HoNarro

Wegen der Fasnacht sind die BUND Geschäftsstelle und das Palmenhaus vom schmotzigen Dunschtig bis einschließlich Rosemontag geschlossen. Am Sonntag kann das Palmenhaus wie gewohnt von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.

Umwelttipps für Geflüchtete

Der BUND Konstanz hat im Rahmen eines Projekts einen Flyer mit Umwelt- und Energiespartipps für Geflüchtete entwickelt. Er umfasst die Themen Mülltrennung, Energiesparen im Haushalt, nachhaltige Mobilität uvm. Der Flyer soll den Geflüchteten helfen sich umweltbewusst zu verhalten und dabei auch noch Geld zu sparen.

Die Flyer für Geflüchtete gibt es zum Runterladen:

Flyer auf Deutsch

Flyer auf Arabisch

Flyer auf Englisch

In einem spannenden Vortrag berichtete Brigitte Geiger und Agnes Frauenfelder über ihr Engagement für die Wiesenweihen in Spanien. Sie arbeitet seit 17 Jahren ehrenamtlich im Mai und Juni in Südwestspanien zum Schutz der Wiesenweihen. Dieser kleine Greifvogel, der im Getreide sein Nest baut, ist insbesondere durch Ernteaktivitäten stark gefährdet. Zusammen mit Freiwilligen sucht und lokalisiert sie die Nester, damit bei der Ernte eine Restfläche rings um das Nest stehengelassen wird. Im letzten Jahr lieferten uns Nestkameras sehr intime Bilder aus dem Familienleben der Vögel. Zudem konnten wir mit GSM-GPS-Loggern neue Erkenntnisse über das Verhalten der Wiesenweihen im Kolonie-Verbund erlangen.

Einladung zum offenen BUND Treff

Am 16.03.2017 um 19:30 Uhr lädt der BUND Konstanz zum offenen BUND Treff in der Seekuhbar ein. Gerne diskutieren wir mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über Naturschutz, Verkehr, Stadtentwicklung, nachhaltiges Leben, Urban Gardening, Umweltbildung, Energiepolitik, Klimaschutz und andere umweltpoltische Themen.

Wir freuen uns auf rege Beteiligung!

Bei Rückfragen: BUND.Konstanz@BUND.net

                          Fon: 07531-15164

 

 

Auftaktveranstaltung Arbeitskreis „Nachhaltige Stadtentwicklung“

Auftaktveranstaltung
Auftaktveranstaltung

"Handlungsprogramm: Besser wohnen in Konstanz"

Schon lange fordern die Umweltverbände ein Umdenken beim Thema Wohnen, denn sowohl Flächenverbrauch als auch Qualität und Bezahlbarkeit von Wohnraum müssen eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Die Stadt Konstanz steht in der Pflicht, langfristig günstigen Wohnraum zu schaffen und zu erhalten. Was Konstanz braucht sind Sozialwohnungen und günstige Mietwohnungen, die langfristig am Markt verfügbar sind und keine hochpreisigen Eigentumswohnungen. Die im Handlungsprogramm Wohnen prognostizierten Sickereffekte können in einer Schwarmstadt wie Konstanz nicht greifen, da sie durch Zuzug von außen zunichte gemacht werden. Die Frage, die sich stellt ist: Ist es vernünftig und nachhaltig, die letzten Flächenreserven der Stadt einem kurzfristigen Bauboom zu opfern, an dessen Ende wiederum Mangel an bezahlbaren Wohnraum aber auf noch kleinerer Fläche steht? Oder brauchen wir nicht ein nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept, das sowohl die Belange aller Konstanzer/-innen mit einbezieht als auch die Belange der Natur? "Besser, nicht mehr!" ist die Devise bei einem derart limitierten Flächenangebot wie in Konstanz.

