BUND Geschäftsstelle mit eingeschränkten Öffnungszeiten

Aus organisatorischen Gründen sind die BUND Geschäftsstelle und das Palmenhaus vom 1.9.2016 bis 9.9.2016 nur vormittags geöffnet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

TTIP Demo am 17.9.2016 in Stuttgart

Auf die Straße: Für einen gerechten Welthandel. Am 17. September protestieren in sieben deutschen Städten Hunderttausende gegen CETA und TTIP. Auch in Stuttgart.

Diesen Herbst fallen wichtige Entscheidungen zu den geplanten  Handelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA). Es gibt jetzt gute Chancen, diese noch zu verhindern. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ruft daher mit Organisationen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen zur Demo am 17. September gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP und für einen gerechten Welthandel auf.

Im Gegensatz zu TTIP ist CETA fertig verhandelt. Es soll in den nächsten Wochen unterzeichnet und schnell in Kraft gesetzt werden. Dabei steht viel auf dem Spiel, wofür die Zivilgesellschaft in Deutschland und Europa lange gekämpft hat: gentechnikfreie Landwirtschaft mit strengen Regeln für Pflanzengifte und hormonfreies Fleisch, das Vorsorgeprinzip im Umwelt- und Verbraucherschutz. Öffentliche Dienstleistungen  wie Wasserversorgung  und Nahverkehr sollen mit den Abkommen liberalisiert werden und nicht mehr primär dem Gemeinwohl, sondern den Profiten von Großunternehmen dienen.

Zudem sollen Großkonzerne durch Sonderklagerechte Schadenersatz einklagen können,  wenn sie durch demokratisch gefasste Entscheidungen von Regierungen ihre Geschäfte in Gefahr sehen. Weder die EU noch Landes- oder Bundesregierung dürfen deshalb den Abkommen zustimmen! Protestieren Sie am 17. September 2016 mit uns. Start ist 12 Uhr am Stuttgarter Hauptbahnhof!

Wie hinkommen?

Das Aktionsbündnis „Konstanz gegen TTIP, CETA und TiSA“ hat einen Bus organisiert ab Konstanz Döbele um 7:45 Uhr. Anmeldung und Tickets unter https://ttip-busse.de/

Der BUND Landesverband Baden-Württemberg organisiert eine gemeinsame Anreise im Bus ab Möggingen. Anmeldung und Informationen beim BUND Baden-Württemberg 07732-15070

Der BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben bietet Plätze im Bus ab Ravensburg an. Anmeldung unter Ulfried Miller, Tel. (07 51) 2 14 51, bund.bodensee-oberschwaben@bund.net.

Weitere Informationen und Mitfahrgelegenheiten finden Sie unter www.bund-bawue.de/demo-hinkommen

Der BUND beim Konstanzer Kinderfest

Bild: Stadtmarketing Konstanz

Eine Zeitreise ins Mittelalter am Konstanzer Bodenseeufer

Spannung, Spiel und Spaß: Das Ende der Sommerferien gehört in Konstanz traditionell den Kindern. Gemeinsam mit der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen feiert Konstanz jedes Jahr am letzten Samstag der Sommerferien das grenzüberschreitende Kinderfest.

Am 10.9.2016 von 11 bis 17 Uhr können Kinder im Stadtgarten spielen, toben und entdecken. Veranstalter ist die Stadtmarketing Konstanz GmbH gemeinsam mit vielen Partnern und Unterstützern.

Von Drachenkämpfen und Rapunzelschminken

Faszination Mittelalter beim Kinderfest: Ritterspiele, Drachenkämpfe, Rapunzelschminken und viele weitere spannende Mitmachaktionen erwarten große wie kleine Teilnehmer. Passend zum diesjährigen Thema des Konstanzer Konzil Jubiläums tauchen die Kinder spielerisch in die aufregende Zeit des Mittelalters ein.

BUND Konstanz beim Stadtkinderfest

 

Am BUND Stand beim Stadtkinderfest können Groß und Klein Äpfel vermosten wie in der Zeit des Mittelalters. Außerdem gibt es ein Apfelquiz und viele Informationen zum Thema Apfel und Streuobstwiesen. Besuchen Sie uns!

 

Weitere Infos zum Stadtkinderfest finden Sie hier...

 

 

Hier finden Sie das Plakat des Festes als PDF-Datei zum Download

Hier finden Sie die Pressemitteilung der Stadt 

 

 

 

 

Waldtage

Plakat Waldtag 2016; Bild: Kreisforstamt Konstanz
Plakat Waldtag 2016; Bild: Kreisforstamt Konstanz

Beim Waldtag am 24./25. September 2016 im Wald bei St. Katharinen zwischen Uni und Mainau in Konstanz dreht sich alles um das Thema „WissensWerteWald“ – mit einem Programm für die ganze Familie, für Kinder und Erwachsene.

Wald aktiv erleben steht im Mittelpunkt des Konstanzer Waldtages, der vom Kreisforstamt organisiert wird. Er bietet die Möglichkeit, die vielfältigen Facetten des Waldes und seiner Bewirtschaftung aktiv kennenzulernen! Die Gesellschaft nutzt das Ökosystem Wald auf vielfältige Weise. Im stadtnahen Gebiet, wie hier in Konstanz, wird der Wald intensiv als Erholungsraum genutzt, sei es zum Spazieren gehen, zum Joggen, Fahrrad fahren oder auch einfach nur zum Verweilen. Die Erholung ist jedoch nur eine seiner Funktionen. Er liefert zudem den nachwachsenden Rohstoff Holz. Er bietet Tieren und Pflanzen einen
Lebensraum. Er sorgt für saubere Luft, ein ausgeglichenes Klima
und schützt den Boden.

Auf einem Parcours mit rund 50 Stationen können Sie sich zu diesen Themen informieren, viele engagierte Personen, Vereine und Initiativen haben
für Sie ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Der Stand des BUND Konstanz befindet sich am Wegesrand des Aufgangs zu St. Katharinen. Für Groß und Klein bieten wir Naturerfahrungsspiele zum Thema Ökosystem Wald an. Besuchen Sie uns!

 Flyer Waldtage zum Runterladen hier...

 

 

Zuschlag für die Überbauung des Vincentiusareals geht an den Zweitplatzierten Entwurf

Stellungnahme des BUND Konstanz

Die Bebauung des Vincentiusareals ist Bestandteil des Handlungsprogramms Wohnen. Die zentrale innerstädtische Fläche ist zwar ideal für eine autofreie Wohn- und Gewerbebebauung mit kurzen Wegen, andererseits sind die Grünflächen und Gehölze ein wichtiger Erholungsraum für die Bevölkerung, verbessern die Luftqualität und wirken der sommerlichen Überhitzung der Innenstadt in Zeiten des Klimawandels entgegen.

