind Plastikbäume. Auch bei mehrjährigem Gebrauch bessert sich deren Ökobilanz nur unwesentlich. Aufgrund der längeren Transportwege ist besser auch auf Import-Weihnachtsbäume zu verzichten.

Ökologische Alternativen zum klassischen Weihnachtsbaum

Ein Blick in die Geschichte zeigt: In vorchristlichen Zeiten holten die Menschen um die Wintersonnenwende neben Tannen auch Immergrünes wie Buchsbaum, Mistel oder Wacholder als festlichen Schmuck in die Häuser. Später dienten Obstbäume, Eichen oder Birken als christliche Gabenbäume, behängt mit Gebäck, Wurst, Obst, Geschenken und Papierblumen. Auch große Zimmerpflanzen eignen sich als Weihnachtsbaum.

Weitere Informationen:

BUND-Weihnachtbaum Test (2014): Mehr als jeder zweite Weihnachtsbaum mit Pestiziden belastet: https://www.bund.net/service/presse/pressemitteilungen/detail/news/bund-test-mehr-als-jeder-zweite-weihnachtsbaum-mit-pestiziden-belastet

LED-Lichterketten und Zeitschaltuhren schonen Klima und Geldbeutel.

Millionen Menschen bringen in der Adventszeit ihre Wohnungen, Gärten und Balkone mit Lichterketten, Lämpchen oder blinkenden Weihnachtssternen zum Leuchten. Die winterlichen Lichterspiele verschwenden oft jede Menge Strom: Dem Energieunternehmen Lichtblick zufolge wird mit Weihnachbeleuchtung deutschlandweit genauso viel Strom verbraucht wie in einer Stadt mit 270.000 Einwohnern im gesamten Jahr. Tendenz: steigend.

„Insbesondere Glühlämpchen lassen die Stromrechnung in die Höhe schnellen und tragen mit ihrem hohen Energieverbrauch auch zum Klimawandel bei. Der BUND empfiehlt daher, auf Weihnachtsbeleuchtung mit Leuchtdioden (LED) umzustellen. LED-Modelle halten nicht nur wesentlich länger, sie verbrauchen auch bis zu 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Lichterketten. Das schont das Klima und den Geldbeutel“, sagt Franz Pöter, Umweltschutzreferent beim BUND Baden-Württemberg. 

Klima und Geldbeutel schonen

Der Betrieb einer Lichterkette mit Glühlämpchen kostet in der ganzen Adventszeit bei täglich zwölf Stunden Gebrauch rund zehn Euro, bei entsprechenden LED-Modellen dagegen weniger als einen Euro. Wichtig ist jedoch, keine batteriebetriebenen Lichterketten zu kaufen. Lichterketten mit Anschlussmöglichkeit in der Steckdose belasten die Umwelt weniger. Zusatzfunktionen wie Licht dimmen oder Farbwechsel können ebenso den Energieverbrauch erhöhen. Bei der Außenbeleuchtung empfiehlt der Umweltverband solarbetriebene LED-Lichterketten. 

Weniger ist mehr

Grundsätzlich gilt: Die weihnachtliche Deko nicht permanent brennen lassen, sondern bedarfsgerecht ein- und auszuschalten. Davon profitieren neben Anwohner*innen auch nachtaktive Tiere. Die dafür nötigen Zeitschaltuhren gibt es im Handel bereits für weniger als zehn Euro. So gilt besonders zu Weihnachten: Weniger ist häufig mehr.

 

 

Ausstellung Biotopverbund

 

Verbundene Landschaft schafft lebendige Vielfalt
Ausstellung vom 10.01 - 06.02.2017 bei uns im Palmenhaus mit Vortrag von Nadja Horic am 20.01.2017

Laubfrosch, Gefleckte Heidelibelle oder Violetter Feuerfalter drohen aus unseren Landschaften zu verschwinden. Auch in Baden-Württemberg geht die Artenvielfalt weiter zurück. Die Ursachen: Durch die Zerschneidung durch Straßen und die intensive Bebauung gehen Lebensräume verloren. Das BUND-Projekt "Biotopverbund Offenland", das vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gefördert wird, kämpft gegen das Artensterben an, in dem es voneinander getrennte Biotopinseln in den Kommunen Nürtingen und Stockach beispielhaft verbindet. Die Ausstellung zeigt, welche Rolle verbundene Lebensräume für die Artenvielfalt spielen und wie der Landesweite Biotopverbund umgesetzt werden kann.