Am 6.2.2017 wurde auf Initiative des BUND Konstanz und anderer Organisationen (BINSE, NABU, VCD, Mitglieder der FGL, Wohnwerkstatt Konstanz, Das bessere Verkehrskonzept) der Arbeitskreis "Nachhaltige Stadtentwicklung" ins Leben gerufen. Über 100 interessierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Bürgergemeinschaften und Initiativen waren in den Treffpunkt Petershausen gekommen, um über Alternativen zum Bauboom in Konstanz zu diskutieren.

Der Verein "Wohnwerkstatt Konstanz" stellte sein soziales, Flächen sparendes Wohnkonzept vor. Anschließend wurde in Kleingruppen an verschiedenen Brennpunktthemen gearbeitet und Stichworte gesammelt. Siehe Abbildungen unten. Auch Baubürgermeister Langensteiner-Schönborn und Stadtplanerin Marion Klose zeigten sich an den  Ergebnissen der spontan gebildeten Arbeitsgruppen interessiert.

Zusammenfassend kann man feststellen: Viele Bürger fühlen sich vom Handlungsprogramm Wohnen ausgeschlossen. Benötigt wird bezahlbarer, langfristig zur Verfügung stehender Wohnraum, nicht teure Eigentumswohnungen. Dieser kann nur entstehen, wenn die Stadt und die Wobak Flächen in eigener Hand entwickeln und die Stadt entsprechende finanzielle Mittel zur Verfügung stellt. Dies wollen wir politisch einfordern in unserem breiten Bürgerbündnis.

Durch die Beschränkung auf tatsächlich benötigten Wohnraum können wertvolle Flächenreserven und Naturräume geschont werden. Außerdem sollen alternative, nachhaltige und flächensparende Wohnkonzepte vorgestellt und entwickelt werden. Wichtig ist, dass vor allem die Bedürfnisse der Bevölkerung und der Umwelt in den Mittelpunkt gerückt und ernst genommen werden. Auch über Grenzen des Wachstums und Steuerung der Bevölkerungsentwicklung muss geredet werden.

Wie geht es weiter?

Zunächst sollen kleinere Arbeitskreise an Fragen der Klimafestigkeit, Freiflächenkonzepte, Grüne Infrastruktur, Verkehrskonzepte, alternative Wohnformen, soziales Miteinander, Grenzen des Flächenverbrauchs und des Wachstums weiter arbeiten. Die erarbeiteten Ergebnisse  sollen in konkreten Handlungsvorschlägen für die Verwaltung und Anträgen im Gemeinderat münden. Sie werden zunächst den  Teilnehmern der anderen Arbeitsgruppen und der Öffentlichkeit in einer großen Plenumsveranstaltung präsentiert und abgestimmt.

Alle Konstanzer Bürger/-innen sind weiterhin eingeladen, sich aktiv einzubringen.

Rückfragen, mitmachen und anmelden zum Arbeitskreis bei Dr. Antje Boll; BUND Konstanz; 07531-15164; bund.konstanz@bund.net

 

 

Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen

Weitere Anregungen und Themen aus dem Publikum

  • Steuerung der Bevölkerungsentwicklung
  • Erbpacht statt Grundstücksverkauf, Städtisches Eigentum muss erhalten werden
  • Generationengerechtigkeit
  • Inklusion
  • Bürgerbeteiligung
  • Umnutzung statt Abriss
  • Rechts- und Finanzierungsformen im genossenschaftlichen Wohnbau
  • Wohnen und Arbeiten, Stadt der kurzen Wege
  • Wohnfläche Pro Person begrenzen
  • Gewerbeflächen mitdenken

 

 

Keine Pause im Klimawandel

Ein Faktum mehr, das gegen eine klimapolitische Wende durch Trump spricht: Die ominöse Klimawandelpause hat es nie gegeben, das ist nun klar. Der Fehler lag nicht bei Obamas Klimaexperten, sondern im Bauch der Ozeandampfer.  mehr...