Beim Zuschlag für die LBBW Immobilien Development GmbH als Inverstor spielten mehr pekuniäre als städtebauliche Gründe eine Rolle. 7 Millionen Euro mehr als Doser und Partner bot die LBBW mit ihrem Entwurf, der deutlich mehr Fläche versiegelt, für das Grundstück. Beim direkten Vergleich des Siegerentwurfs der Architekten Braun & Müller mit dem Wettbewerbszweiten fällt auf, dass beim Siegerentwurf mehr des vorhandenen Grünbestands erhalten bliebe. Auch die Abstände zu den geschützten Baumgruppen sind größer. Durch die Orientierung entlang der Linie der Schottenstraße entstünden im dortigen Bereich Vorgärten, was zu begrüßen wäre. Insgesamt nimmt der Entwurf, der den Zuschlag erhielt, mehr Fläche in Anspruch und es bleibt weniger des Grünbestands erhalten. (Vgl. Gegenüberstellung der beiden Entwürfe).

Das Vincentiusareal beherbergt eine große Vielfalt an wertvollen alten Gehölzen und Vögeln. Diese Vielfalt sollte unbedingt erhalten bleiben! Viele Vögel wie Rotkehlchen, Blaumeisen, Kohlmeisen, Buchfinken, Haussperlinge, Amseln aber auch seltenere Vogelarten wie Baumläufer, Zaunkönig und Schwanzmeisen (Winter) finden hier eine Heimat. Deshalb ist es unerlässlich, schonend mit dem vorhandenen Gehölzbestand umzugehen. Schutzmaßnahmen für Kronen- und Wurzelbereiche müssen unbedingt an den geschützten Baumbeständen an der Gartenstraße und an der Grenze zum Humboldtgymnasium getroffen werden. (vgl. Abb. Geschützte Bäume). Außerdem sollten die während der Bauphase entfallenden Gehölze auf dem Grundstück nachgepflanzt werden.

Es ist mehr als bedauerlich, dass nicht der städtebaulich verträglichere Entwurf, sondern der wirtschaftlich interessantere Entwurf zum Zuge kommt. Bereits in der Auslobung der Wettbewerbskriterien standen vor allem wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund. Nur 40 % zählten hier die Qualität und das Wettbewerbsergebnis, 10 % das Vermarktungskonzept, 10 % Weiterentwicklungsfähigkeit und 40 % Wirtschaftlichkeit, vor allem das Kaufpreisangebot. Die berechtigten Interessen der Anwohner nach Erholungsraum und der Natur nach Lebensraum spielten - wenn überhaupt - eine untergeordnete Rolle.

Wir würden uns wünschen, dass bereits bei der Auslobung von städtebaulichen Wettbewerben, die städtebauliche Qualität, die Funktion von Grünflächen als Klimaregulator sowie die Interessen der Anwohner nach Erholungsflächen mehr in den Mittelpunkt gerückt würden.

Projekt „Zukunftsstadt Konstanz“ auf den Christianiwiesen

Betrachtet man die Entwicklung der Wohnfläche pro Einwohner der letzten 50 Jahre, stellt man fest, dass sie sich mehr als verdoppelt hat: von ca. 20 m2 auf 45 m2. In Anbetracht der begrenzten Flächen - nicht nur in Konstanz, hier aber ganz besonders - kann es so nicht weitergehen.

"Smart Wachsen: Qualität statt Quadratmeter", ist der richtige Ansatz. Die im Rahmen der zweiten Phase des Wettbewerbes Zukunftsstadt gestellte Frage: "Wie lassen sich eine hohe Wohn- und Lebensqualität und gesteigerte Flächeneffizienz in Einklang bringen?" ist die zentrale städtebauliche Frage im Zeitalter des Klimawandels und Flächenknappheit. Dringend notwendig ist eine Reduzierung des Pro-Kopf-Flächenverbrauchs. Auf diesem Gebiet gibt es bereits viele gute Ideen und zukunftsfähige Konzepte, die von den Konstanzer Naturschutzverbänden NABU und BUND befürwortet werden. Dass eine nachhaltige Quartiersentwicklung nun von einer sogenannten "Forschungsgruppe Zukunftsstadt" wissenschaftlich begleitet und die Konstanzer Bevölkerung intensiv eingebunden werden sollen, findet ebenfalls die Zustimmung der Naturschutzverbände. Die Frage ist nur, ob die Christianiwiese der richtige Standort dafür ist? Erste Priorität sollte sein, Brachen, Konversionsflächen und Baulücken zu bebauen, danach die im Flächennutzungsplan als Bauland vorgesehenen Flächen zu entwickeln.

Das im Rahmen der "Zukunftsstadt Konstanz" nun vorgesehene Gebiet "Christiani-Wiesen" ist gemäß des Flächennutzungsplans von 2010 als landwirtschaftliche Fläche vorgesehen und aus gutem Grund eben nicht als Bauland. Sie ist ein seenahes Grundstück im Grünbereich zwischen Bodensee und Lorettowald und hat somit eine Brückenfunktion zwischen See und Hinterland. NABU und BUND Konstanz fordern deshalb, dass das an sich gute Projekt "Zukunftsstadt" auf einer anderen Fläche umgesetzt wird, die zur Bebauung vorgesehen ist und nicht dem Bodenseeleitbild widerspricht.

BUND Fahrradflohmarkt 15.10.2016

 

am 15.10.2016 findet unser Mobilitätstag mit Fahrradflohmarkt im Palmenhauspark statt. Wie beim BUND Umweltfest im Sommer wird es eine Mischung aus einem (Fahrrad-) Flohmarkt, Infoständen (TINK, Polizei, ADFC, Stadt Konstanz, BUND, etc.) und Getränkeverkauf geben.

Damit der Tag ein Erfolg werden kann, sind wir wieder auf eure tatkräftige Hilfe angewiesen. Wir benötigen Helfer beim Auf- und Abbau, beim Ausschank, aber auch bei der Annahme und Taxierung der Räder (hierbei wäre etwas Sachverstand in Sachen Bewertung von Fahrrädern nötig).

Bitte gebt uns Bescheid, ob ihr uns unterstützen könnt und merkt euch den Tag auf alle Fälle schon mal vor. Gerne auch teilen und weitersagen!