Die Ausstellung auf Wanderschaft

Die Ausstellung zeigt auf elf bilderreichen Informationstafeln und Mitmach-Stationen mit Bilderrätsel und Twister-Spiel, wie es um Tiere, Pflanzen und Lebensräume in Baden-Württemberg steht und welche Rolle der Biotopverbund dabei spielt. Zudem bietet sie Mitarbeitenden in Gemeindeverwaltungen, Fachbehörden, Verbänden sowie Landnutzer*innen und Bürger*innen die Möglichkeit, sich zu vernetzen und für das Thema konkret vor Ort zu sensibilisieren. Nach der feierlichen Eröffnung im Umweltministerium tourt die Ausstellung durch das ganze Land. Die erste Station sind vom 5. bis zum 8. Januar 2017 die 41. Naturschutztage in Radolfzell. Anschließend folgen Konstanz sowie die Modellkommunen Stockach und Nürtingen, die als Partnerkommunen bei dem Projekt beteiligt sind. Die Ausstellung richtet sich an Erwachsene und an ältere Schülerinnen und Schüler.

BUND und das Land: Hand in Hand für den Biotopverbund

Das baden-württembergische Naturschutzgesetz hat das Ziel, die voneinander getrennten Lebensrauminseln zu einem Netzwerk artenreicher Biotope zu verknüpfen. Das BUND-Projekt "Biotopverbund Offenland" ist eines von mehreren Vorhaben in Baden-Württemberg, das die Planung und die Umsetzung des landesweiten Biotopverbunds mit Landesmitteln voranbringt. "Jetzt kommt es darauf an, den Biotopverbund auf regionaler und lokaler Ebene entschieden voranzubringen. Dabei sind wir auf die Unterstützung durch Entscheidungsträger*innen vor Ort angewiesen", so Brigitte Dahlbender. Den Biotopverbund planen, umsetzen und langfristig sichern gelingt am besten, wenn sich viele Menschen dafür engagieren und alle an einem Strang ziehen. "Um den Landesweiten Biotopverbund herzustellen, braucht es viele Partner", betont Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller. Dabei müssten es nicht immer große und spektakuläre Maßnahmen sein, die zum großen Ganzen beitragen. "Oft sind kreative Ideen und gut umsetzbare Maßnahmen vor Ort gefragt. Naturschutzverbände wie der BUND mit Ihren vielen Ortsgruppen sind daher ideale Partner, die die Maßnahmen der Kommunen hervorragend ergänzen können. Daher freue ich mich und bin dankbar, dass uns der BUND mit der neuen Wanderausstellung dabei unterstützt, das Thema Landesweiter Biotopverbund in die Öffentlichkeit zu tragen. Ich hoffe, dass dies einen Domino-Effekt auslösen und die erforderlichen Bausteine für den Biotopverbund somit schneller zusammenkommen können."

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Naturschutztage am Bodensee

Die 41. Naturschutztage am Bodensee finden vom 5.1. bis 8.1.2017 statt. Naturschützerinnen und Naturschützer treffen sich seit den 1970er Jahren zu Austausch und Weiterbildung bei den Naturschutztagen. Aus der Taufe gehoben wurde die Veranstaltung durch Gerhard Thielcke und Wolfgang Friedrich. Mittlerweile gelten die Naturschutztage mit bis zu 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer als das größte Treffen von ehren- und hauptamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützern im deutschsprachigen Raum. Seit 1987 veranstalten die baden-württembergischen Landesverbände von BUND und NABU die Naturschutztage gemeinsam.

Frühbuchertickets für die Naturschutztage 2017 können Sie online bis zum 15.12.2016 noch für 40,00€ für Verdienende und 20,00€ für Personen in der Ausbildung oder ohne Einkommen kaufen. Danach beträgt die Gebühr 50,00€ für Verdienende und 25,00€ für Personen in der Ausbildung oder ohne Einkommen.

Zur Seite der Naturschutztage geht es hier...

Programm Flyer zum Runterladen

 

EU-Kommission will EU-Naturschutzrichtlinien beibehalten

„Dass die EU-Kommission, die Natura 2000-Richtlinien unverändert erhalten und verstärkt in die Umsetzung investieren möchte, ist eine gute Botschaft für den Naturschutz. Wir dürfen unsere Naturschätze nicht für kurzfristige Profite opfern. Das sehen auch Tausende Baden-Württemberger so, die sich bei der Online-Kampagne „Nature Alert“ zur Erhaltung der Richtlinien beteiligt haben“, so die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender.