 

Abstract der Originalstudie

Changes in the Atlantic Meridional Overturning Circulation (AMOC) are moderate in most climate model projections under increasing greenhouse gas forcing. This intermodel consensus may be an artifact of common model biases that favor a stable AMOC. Observationally based freshwater budget analyses suggest that the AMOC is in an unstable regime susceptible for large changes in response to perturbations. By correcting the model biases, we show that the AMOC collapses 300 years after the atmospheric CO2 concentration is abruptly doubled from the 1990 level. Compared to an uncorrected model, the AMOC collapse brings about large, markedly different climate responses: a prominent cooling over the northern North Atlantic and neighboring areas, sea ice increases over the Greenland-Iceland-Norwegian seas and to the south of Greenland, and a significant southward rain-belt migration over the tropical Atlantic. Our results highlight the need to develop dynamical metrics to constrain models and the importance of reducing model biases in long-term climate projection.

mehr... http://advances.sciencemag.org/content/3/1/e1601666.full

 

 

BUND Fahrradaktion im Advent

 

Konstanz zählt zweifellos zu den attraktivsten Städten am Bodensee. Nicht nur für diejenigen die dort wohnen, sondern auch für viele Gäste. Besonders am Wochenende zieht es zahlreiche Einkäufer hier her, natürlich meist mit dem Auto. Volle Parkhäuser, Stau und lange Wartezeiten gehören für Autofahrer in Konstanz schon lange zum Alltag. Dabei geht es so viel bequemer und einfacher. Umweltschonend und ganz ohne Stress kommt man in Konstanz egal ob mit dem Bus, Zug oder Fahrrad schnell von A nach B.

Um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich lohnt bei seiner Einkaufstour ab und an auf das Auto zu verzichten und alternative Verkehrsmittel zu nutzen unternehmen wir (Die BUND Jugend Konstanz zusammen mit den FÖJlern) in der Adventszeit insgesamt vier Fahrradaktionen. Ausgestattet mit roten Zipfelmützen, Engelskostümen und einem mit Geschenken bepackten TINK Transportrad sind wir jeden Samstag in der Altstadt unterwegs und verteilen Flyer mit nützlichen Tipps zu Fahrrad- und ÖPNV Verkehr oder ein Dankeschön an alle, die an diesem Tag mit Bus oder Bahn nach Konstanz gekommen sind.

 

 

EU-Kommission will EU-Naturschutzrichtlinien beibehalten

„Dass die EU-Kommission, die Natura 2000-Richtlinien unverändert erhalten und verstärkt in die Umsetzung investieren möchte, ist eine gute Botschaft für den Naturschutz. Wir dürfen unsere Naturschätze nicht für kurzfristige Profite opfern. Das sehen auch Tausende Baden-Württemberger so, die sich bei der Online-Kampagne „Nature Alert“ zur Erhaltung der Richtlinien beteiligt haben“, so die BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender.

 

Die EU-Vogelschutz- und die FFH-Richtlinie leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Auf sie geht das größte Schutzgebietssystem weltweit, das Natura-2000-Netzwerk, zurück. Vor zwei Jahren hatte EU-Kommissionspräsident den EU-Umweltkommissar aufgefordert, die Richtlinien zu modernisieren, dies mit Blick auf weniger Restriktionen für Bauvorhaben und andere Eingriffe in Natur und Landschaft. Diese Initiative ist jetzt vom Tisch.

 

 

Bei den 40. Naturschutztage am Bodensee hatten im Januar 2016 rund 700 Teilnehmer*innen und Teilnehmer in einer Resolution und mit einer Aktion die EU-Kommission sowie Politikerinnen und Politiker aus Baden-Württemberg aufgerufen, die beiden europäischen Naturschutzrichtlinien, die Natura 2000 zugrunde liegen, in ihrer derzeitigen Form zu erhalten. Die verabschiedete Resolution „Natura 2000 – Umsetzen statt aufweichen!“ im Wortlaut gibt es hier.