Hier geht es zur Facebook-Seite des Flohmarkt mit allen wichtigen Infos!

 

Wir haben zwei neue Streuobstbäume!

Auf unserer Streuobstwiese auf der Jungerhalde stehen zwei neue Bäume zur Vermietung frei!

Der Apfelbaum "Krügers Dickstiel" und der Pflaumenbaum "The Czar". Es sind, wie alle Bäume auf unseren Wiesen, alte Streuobstsorten um die Biodiversität zu erhalten. Wenn Sie eine Patenschaft übernehmen tragen sie ganz einfach Ihren Teil zum Naturschutz bei, können Zeit in der Natur verbringen und haben die hochwertige Ernte! 

Falls Sie interesse haben schreiben Sie einfach eine Mail an: bund.konstanz@web.de

Qigong unter Bäumen und Pflanzen

Baum
Martin Prüm

 

Qigong ist eine chinesische Übungsmethode, den Körper zu bewegen. Qigong wurzelt in der chinesischen Idee, dass die Lebensenergie „Qi“ durch den Körper zirkuliert. Ziel des Qigong ist, eventuelle Disbalancen dieser Lebensenergie auszugleichen. Die Wurzeln des Qigong liegen im Taoismus begründet in der Pflege des Lebens, die sowohl die Pflege der menschlichen Gesundheit, als auch das Wahren des Lebens anderer Wesen einschließt, aber auch die Erkenntnis, dass der Mensch ein untrennbarer Teil der Natur ist. Im Qigong gibt es die Übung in einen Austausch zu Bäumen und Pflanzen zu treten, Energie von Ihnen aufzunehmen und abzugeben. Dies soll der Schwerpunkt dieser Bund Veranstaltung sein.

Die Veranstaltung ist kostenlos!  

Sie findet bei trockenem Wetter im Palmenhauspark statt. Bei schlechter Witterung fällt die Veranstaltung aus.

Ab dem 15.07 immer Freitags 16.30 Uhr , Juli bis Ende September

Hier geht es zur Homepage

 

 

 

Flüchtlingsunterkünfte in Schutzgebieten

Bild BUND Antje Boll

Gesetzeslage wird ausgenutzt!

Bauvorhaben im Landschaftsschutzgebiet? Kein Problem! Vieles, was noch vor einiger Zeit undenkbar war, ist heute Behördenpraxis. "Es darf nicht sein, dass gezielt dort gebaut wird, wo es bisher aus Gründen des Natur- und Landschaftsschutzes strikt verboten war", meint Karl-Ulrich Schaible vom Vorstand des BUND Konstanz. Eine Änderung des § 246 Baugesetzbuch ermöglicht Ausnahmeregelungen im Baurecht für die Unterbringung von Asylsuchenden, die von den Verwaltungen offenbar dankbar angenommen werden.  

Exemplarisch spielen sich in Konstanz und Umgebung derzeit Fälle ab, die belegen, wie großzügig die rechtlichen Chancen genutzt werden, um auch außerhalb der Flächennutzungspläne aktiv zu werden. So entsteht in Egg eine Anschlussunterbringung in einem Biotop, das nach § 30 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt ist, Zudem wird auf eine Streuobstwiese übergegriffen. In Allensbach soll eine Unterkunft im nach § 26 BNatSchG definierten Landschaftsschutzgebiet entstehen. Und in Litzelstetten wird eine Anschlussunterbringung im Bereich der Grünzäsur nahe des Waldfriedhofes geplant, wo noch im vergangenen Jahr eine Bebauung von der zuständigen Stelle abgelehnt worden war.  

"Kritisch zu sehen ist das mangelnde Bemühen der Gemeinden, alternative Standorte zu suchen. Dass nun in Außengebieten gebaut werden darf, lädt die oftmals überlasteten Mitarbeiter wohl dazu ein, sich nicht die Mühe zu machen, auf die Suche nach Plätzen zu gehen, die außerhalb von Schutzgebieten liegen. Damit werden Flächen verbraucht, die nicht ohne Grund geschützt sind", meint Karl-Ulrich Schaible.  

Eigentlich war die Änderung im Baurecht dazu gedacht, Konversionsflächen (ehemalige Gewerbeflächen) schneller einer Wohnbebauung zuzuführen. In Konstanz wird die Gesetzesänderung genutzt, um die Wohnbebauung in die Schutzgebiete auszuweiten und die im Flächennutzungsplan dafür vorgesehenen Flächen zu schonen. Eine Alternativenprüfung findet zumeist nicht oder nur unzureichend statt. Dies mag mit der Überlastung der Behörden zusammenhängen. Unglücklich ist jedoch, dass die Ämter, die für die Flüchtlingsunterbringung zuständig sind, ebenso im Landratsamt angesiedelt sind wie die Ämter, die Ausnahmegenehmigungen erteilen. Damit bleibt eine Beteiligung der Verbände und eine transparente Prüfung von Bauanliegen dieser Art aus, was gegenüber den zuständigen politischen Gremien und der Bevölkerung eine Einschränkung der demokratischen Teilhabe bedeutet.  

Die baulichen Eingriffe sind irreparabel und nicht nur ein Verlust für die Natur. Gesunde und funktionierende Biotope und Landschaftsbilder werden zersiedelt und durch eine immense Versiegelung und Zerschneidung zerstört. Nicht zuletzt hat das gesamte Vorgehen auch einen sozialen Aspekt: Die Geflüchteten werden auf oftmals in völlig fern vom Ortskern liegende Areale außerhalb des Stadtlebens, abseits von Infrastruktur und persönlichen Kontakten abgeschoben. "Ghettos in Schutzgebieten sind bei einer entsprechenden Gesetzeslage vielleicht einfache, aber keine nachhaltigen Lösungen für eine Herausforderung, die sich mitten in unserer Zivilgesellschaft, statt im Biotop am Rande abspielen sollte", bekräftigt Karl-Ulrich Schaible.  

Das neue Wildbienenhotel im Palmenhauspark !

Am BUND-Fest wurde unser neues Wildbienenhotel eingeweiht! Die Schüler der Geschwister-Scholl-Schule haben dieses mit ihrem Werklehrer Herr Lemke für den Palmenhauspark gebaut. Dort bietet das "Hotel" ein Wohnraum für über 3000 Wildbienen. Vielen Dank an dieser Stelle!