 

Die EU-Vogelschutz- und die FFH-Richtlinie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Auf sie geht das größte Schutzgebietssystem weltweit, das Natura-2000-Netzwerk, zurück. Vor zwei Jahren hatte EU-Kommissionspräsident den EU-Umweltkommissar aufgefordert, die Richtlinien zu modernisieren, dies mit Blick auf weniger Restriktionen für Bauvorhaben und andere Eingriffe in Natur und Landschaft. Diese Initiative ist jetzt vom Tisch.

 

 

Bei den 40. Naturschutztage am Bodensee hatten im Januar 2016 rund 700 Teilnehmer*innen und Teilnehmer in einer Resolution und mit einer Aktion die EU-Kommission sowie Politikerinnen und Politiker aus Baden-Württemberg aufgerufen, die beiden europäischen Naturschutzrichtlinien, die Natura 2000 zugrunde liegen, in ihrer derzeitigen Form zu erhalten. Die verabschiedete Resolution „Natura 2000 – Umsetzen statt aufweichen!“ im Wortlaut gibt es hier.

 

·         Link zur Resolution Natura 2000 – Umsetzen statt aufweichen:

 

www.bund-bawue.de/fileadmin/bawue/pdf_datenbank/PDF_zu_Themen_und_Projekte/20160105_Resolution_Natura2000_Naturschutztage_am_Bodensee.pdf

 

Kontakt für Rückfragen:

 

·         Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, E-Mail: brigitte.dahlbender@bund.net; mobil: 0171/9341336

 

·         Christine Fabricius, Naturschutzreferentin beim BUND Baden-Württemberg, E-Mail: christine.fabricius@bund.net, Fon: 0711 620306-14

Unser Plastikaktionstag bringt Einkäufer zum Nachdenken

Unter dem Motto: "Plastik in aller Munde" und "Tasche statt Tüte" haben ca. 200 Menschen auf ihrer samstäglichen Einkaufstour ihre Plastiktüten gegen eine Stofftasche bei uns und unseren Partnern, der Naturschule Konstanz und Monemeer, eingetauscht. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Nutzung von Mehrweg-Tragetaschen Abfall vermeidet und das Klima schützt.

Aus den gesammelten Plastiktüten entstand im Laufe des Tages ein großer Fisch, welcher als Symbol für die Verschmutzung der Weltmeere und Ozeane steht.
Danke an alle die an unserem Aktionstag gegen Plastikmüll dabei waren.

Keine Bebauung "Im Loh"

In der Gemeinderatssitzung am 18.10.2016 beschloss der Gemeinderat mehrheitlich mit 30 Ja zu 8 Nein Stimmen die Aufstellung eines Bebauungsplans mit dem Ziel, die Grünfläche "Im Loh" zu erhalten. Einstimmig beschloss der Rat eine Veränderungssperre für das Gebiet in Seenähe. Und das ist gut so!

Ein großes Lob geht an die Stadtverwaltung, die in kürzester Zeit eine Vorlage erarbeitet hat, die es erlaubt, die Baugenehmigung für die nach §246 BbauG geplante Unterkunft zu versagen. "Eine geordnete Siedlungsentwicklung muss von den städtischen Organen geplant und von den demokratisch gewählten Gremien und den Trägern öffentlicher Belange kontrolliert und abgewogen werden", meint Karl-Ulrich Schaible vom BUND Konstanz. "Die Entscheidung ist somit ein wichtiges Signal, dem Wildwuchs und den einseitigen Interessen von Einzelpersonen Einhalt zu gebieten."

In Litzelstetten wurde bereits im Handlungsprogramm Wohnen das Baugebiet Marienweg mit über 60 Einheiten beschlossen. Da dies auf einer Streuobstwiese mit Seesicht liegt, tut auch dieser Verlust an Grün besonders weh. Wenn es aber darüber hinaus zu einer ungeordneten weiteren Zersiedlung der Ortsränder gekommen wäre, wäre dies ein unwiederbringlicher Verlust an Natur und an Erholungsraum für alle Litzelstetter gewesen. "Gut, dass hier der Rat einen Riegel vorgeschoben hat und damit auch weiteren Bauvoranfragen nach BBauG §246 vorbeugt", bekräftigt Schaible.