 

·         Link zur Resolution Natura 2000 – Umsetzen statt aufweichen:

 

www.bund-bawue.de/fileadmin/bawue/pdf_datenbank/PDF_zu_Themen_und_Projekte/20160105_Resolution_Natura2000_Naturschutztage_am_Bodensee.pdf

 

Kontakt für Rückfragen:

 

·         Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, E-Mail: brigitte.dahlbender@bund.net; mobil: 0171/9341336

 

·         Christine Fabricius, Naturschutzreferentin beim BUND Baden-Württemberg, E-Mail: christine.fabricius@bund.net, Fon: 0711 620306-14

Unser Plastikaktionstag bringt Einkäufer zum Nachdenken

Unter dem Motto: "Plastik in aller Munde" und "Tasche statt Tüte" haben ca. 200 Menschen auf ihrer samstäglichen Einkaufstour ihre Plastiktüten gegen eine Stofftasche bei uns und unseren Partnern, der Naturschule Konstanz und Monemeer, eingetauscht. Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Nutzung von Mehrweg-Tragetaschen Abfall vermeidet und das Klima schützt.

Aus den gesammelten Plastiktüten entstand im Laufe des Tages ein großer Fisch, welcher als Symbol für die Verschmutzung der Weltmeere und Ozeane steht.
Danke an alle die an unserem Aktionstag gegen Plastikmüll dabei waren.

Keine Bebauung "Im Loh"

In der Gemeinderatssitzung am 18.10.2016 beschloss der Gemeinderat mehrheitlich mit 30 Ja zu 8 Nein Stimmen die Aufstellung eines Bebauungsplans mit dem Ziel, die Grünfläche "Im Loh" zu erhalten. Einstimmig beschloss der Rat eine Veränderungssperre für das Gebiet in Seenähe. Und das ist gut so!

Ein großes Lob geht an die Stadtverwaltung, die in kürzester Zeit eine Vorlage erarbeitet hat, die es erlaubt, die Baugenehmigung für die nach §246 BbauG geplante Unterkunft zu versagen. "Eine geordnete Siedlungsentwicklung muss von den städtischen Organen geplant und von den demokratisch gewählten Gremien und den Trägern öffentlicher Belange kontrolliert und abgewogen werden", meint Karl-Ulrich Schaible vom BUND Konstanz. "Die Entscheidung ist somit ein wichtiges Signal, dem Wildwuchs und den einseitigen Interessen von Einzelpersonen Einhalt zu gebieten."

In Litzelstetten wurde bereits im Handlungsprogramm Wohnen das Baugebiet Marienweg mit über 60 Einheiten beschlossen. Da dies auf einer Streuobstwiese mit Seesicht liegt, tut auch dieser Verlust an Grün besonders weh. Wenn es aber darüber hinaus zu einer ungeordneten weiteren Zersiedlung der Ortsränder gekommen wäre, wäre dies ein unwiederbringlicher Verlust an Natur und an Erholungsraum für alle Litzelstetter gewesen. "Gut, dass hier der Rat einen Riegel vorgeschoben hat und damit auch weiteren Bauvoranfragen nach BBauG §246 vorbeugt", bekräftigt Schaible.

Mobilitätstag ein großer Erfolg

Fahrradflohmarkt am Mobilitätstag Bild: BUND H. Sommer
Fahrradflohmarkt am Mobilitätstag Bild: BUND H. Sommer

hunderte Besucher kamen trotz des schlechten Wetters am letzten Samstag zum BUND Mobilitätstag in den Palmenhauspark. Neben dem Fahrradflohmarkt stellten verschiedene Projektpartner ihre Projekte und Aktionen dem interessierten Publikum vor. Für das leibliche Wohl sorgte Café Mondial mit Kaffee und Kuchen. Die Stadt Konstanz informierte über das "Handlungsprogramm Radverkehr", die Polizei führte unterschiedliche Sicherheitssysteme für Fahrräder vor und verteilte "Blinkis" an die Schulanfänger, Save me war vertreten mit der Fahrradwerkstatt für Flüchtlinge, TINK stellte das neue Lastenradverleihsystem vor, der BUND hatte einen Infostand für Erwachsene und einen Bastel- und Aktivitätentisch für die jüngsten Besucherinnen und Besucher.