 

 

Umweltfreundlich grillen

Sobald es wärmer wird, ziehen Rauchschwaden durch Wohnsiedlungen. Was von solch einer Grill-Party übrig bleibt, sind oft Müllberge aus Aluschalen, Nahrungsresten, Dosen oder Flaschen. In den Stadtgärten bleibt auch sehr viel Asche zurück. Der BUND hat Tipps, wie das Grillfest umweltverträglicher wird:

·         Müllberge vermeiden


Das Fleisch sollte nicht direkt auf den Rost gelegt werden, damit das Fett nicht in die Glut tropft – denn so können krebserregende Stoffe entstehen. Als umweltfreundliche Alternative zur Alufolie oder –schale bieten sich als Unterlagen dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer an. Geeignet sind auch große Rhabarber- oder Kohlblätter.


Pappteller und Plastikbesteck sind zwar leicht und gut transportierbar, aber sie füllen Säcke von Müll. Wenn schon Kunststoff, dann besser in der wiederverwendbaren Variante als Kunststoffbehälter und -geschirr aus  Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP). Andere Kunststoffe enthalten zum Teil gesundheitsschädliche Stoffe wie Weichmacher oder chemische Harze.

 

·         Achtung! Brandgefahr!

 

Wildes Grillen ist verboten. Aus gutem Grund: Jeden Sommer werden so Brände ausgelöst, die Bäume und Wiesen zerstören und Tiere töten.

·         Die richtige Kohle

 

Grillkohle gibt es auch mit "FSC"-Siegel. Das Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die sich für den Erhalt der Wälder durch nachhaltige Bewirtschaftung einsetzt. Das Siegel kennzeichnet Holzprodukte (neben Kohle auch Gartenmöbel oder Bleistifte), bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Ein weiteres wichtiges Merkmal für gute Kohle ist das DIN-Prüfzeichen. Es garantiert, dass der Brennstoff kein Pech, Erdöl oder Kunststoffe enthält.

·         Anzünder ohne Chemie

 

Der Grill sollte nicht mit chemischen Zündhilfen, Papier oder Kiefernzapfen angezündet werden. Bei der Verbrennung dieser Materialien werden krebserregende Stoffe freigesetzt. Stattdessen sind besser Pressholz mit Öl oder Wachs, Reisig oder Holzspäne zu verwenden. Es gilt die Faustregel: Grillgut erst auf den Rost legen, wenn die Anzündhilfen vollständig verbrannt sind.

·         Mehr Gemüse statt Fleisch

 

Mit Mozzarella gefüllte Peperoni, gegrillte und eingelegte Auberginen oder Champignons mit Kräuterbutter statt bergeweise Schnitzel und Würstchen. Weniger Fleisch und Wurst schützt Umwelt und Klima. Die Erzeugung von einem einzigen Kilogramm Rindfleisch benötigt beispielsweise 15.000 Liter Wasser und es werden dabei fast 30 Kilo Kohlendioxid ausgestoßen. Hinzu kommt, dass Nutztiere zumeist in riesigen Ställen unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten werden. Der BUND empfiehlt deshalb, beim Grillen vegane und vegetarische Lebensmittel auszuprobieren.

Karl-Ulrich Schaible mit BUND Medaille ausgezeichnet

Karl-Ulrich Schaible wurde am 6.April 2016 bei der Mitgliederversammlung für seine besonderen Verdienste für den BUND von Thomas Giesinger als Vertreter des BUND Landesverbands Baden-Württemberg mit der BUND Medaille ausgezeichnet. Seit nunmehr neun Jahren ist er im Vorstand des BUND tätig. Seit 2016 vertritt er auch die Belange des Kreisverbands Konstanz im Vorstand des BUND Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben. Mit Nachdruck setzte er sich für die Umsetzung der Energiewende ein. Bereits zum sechsten Mal organisiert er in diesem Jahr die hochkarätig besetzte Veranstaltungsreihe „Energievisionen“. Karl-Ulrich wurde für seine herausragende Arbeit gedankt.

 

 

 

Mitgliederversammlung beim BUND Vorstand im Amt bestätigt

Bei der Mitgliederversammlung des BUND am 6.4.2016 wurden Christine Emmrich, Wolf-Rainer Hentschel und Karl-Ulrich Schaible als geschäftsführende Vorstände bestätigt. Als Beisitzerinnen fungieren weiterhin Christine Giele, Heidrun Horn und Verena Faustein, die die BUND Jugend im Vorstand repräsentiert. Die Wahl der Vorstände erfolgte einstimmig. Gedankt für Ihre hervorragende Arbeit sei an dieser Stelle nochmals Florian Dolle und Tobias Klein, die nicht wieder kandidierten. Florian veränderte sich beruflich bedingt örtlich, Tobias wird in den kommenden zwei Jahren die Geschäftsstelle hauptamtlich unterstützen. Gedankt wurde auch verschiedenen Aktiven wie Renate Starke, Beate Schmid, Michael Kraus und Daniel Brunk, die sich in besonderer Weise für die Arbeit des Vereins einsetzten. Insgesamt fast 100 Aktive leisteten tolle Arbeit in den verschiedenen BUND Projekten, die an diesem Abend vorgestellt wurden: Umweltbildung, Streuobstwiese, aktiver Natur- und Artenschutz, Urban Gardening, Foodsharing, Energievisionen, Öffentlichkeitsarbeit, Widerstand gegen TTIP und Fracking, Zukunftswerkstadt 2.0, AK Rad, Klimaschutzkonzept uvm. Danke für diese tolle Arbeit!

Für das leibliche Wohl sorgte an diesem Abend die BUND Foodsharing Gruppe. Aus vor dem Müll geretteten Lebensmitteln konnten die Ehrenamtlichen ein tolles Buffet zaubern.

 

Inkrafttreten des Gesetzes über die Nutzung des Untergrundes (UNG) des Kantons Thurgau

Ab April 2016 tritt das Gesetz über die Nutzung des Untergrundes (UNG) des Kantons Thurgau in Kraft. Es erlaubt die weitgehende Nutzung des Untergrunds für die Erkundung von Bodenschätzen sowie Geothermie - auch durch Fracking. Das Gesetz sieht vor, dass die eingesetzten Frac-Fluids vom Regierungsrat genehmigt werden müssen. So soll der Schutz der Gewässer und des Trinkwassers gewährleistet werden.