Mobilitätstag ein großer Erfolg

Fahrradflohmarkt am Mobilitätstag Bild: BUND H. Sommer
Fahrradflohmarkt am Mobilitätstag Bild: BUND H. Sommer

hunderte Besucher kamen trotz des schlechten Wetters am letzten Samstag zum BUND Mobilitätstag in den Palmenhauspark. Neben dem Fahrradflohmarkt stellten verschiedene Projektpartner ihre Projekte und Aktionen dem interessierten Publikum vor. Für das leibliche Wohl sorgte Café Mondial mit Kaffee und Kuchen. Die Stadt Konstanz informierte über das "Handlungsprogramm Radverkehr", die Polizei führte unterschiedliche Sicherheitssysteme für Fahrräder vor und verteilte "Blinkis" an die Schulanfänger, Save me war vertreten mit der Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge, TINK stellte das neue Lastenradverleihsystem vor, der BUND hatte einen Infostand für Erwachsene und einen Bastel- und Aktivitätentisch für die jüngsten Besucherinnen und Besucher.

Das Kernstück war der große Fahrradflohmarkt, bei dem von den ca. 100 abgegebenen Rädern über 60 verkauft werden konnten. "Der Fahrradflohmarkt schließt eine echte Bedarfslücke in Konstanz", meint Bernd Hintermeier. "Ich bin froh, ein so toll erhaltenes Rad zu einem günstigen Preis erstanden zu haben." Auch Kerstin Sauer als Verkäuferin äußert sich zufrieden. "Schön wenn mein Mountainbike nun jemand anderem Freude bereitet. Hoffentlich wird der Fahrradflohmarkt jetzt häufiger stattfinden", bekräftigt sie.

Alle Projektpartner zeigten sich zufrieden über das lebhafte Interesse und gute Gespräche und wollen nächstes Mal wieder mit dabei sein. "Als Veranstalter freuen wir uns, dass alles gut geklappt hat", zieht Tobias Klein vom BUND Konstanz Bilanz. " Unser Dank gilt vor allem unseren vielen ehrenamtlichen Helfern, die diesen Tag erst möglich gemacht haben. Gerne wollen wir versuchen einen nächsten Termin im Frühjahr zu organisieren. Dabei wollen wir vor allem auch die Stadt Konstanz noch stärker mit ins Boot holen."

Das neue Wildbienenhotel im Palmenhauspark !

Am BUND-Fest wurde unser neues Wildbienenhotel eingeweiht! Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule haben dieses mit ihrem Werklehrer Herr Lemke für den Palmenhauspark gebaut. Dort bietet das "Hotel" ein Wohnraum für über 3000 Wildbienen. Vielen Dank an dieser Stelle!

 

 

Vereinbarkeit von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit - ein Traum?

Streuobstwiese in Egg- geplanter Alternativstandort. Bild: BUND Antje Boll
Streuobstwiese in Egg- geplanter Alternativstandort. Bild: BUND Antje Boll

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld hinterlassen. Der BUND verfolgt das Ziel der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in Konstanz schon seit vielen Jahren. Aber von Seiten der Politik wird immer wieder versucht, die beiden wichtigen Eckpfeiler unseres menschlichen Zusammenlebens gegeneinander auszuspielen, in dem man den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands geht: das Ausweiten der Bebauungsflächen in Konstanz. Der BUND sieht die Not der politisch Verantwortlichen in der Frage der Wohnungsknappheit und Flüchtlingsunterbringung. Diese darf aber nicht dazu führen, dass Umweltgesetze verletzt und Werteprioritäten falsch gesetzt werden.

Bereits im "Handlungsprogramm Wohnen" wurden mit dem Argument Wohnraum für Geringverdiener und Familien verschiedene Grünflächen in Anspruch genommen, z.B. die Streuobstwiese im Marienweg Litzelstetten, der Fohrenbühl, Streuobstwiesen in Egg Ost und Ziegelhütte. Hier wurden die Bedürfnisse (bezahlbarer Wohnraum) dieser Menschen gegen Naturschutzwerte ausgespielt, obwohl es genügend Alternativen für Bauplätze gegeben hätte. Der Stadt stehen noch ca. 100 ha Bauland zur Verfügung. Die Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen schafft Begehrlichkeiten und eine Stimmung in der Stadt, dass letztendlich alle Grünflächen, Naturschutzgebiete und Biotope zur Disposition gestellt werden können, wenn man nur genug Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen schafft (notfalls eben auch finanzieller Art). In diesen Kontext passt auch die Bemerkung des Bürgermeisters, einen neuen Stadtteil gründen zu wollen und dafür den Stadtwald zu roden. Mit der Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen steht die Stadt natürlich vor einer großen Herausforderung. Aber dürfen deshalb alle anderen Werte über Bord geworfen werden? Wo ist die Schmerzgrenze der Bebauung?