Das Kernstück war der große Fahrradflohmarkt, bei dem von den ca. 100 abgegebenen Rädern über 60 verkauft werden konnten. "Der Fahrradflohmarkt schließt eine echte Bedarfslücke in Konstanz", meint Bernd Hintermeier. "Ich bin froh, ein so toll erhaltenes Rad zu einem günstigen Preis erstanden zu haben." Auch Kerstin Sauer als Verkäuferin äußert sich zufrieden. "Schön wenn mein Mountainbike nun jemand anderem Freude bereitet. Hoffentlich wird der Fahrradflohmarkt jetzt häufiger stattfinden", bekräftigt sie.

Alle Projektpartner zeigten sich zufrieden über das lebhafte Interesse und gute Gespräche und wollen nächstes Mal wieder mit dabei sein. "Als Veranstalter freuen wir uns, dass alles gut geklappt hat", zieht Tobias Klein vom BUND Konstanz Bilanz. " Unser Dank gilt vor allem unseren vielen ehrenamtlichen Helfern, die diesen Tag erst möglich gemacht haben. Gerne wollen wir versuchen einen nächsten Termin im Frühjahr zu organisieren. Dabei wollen wir vor allem auch die Stadt Konstanz noch stärker mit ins Boot holen."

Das neue Wildbienenhotel im Palmenhauspark !

Am BUND-Fest wurde unser neues Wildbienenhotel eingeweiht! Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule haben dieses mit ihrem Werklehrer Herr Lemke für den Palmenhauspark gebaut. Dort bietet das "Hotel" ein Wohnraum für über 3000 Wildbienen. Vielen Dank an dieser Stelle!

 

 

Vereinbarkeit von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit - ein Traum?

Streuobstwiese in Egg- geplanter Alternativstandort. Bild: BUND Antje Boll
Streuobstwiese in Egg- geplanter Alternativstandort. Bild: BUND Antje Boll

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld hinterlassen. Der BUND verfolgt das Ziel der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in Konstanz schon seit vielen Jahren. Aber von Seiten der Politik wird immer wieder versucht, die beiden wichtigen Eckpfeiler unseres menschlichen Zusammenlebens gegeneinander auszuspielen, in dem man den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands geht: das Ausweiten der Bebauungsflächen in Konstanz. Der BUND sieht die Not der politisch Verantwortlichen in der Frage der Wohnungsknappheit und Flüchtlingsunterbringung. Diese darf aber nicht dazu führen, dass Umweltgesetze verletzt und Werteprioritäten falsch gesetzt werden.

Bereits im "Handlungsprogramm Wohnen" wurden mit dem Argument Wohnraum für Geringverdiener und Familien verschiedene Grünflächen in Anspruch genommen, z.B. die Streuobstwiese im Marienweg Litzelstetten, der Fohrenbühl, Streuobstwiesen in Egg Ost und Ziegelhütte. Hier wurden die Bedürfnisse (bezahlbarer Wohnraum) dieser Menschen gegen Naturschutzwerte ausgespielt, obwohl es genügend Alternativen für Bauplätze gegeben hätte. Der Stadt stehen noch ca. 100 ha Bauland zur Verfügung. Die Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen schafft Begehrlichkeiten und eine Stimmung in der Stadt, dass letztendlich alle Grünflächen, Naturschutzgebiete und Biotope zur Disposition gestellt werden können, wenn man nur genug Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen schafft (notfalls eben auch finanzieller Art). In diesen Kontext passt auch die Bemerkung des Bürgermeisters, einen neuen Stadtteil gründen zu wollen und dafür den Stadtwald zu roden. Mit der Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen steht die Stadt natürlich vor einer großen Herausforderung. Aber dürfen deshalb alle anderen Werte über Bord geworfen werden? Wo ist die Schmerzgrenze der Bebauung?