 

„Das Gesetzeswerk greift jedoch zu kurz“, meint Annamaria Waibel vom BUND Regionalverband Bodensee-Oberschwaben. „Die Hauptgefahr für das Trinkwasser und die Umwelt geht nämlich nicht nur von den eingesetzten Chemikalien aus, sondern besonders von den im Boden befindlichen Kohlenwasserstoffen.“  Der Kanton Thurgau liegt größtenteils im sogenannten Molassebecken, das in vielen Bodenschichten Kohlenwasserstoffe wie Erdgas und Erdöl speichert. Auch Tiefenbohrungen zum Zwecke der Geothermie setzen diese Kohlenwasserstoffe frei, was bereits zu mehreren Unfällen geführt hat. Eine Bohrung bei St. Gallen löste 2013 ein starkes Erdbeben aus. Außerdem traten hier unkontrolliert größere Mengen an Erdgas aus dem Bohrloch. Ein Blow-Out konnte nur knapp verhindert werden. Ein weiterer Kohlenwasserstoffunfall ereignete sich im Februar 2016 in Diessenhofen. Mit Öl und anderen Kohlenwasserstoffen belastete Tiefenabwässer aus einer Geothermieanlage wurden ungeklärt in den Rhein geleitet, was zu einer großen Ölverseuchung führte und die Trinkwassergewinnung der Gemeinden Diessenhofen und Gailingen beeinträchtigte. Völlig unklar ist, wie die langfristige Dichtigkeit der Bohrlöcher gegenüber dem Grundwasser gewährleistet werden soll und wie überwacht werden soll, dass keine Kohlenwasserstoffe über die Bohrpfade ins Trinkwasser gelangen. Der Kanton hat für eventuelle Unfälle vorgesorgt, in dem er die kantonale Haftung im Gesetz ausdrücklich ausschloss. Im Ernstfall bleiben die Gemeinden und Bürger auf Ihrem Schaden sitzen.

„Die Beispiele zeigen ganz deutlich, dass man im Umgang mit allen Arten von Tiefenbohrungen gar nicht vorsichtig genug sein kann“ kommentiert Antje Boll vom BUND Konstanz. „Im Falle des Bodensees und des Rheins als internationale Gewässer sind nicht nur Schweizer Bürger betroffen, sondern auch die Gesundheit der Anwohner auf deutscher Seite. Deshalb ist ein grenzübergreifendes Abstimmungsverfahren unerlässlich.“

Hintergrundwissen: http://www.bund-konstanz.de/themen/fracking-am-bodensee/tiefengeothermie/

Auszüge aus dem UNG:

UNG § 7 Absatz 4: Frackingverfahren gemäss § 2 Absatz 5, welche die Umwelt, insbesondere ober und unterirdische Gewässer gefährden, sind verboten. Der Regierungsrat bestimmt, welche Chemikalien verwendet beziehungsweise nicht verwendet werden dürfen.

§ 16 Haftung

1 Soweit die Nutzung des Untergrundes Dritten übertragen wurde, ist die Haftung des Kantons nach dem Gesetz über die Verantwortlichkeit für Schäden, die bei der Ausübung der Bewilligung oder Konzession verursacht werden, ausgeschlossen.

BUND Plenum 2016: Themen – Projekte – Mitmachen

Aktiventreffen für Mitglieder und andere Interessierte

Der BUND wird in 2016 seine Aktiven- und Interessiertentreffen wieder aufleben lassen. Einmal monatlich stellen die in den BUND Projekten Aktiven ihre Arbeit mit einem Impulsvortrag oder anderen Aktionen vor. Außerdem wollen wir gemeinsam aktuelle umweltpolitische Themen diskutieren.  Am ersten Tag der Veranstaltungsreihe geben wir einen Überblick über unsere vielfältigen BUND Projekte und Themen 2016. Die Arbeitsschwerpunkte der praktischen Mitmachprojekte liegen vor allem im

  • Naturschutz (Betreuung von Naturschutzgebieten, Betreuung und Pflege unserer Streuobstwiesen, Landschaftspflege, Nistkastenkontrolle, Artenschutzprojekt Mehlschwalben)
  • Umweltbildung (Kindergruppen, Jugendbegleitung, Fortbildungen, Netzwerk Engagiert in Konstanz, Naturpädagogischer Jahreskurs, offene Bildungsangebote, Baumschnittkurse)
  • Nachhaltiges Leben (Urban gardening: Nachbarschaftsgarten Mühlenweg, Palmenhausgärtchen und Hochbeet am HTWG Campus; Samenbomben basteln, Rent-a-tree, Foodsharing, Beteiligung an Zukunftswerkstadt und Stadtplan Zukunft, Fahrradflohmarkt und Flohmarkt im Palmenhauspark)
  • Palmenhaus (Sonntagsdienst, Pflege der Pflanzen)

Alle sind herzlich eingeladen, sich an diesem Abend einen Überblick zu verschaffen, bei Interesse aktiv an unseren Projekten teilnehmen und mit den BUND Aktiven aktuelle politische Themen zu diskutieren.

Wann: 02. März 2016 um 19:00Uhr

Wo: BUND Umweltzentrum im Palmenhaus 1. OG , Zum Hussenstein 12, 78462 Konstanz

 » Die Einladung als PDF-Datei zum Download

Baumschnittkurs mit Hochstammexperte Konrad Hauser

Im Rahmen des Streuobstwiesen Projekts bietet der BUND Konstanz, am 5. März um 16 Uhr einen Schnittkurs für Obstbäume an. Treffpunkt ist im Palmenhauspark, Zum Hussenstein 12. Wir freuen uns sehr, Herrn Konrad Hauser aus Beuren wieder für diesen Kurs gewonnen zu haben. Herr Hauser gilt als „lokaler Streuobst-Papst“ und wird uns den Schnitt von jungen und älteren Bäumen zeigen.

Der BUND erhebt einen Kostenbeitrag von 5,- €, Baumpaten kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dauer bis ca. 18:30 Uhr.

Zeit: 5.03.2015
Beginn: 16:00 Uhr
Ort: Palmenhauspark, Zum Hussenstein 12
Kostenbeitrag: 5€

 

 

Glyphosat verbieten, Mensch und Umwelt schützen!

die EU-Kommission macht ernst: Am 7. März - deutlich früher als geplant - sollen die EU-Staaten über die Wiederzulassung des Pestizids Glyphosat für mindestens weitere zehn Jahre abstimmen. Wir haben Informationen über die bisher noch geheime Entscheidungsvorlage der EU-Kommission zugespielt bekommen - und sind entsetzt: Glyphosat soll einen Freispruch erster Klasse erhalten; keine der Gefahren, die Glyphosat bisher attestiert wurden, taucht in der Genehmigungsvorlage auf.

Helfen Sie uns, Mensch und Umwelt vor diesem gefährlichen Pestizid zu schützen! 

Mehr...