In Egg soll nun die Anschlussunterbringung für Flüchtlinge an einem nach § 30 BNatSchG geschützten Feuchtbiotop und auf einer Streuobstwiese gebaut werden. Im FNP und im Rahmenplan Egg wurde die Bachaue extra ausgespart, um das wertvolle Biotop zu erhalten. Nur aufgrund der Nachbarschaftsproteste der Anwohner wurde der ursprüngliche Standort "Egger Wiese", der im Bebauungsplan als Bauland ausgewiesen ist, verworfen. Auch hier geht die Politik den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands und spielt soziale (diesmal Flüchtlinge) gegen ökologische Werte aus, nur weil der ursprüngliche Standort politisch schwerer durchzusetzen ist. Mit den gleichen Argumenten wie in Egg könnten auch die Bewohner im Zergle fordern, dass die bei Ihnen vorgesehene Anschlussunterbringung für Flüchtlinge an den Stadtrand ausgelagert wird. Auch hier gibt es einen Grüngürtel (FFH Gebiet), dessen Inanspruchnahme "grundsätzlich ausgleichbar" wäre. Allerdings müssen hier wie in Egg auch die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Nach dem Naturschutzrecht dürfen Eingriffe nur dann vorgenommen werden, wenn es keine Alternativen gäbe. Dies ist in Egg wie im Zergle nicht gegeben. Denn in beiden Fällen stehen Flächen innerhalb der bestehenden Bebauung zur Verfügung.

Wäre es nicht schöner und sinnvoller, wenn man die Flüchtlinge in der Mitte unserer Gesellschaft (Nachbarschaft) aufnehmen würde, anstatt sie eingepfercht zwischen Umgehungs- und Ortsverbindungsstraße am Ortsrand unterzubringen? Ein Standort neben dem Kinderspielplatz wäre für Familien ideal! Willkommenskultur sollte in allen Stadtteilen gepflegt werden, nicht nur von Initiativen und Vereinen wie dem BUND.

Zum sozialen Engagement des BUND Konstanz für Mitbürger mit ausländischen Wurzeln: Als Verein ehrenamtlich Aktiver im Naturschutz und im sozialen Bereich engagiert sich der BUND in Konstanz seit Jahren für die Integration von Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln und aus anderen Kulturkreisen. In unserer BUND Kindergruppe Spechte zeigen wir Kindern mit und ohne Migrationshintergrund die Natur. "Denn nur, was man kennt, will man auch schützen", wie unser Wahlspruch in der Naturpädagogik lautet. In unserem Urban Gardening Projekt "Nachbarschaftsgarten Mühlenweg", das wir gemeinsam mit dem Verein "Miteinander in Konstanz" betreiben, gärtnern Anwohner des Zergle gemeinsam mit Flüchtlingen. Die Flüchtlingsinitiative "GemeinsamGarten" hat hier drei Beete. Im Paradies setzten wir uns dafür ein, dass "Café Mondial" das Sozialgebäude bis zu seinem geplanten Abriss nutzen kann, und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit! Siehe auch http://www.bund-konstanz.de/wir-ueber-uns/bund-ist-bunt-integration-mit-dem-bund/

 

 

BUND ist bunt!

Flüchtlinge sind in aller Munde, wir beim BUND Konstanz beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema. Wir sorgen mit unseren vielseitigen Projekten für eine gute Zusammenführung von sozialen und ökologischen Aspekten. Es gilt einen Begegnungsraum für beides zu schaffen.
Dies versuchen wir zum Beispiel mit der Naturkindergruppe "BUNDspechte" zu errreichen. Welche sich zum Ziel gesetzt hat, explizit auf Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen zuzugehen, damit sie gemeinsam in der Natur und über die Natur lernen können.
Desweiteren unterstützen wir das CaféMondial, das Projekt FoodSharing und Urban Gardening. Mehr...

 

 



Hände weg von unserem Wald

Saft von Streuobstwiesen und Biowein

Kindergruppen beim BUND Konstanz

Kindergruppe

Natur pur erleben mit den BUND Kindergruppen!

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