In Egg soll nun die Anschlussunterbringung für Flüchtlinge an einem nach § 30 BNatSchG geschützten Feuchtbiotop und auf einer Streuobstwiese gebaut werden. Im FNP und im Rahmenplan Egg wurde die Bachaue extra ausgespart, um das wertvolle Biotop zu erhalten. Nur aufgrund der Nachbarschaftsproteste der Anwohner wurde der ursprüngliche Standort "Egger Wiese", der im Bebauungsplan als Bauland ausgewiesen ist, verworfen. Auch hier geht die Politik den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands und spielt soziale (diesmal Flüchtlinge) gegen ökologische Werte aus, nur weil der ursprüngliche Standort politisch schwerer durchzusetzen ist. Mit den gleichen Argumenten wie in Egg könnten auch die Bewohner im Zergle fordern, dass die bei Ihnen vorgesehene Anschlussunterbringung für Flüchtlinge an den Stadtrand ausgelagert wird. Auch hier gibt es einen Grüngürtel (FFH Gebiet), dessen Inanspruchnahme "grundsätzlich ausgleichbar" wäre. Allerdings müssen hier wie in Egg auch die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Nach dem Naturschutzrecht dürfen Eingriffe nur dann vorgenommen werden, wenn es keine Alternativen gäbe. Dies ist in Egg wie im Zergle nicht gegeben. Denn in beiden Fällen stehen Flächen innerhalb der bestehenden Bebauung zur Verfügung.

Wäre es nicht schöner und sinnvoller, wenn man die Flüchtlinge in der Mitte unserer Gesellschaft (Nachbarschaft) aufnehmen würde, anstatt sie eingepfercht zwischen Umgehungs- und Ortsverbindungsstraße am Ortsrand unterzubringen? Ein Standort neben dem Kinderspielplatz wäre für Familien ideal! Willkommenskultur sollte in allen Stadtteilen gepflegt werden, nicht nur von Initiativen und Vereinen wie dem BUND.

Zum sozialen Engagement des BUND Konstanz für Mitbürger mit ausländischen Wurzeln: Als Verein ehrenamtlich Aktiver im Naturschutz und im sozialen Bereich engagiert sich der BUND in Konstanz seit Jahren für die Integration von Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln und aus anderen Kulturkreisen. In unserer BUND Kindergruppe Spechte zeigen wir Kindern mit und ohne Migrationshintergrund die Natur. "Denn nur, was man kennt, will man auch schützen", wie unser Wahlspruch in der Naturpädagogik lautet. In unserem Urban Gardening Projekt "Nachbarschaftsgarten Mühlenweg", das wir gemeinsam mit dem Verein "Miteinander in Konstanz" betreiben, gärtnern Anwohner des Zergle gemeinsam mit Flüchtlingen. Die Flüchtlingsinitiative "GemeinsamGarten" hat hier drei Beete. Im Paradies setzten wir uns dafür ein, dass "Café Mondial" das Sozialgebäude bis zu seinem geplanten Abriss nutzen kann, und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit! Siehe auch http://www.bund-konstanz.de/wir-ueber-uns/bund-ist-bunt-integration-mit-dem-bund/

 

 

BUND ist bunt!

Flüchtlinge sind in aller Munde, wir beim BUND Konstanz beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema. Wir sorgen mit unseren vielseitigen Projekten für eine gute Zusammenführung von sozialen und ökologischen Aspekten. Es gilt einen Begegnungsraum für beides zu schaffen.
Dies versuchen wir zum Beispiel mit der Naturkindergruppe "BUNDspechte" zu errreichen. Welche sich zum Ziel gesetzt hat, explizit auf Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen zuzugehen, damit sie gemeinsam in der Natur und über die Natur lernen können.
Desweiteren unterstützen wir das CaféMondial, das Projekt FoodSharing und Urban Gardening. Mehr...

 

 



Hände weg von unserem Wald

Saft von Streuobstwiesen und Biowein

Kindergruppen beim BUND Konstanz

Kindergruppe

Natur pur erleben mit den BUND Kindergruppen!

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