 

 

Öko-Tipp zum Valentinstag

Giftfreie Liebesgrüße

BUND rät: Tulpen sind weniger mit Pestiziden belastet als Rosen und als Valentinsgeschenk ebenso geeignet.

Zum Valentinstag haben Blumen wieder Hoch­konjunktur. Besonders beliebt ist es, Rosen zu verschenken. Doch Vorsicht: Die in Deutschland im Winter angebo­tenen Rosen sind oft mit Pestiziden belastet. Der Großteil der Blumen wird in Ostafrika und Südamerika gezüchtet, wo in der Rosenproduktion zahlreiche und zum Teil gefährliche Pflanzengifte gespritzt werden. Auf getesteten Rosen sind oftmals Rückstände der Gifte nachweisbar. Pestizide schädigen aber vor allem die Gesundheit der im Rosenanbau Beschäftigten, die zumeist unter schlechten Bedingungen arbeiten.

Als Valentinsgeschenk eignen sich daher Tulpen besser. Pestizidrückstände wurden hier kaum festgestellt, zudem wachsen diese Blumen in Mitteleuropa. Genauso schön sind auch Kirsch- oder Forsythienzweige, die in der warmen Wohnung vorzeitig zu blühen beginnen. Sie sind hierzulande heimisch und halten sogar länger als jede Schnittblume.

Wer dennoch nicht auf Rosen verzichten will, dem rät der BUND, nur Rosen mit dem Siegel "Fairtrade" zu kaufen. Es garantiert wenigstens eine Blumenzucht nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards. Das bedeutet faire Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot illegaler Kinderarbeit, Gesundheitsschutz und Schutz der Umwelt. Mit dem "Fairtrade"-Siegel ausgezeichnete Blumenfarmen bekommen von den Importeuren zudem einen Aufschlag für soziale Projekte. Rosen mit dem "Fairtrade"-Siegel gibt es inzwischen nicht nur in vielen kleineren Blumengeschäften, sondern auch in manchen Supermärkten zu kaufen.

Stellungnahme Siedlerweg-Mainaustraße

Durch die Bebauung Siedlerweg - Mainaustraße gehen, wie bei jeder Bebauung innerhalb der Stadt, Stadtgrün und Bäume verloren. Die Erhöhung der versiegelten Fläche und ein erhöhtes Verkehrsaufkommen führen zu einer Verschlechterung des Stadtklimas. Das Anbringen von Dachbegrünung und Pflanzung neuer Bäume innerhalb dieses Bauvorhabens ist geboten, um die verlorenen Grünflächen auszugleichen. Jedoch sollte stets versucht werden, so wenige Lebensräume wie möglich zu zerstören. mehr...

BUND-KandidatInnen-Check zur Landtagswahl in Baden-Württemberg

Wie stehen die Direktkandidatinnen und die Direktkandidaten der Parteien zur Nachhaltigkeit, zum Schutz der Artenvielfalt, zur Energiewende und zum Einsatz von gesundheitsschädlichem Glyphosat? Wen können Sie am 13. März für ein ökologisches Baden-Württemberg wählen?

Der BUND in Baden-Württemberg befragt im KandidatInnen-Check alle Direktkandidatinnen und Kanditaten zu Nachhaltigkeit, Artenvielfalt, Energiewende und zu Glyphosat sowie über eine regionale Frage.

Hier können auch Sie den Check machen!

BUND-Argumentation zur Flüchtlingsthematik


Liebe Freundinnen und Freunde im BUND Baden-Württemberg,

 

in den vergangenen Tagen haben mich vermehrt Zuschriften langjähriger BUND Mitglieder erreicht, die ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht haben, dass der BUND sich zu den Themen Flüchtlingsströme, Ursachenbekämpfung und Gerechtigkeit äußert und sich nicht auf die Natur- und Umweltschutzarbeit vor Ort konzentriert. Dies veranlasst mich, Ihnen zu schreiben. Ich möchte Ihnen dazu meine Sichtweise für den BUND Baden-Württemberg darlegen.

 

Der BUND Landesverband Baden-Württemberg begründet in seiner Satzung unter anderem folgenden Satzungszweck: Der Landesverband steht auf dem Boden der freiheitlichen demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland und der Grundrechts-Charta der Europäischen Union (§ 2 Absatz 4 LV BW ). Des Weiteren: Zweck des Landesverbandes ist die Förderung und Durchsetzung des Umwelt- und Naturschutzes im umfassenden Sinne als Schutz auch der Würde und Unversehrtheit des Menschen, der natürlichen Grundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen und der Existenz von Tieren und Pflanzen sowie der Bewahrung all dieser Güter vor einer Beeinträchtigung und Zerstörung (§ 2 Absatz 2). 

 

Der BUND setzt sich also auf Grundlage seiner Satzung schon immer weit über einzelne Anliegen des Umwelt- und Naturschutzes vor Ort hinaus für Gerechtigkeit, Menschlichkeit und gleichberechtigte Lebenschancen für alle Menschen ein. Dies kommt unter anderem in den beiden Studien „Zukunftsfähiges Deutschland“  (Hrsg.:  BUND und Misereor)  und „Zukunftsfähiges Deutschland in einer Globalisierten Welt“ (Hrsg.: BUND und Brot für die Welt) zum Ausdruck. Seit vielen Jahren bezeichnen wir uns auch als „Freunde der Erde“ und sind Mitglied bei „Freunde der Erde Europa“ und „Freunde der Erde International“. Hier engagieren wir uns für die Bekämpfung der Ursachen von Armut, Verelendung und Ungerechtigkeiten im Zugang zu den natürlichen Ressourcen.

 

Die jetzigen Menschenströme nach Europa waren lange vorhersehbar und sind auch Ergebnis unseres Wirtschaftens in der globalisierten Welt (Rüstungsexporte, Klimawandel, Zerstörung regionaler Wirtschaft in Drittweltländer etc.). Vor diesem Hintergrund bin ich der Überzeugung, dass wir in Deutschland eine besondere Verantwortung haben für die Ursachenbekämpfung und in der Aufnahme von Menschen, die vor Krieg, Hunger und Armut flüchten.

 

Für Sorgen und Besorgnisse darüber, wie Deutschland aber auch Europa insgesamt mit dem Zustrom von Menschen umgeht, habe ich Verständnis. Eine unaufgeregte und sachliche Debatte tut Not und ist richtig.

 

Zurzeit dominiert jedoch eine hysterische, sehr unqualifizierte und rechtspopulistische Stimmungsmache von AfD, Pegida und bedauerlicher Weise auch von der CSU. Die AfD ruft mittlerweile offen zum „Kampf gegen Links“ auf und bedient sich in zunehmenden Maße der Diktion der Nationalsozialisten am Ende der Weimarer Republik. Das Flüchtlingsthema wird von dieser Gruppierung zur Stimmungsmache missbraucht, Lösungen auf der Basis unseres Grundgesetzes und der EU-Charta bietet sie nicht an. Die CSU missbraucht das Flüchtlingsthema ebenfalls für eigennützige politische Zwecke und versetzt, wie Heiner Geißler richtig bemerkte, „ein ganzes Land in Panik“. Dies halte ich für unverantwortlich.

 

Zweifelsohne müssen dringend Lösungen gesucht werden. Diese müssen jedoch auf Basis unserer Verpflichtung aus dem Grundgesetz heraus erfolgen und können nur von Europa gemeinsam erreicht werden. Zudem müssen die Ursachen angegangen werden. Der BUND setzt sich dafür ein, dass die Ursachen der Flüchtlingsbewegung am Ort des Entstehens gelöst werden müssen. Der Bürgerkrieg in Syrien muss beendet werden, die Finanzmittel für die Flüchtlingslager müssen massiv aufgestockt werden (Deutschland hatte zuletzt die Mittel um mehr als 60% gekürzt und damit dazu beigetragen, dass die Lebensbedingungen in den Lagern unerträglich wurden). Zudem müssen wir Armut und Hunger vor allem in Afrika überwinden. Ich erinnere daran, dass wir mit unserer Wirtschaftsweise wie Billigimporte von tiefgefrorenem Hühnerfleisch nach Nordafrika und dem EU-subventionierten Anbau von Sonnenblumenfeldern in riesigen Monokulturen für die Biodieselproduktion die Existenz der Kleinbauern massenhaft zerstört haben.

 

Noch einmal möchte ich darauf hinweisen, dass die Positionierung des BUND auf seiner Satzung fußt. Wir setzen uns auch weiterhin intensiv für den Natur- und Umweltschutz auf allen Ebenen ein. Wir treten jedoch auch für eine nachhaltige und gerechte Wirtschaftsentwicklung mit dem Ziel des Schutzes der natürlichen Ressourcen und dem gleichberechtigten Zugangs aller Menschen zu diesen Ressourcen ein. Humanität und die Einhaltung unseres Grundgesetzes  sind für uns unabdingbare Voraussetzungen unseres Handelns.

 

Der BUND steht für eine sachliche Debatte in dieser nicht einfachen Situation und stellt niemanden in irgendeine Ecke, nur weil er seine Besorgnis zum Ausdruck bringt. Doch wir verschließen die Augen nicht davor, dass es erhebliche Kräfte gibt, die die jetzige Zuwanderung nach Deutschland für ihre politischen Zwecke missbrauchen.  In diesem Punkt müssen wir alle wachsam sein – und der BUND wird dazu nicht schweigen.

 

Ihre

 

Dr. Brigitte Dahlbender   

Vorsitzende

BUND-Landesverband Baden-Württemberg


Rückschau: 40. Naturschutztage am Bodensee

Die 40. Naturschutztag verzeichneten in diesem Jahr einen Besucherrekord. 1.300 Menschen kamen zur deutschlandweit größten Fortbildungsveranstaltung im Naturschutz. Themen waren die Landtagswahl 2016, TTIP, Naturschutzprojekte in Deutschland und Europa oder Gentechnik in der Landwirtschaft. Wer die Naturschutztage verpasst hat, kann sich die Vorträge als Video anschauen.

 

 

 

 

 

Petition - Unser Wald ist in Gefahr

Bild: BUND

Bitte zahlreich die Petition unterschreiben:

www.petitionen24.com/hande_weg_von_unserem_wald

Die Stadt Konstanz hat 2014 beschlossen, 110 ha (=1,1 Millionen m²) Grünflächen in den nächsten 15 Jahren für den Wohnungsbau zu beanspruchen. Ich spreche mich dagegen aus, dass darüber hinaus noch weitere Wald- und Naturflächen (wie z.B. Schwaketenwald, Lorettowald, Streuobstwiesen) für den Siedlungsbau in Anspruch genommen werden.

Zur Stellungnahme "Handlungsprogramm Wohnen"

Wer mag kann auch eigene Unterschriften sammeln. Einfach Unterschriftenliste ausdrucken, Unterschriften sammeln und bei der BUND Geschäftsstelle abgeben. Die Unterschriftenlisten als blanco zum Ausdrucken finden Sie hier!

Initiatoren: BI für den Erhalt des Schwaketenwaldes (Daniela Göpfrich, Robert Küssel), BUND Konstanz (Karl-Ulrich Schaible), NABU Konstanz (Eberhard Klein)

Bürgerentscheid über Wachstumspolitik der Stadt

Der Bürgermeister schlägt vor, die Bürger selbst über ihre Wünsche zur Stadtentwicklung zu befragen. Diesen Vorschlag begrüßt der BUND ausdrücklich!

"Ich finde es richtig, die Bürger über die Stellschrauben im Handlungsprogramm Wohnen entscheiden zu lassen", kommentiert Antje Boll, Geschäftsführerin des BUND Umweltzentrums, den Vorschlag Burchardts. "Fragen Sie die Bürger, ob sie sich 25%, 50 %, 75% oder sogar 100% Anteil an Wohnungen für Geringverdiener wünschen. Fragen Sie die Leute, ob sie es für richtig halten, dass die Stadt an Bauträger teuer verkauft, während bauwillige Konstanzer Familien im Regen stehen gelassen werden."

Momentan sieht das Handlungsprogramm lediglich eine Quote von 25% für geförderten Wohnbau vor und dies auch nur für 10 Jahre. Nach Ablauf der Mietpreisbindung gehen die Probleme von vorne los. "Das ist kein nachhaltiges Wohnbaukonzept für die Bürger dieser Stadt, sondern führt dazu, dass immer mehr Zuzug von außen bedient wird. Diese Art von Wachstumspolitik schadet Mensch und Natur", meint Antje Boll.

Zum Schwaketenwald zum jetzigen Zeitpunkt eine Abstimmung machen zu lassen, ist fahrlässig und rausgeschmissenes Steuergeld. Zuerst sollte die Verwaltung die rechtlichen Möglichkeiten prüfen, ob der Wald überhaupt gerodet werden darf. Außerdem sollte man feststellen, ob der eiszeitliche Drumlin aus Geschiebemergel mit Steigungen von 20 bis 35 % überhaupt einen bebauungsfähigen Untergrund darstellt. In jedem Fall kann man von so hohen Erschließungskosten ausgehen, dass eine Bebauung für Geringverdiener auch hier nahezu ausgeschlossen ist.

Die Politik spielt mit falschen Karten: gesagt wird, es soll für Familien, Rentner und Studenten gebaut werden - tatsächlich gebaut werden aber hochpreisige Eigentumswohnungen über Bauträger. "Würde sich die Stadt auf jene Bauten beschränken, für Bürger gegenüber denen eine besondere Fürsorgepflicht besteht, gäbe es kein Flächenproblem. Auch die Naturschutzverbände könnten diesen sozialen Geschosswohnungsbau mit neuen Wohnraumkonzepten gut mittragen", so Boll.

Kein Wohnungsbau im Schwaketenwald!

Gegenüberstellung der Argumente und Fakten:

Die Konstanzer Umweltverbände BUND und NABU sprechen sich gemeinsam mit großen Teilen der Konstanzer Bevölkerung gegen eine Inanspruchnahme weiterer Naturflächen für Wohnungs- und Gewerbebau aus. Viele der Argumente, die für eine Bebauung des Schwaketenwalds angeführt werden, erweisen sich bei genauer Betrachtung als hinfällig:

 

Angeführte Argumente für die Bebauung des Schwaketenwalds

Tatsächlich aber…

Alternativlos. Es wird behauptet, der Wald sei die einzige zur Verfügung stehende Fläche im Besitz der Stadt.

Richtig ist: Mindestens drei Flächen im Handlungsprogramm Wohnen befinden sich ebenfalls im Besitz der Stadt: Christianiwiesen, Marienweg und Egger Ortswiese. Letztere muss sogar im zeitlichen Zusammenhang mit dem Flüchtlingsheim auf der Streuobstwiese bebaut werden, da sonst die Genehmigung für letzteres hinfällig wird. Diese drei Flächen befinden sich innerhalb oder angrenzend an die bestehende Bebauung und stehen tatsächlich unmittelbar zur Verfügung. Eine soziale Durchmischung in den Stadtteilen ist in allen drei Flächen in hervorragender Weise gegeben.

Kurzfristig. Es wird behauptet, der Schwaketenwald stehe kurzfristig zur Bebauung zur Verfügung, da hier kein Landkauf durch die Stadt erfolgen muss.

Richtig ist: Vor der Umwandlung eines Waldes zu Bauland hat der Gesetzgeber ein umfangreiches Raumordnungsverfahren (Belang des Regionalen Grünzugs), ein Bauleitplanverfahren (Änderung des Flächennutzungsplans + Aufstellung eines Bebauungsplans) und in diesem Zuge ein anspruchsvolles Waldumwandlungsverfahren vorgesehen.  Denn im Zuge der Bauleitplanung ist § 10 LWaldG von besonderer Bedeutung: Danach ist eine Zustimmung der höheren Forstbehörde zwingend erforderlich. Vom Vorhabenträger ist eine Bedarfsbegründung, eine Alternativenprüfung und eine forstrechtliche Eingriffs- Ausgleichsbilanzierung vorzulegen. Darüber hinaus ist bei der im Raum stehenden erheblichen Größe der Waldinanspruchnahme von über 20 ha eine forstliche Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Dabei sind weitere Umweltbelange wie Artenschutz, Naturschutz, Klimaschutz, Emissionsschutz zu berücksichtigen. Im Sinne eines funktionalen Ausgleichs sind Ausgleichsmaßnahmen (flächengleiche Aufforstungen im Nahbereich des Eingriffs) umzusetzen. 25 ha Aufforstungsflächen stehen in unmittelbarer Nähe jedoch nicht zur Verfügung (sonst könnten an Stelle des Waldes auch diese bebaut werden).

Erst nachdem es gelungen ist die Waldumwandlungserklärung der Höheren Forstbehörde zu erlangen ist die Aufstellung eines Bebauungsplan denkbar, was weitere Zeit in Anspruch nehmen wird.

Insgesamt ist ein Planungsvorlauf von mindestens 5-10 Jahren realistisch, falls Anwohner oder Verbände den Klageweg beschreiten noch länger.

Wertlos. Es wird behauptet, beim Schwaketenwald handele es sich um einen relativ wertlosen Wald aus Fichtenstangen.

Richtig ist: Besonders der Südhang besteht aus einem wertvollen, naturbelassenen Wald mit hohem Totholzanteil und großer Artenvielfalt. Es handelt sich um einen Mischwald der einen hohen Anteil alter, wertvoller Eichen und Buchen-Naturverjüngung aufweist. Im Gebiet wurden mehrere geschützte Arten nachgewiesen:  u.a. Ringelnatter, Blindschleiche, Eremit, Hirschkäfer, Rotmilan, Schwarzspecht. Eine Bestätigung des Eremitenfundes durch die Untere Naturschutzbehörde liegt dem BUND vor.

Der Wald ist von der Forstwirtschaft als Erholungswald der höchsten Kategorie, als Klimaschutzwald und Immissionsschutzwald eingestuft (siehe Karte unten Quelle Forst BW).

Günstiges Bauen für Geringverdiener. Es wird behauptet, im Gebiet könnte Wohnraum für Geringverdiener entstehen.

Richtig ist: Der Schwaketenwald ist als Bauland schlecht geeignet. Beim Schwaketenwald handelt es sich um einen eiszeitlichen Drumlin aus Geschiebemergel. Er hat an der Südflanke eine Steigung von durchschnittlich 35 %, an der Nordflanke von mehr als 20%. Bei einer Bebauung müsste man durch Erdanker und andere sehr teure Hangsicherungsmaßnahmen sicherstellen, dass es nicht zu Erdrutschen kommt. Außerdem könnten keine Tiefgaragen gebaut werden. Zusätzlich ist mit drückendem Hangwasser zu rechnen, was wiederum die Bausumme extrem verteuert. Aufgrund dieser Gegebenheiten ist ein kostengünstiges Bauen für Geschosswohnungsbau und Geringverdiener wenn überhaupt nur in sehr begrenzten Teilbereichen z.B. oben auf der Kuppe möglich.

Auch Verkehrserschließung und Kanalbau etc. wird sich wegen des schwierigen Untergrunds als teurer erweisen. Daher kann man davon ausgehen, dass sich das Gebiet in erster Linie für hochpreisige Einfamilienhäuser eignen wird.

Der flachere Bereich im Norden angrenzend an die Schwaketenstraße ist ebenfalls zur Bebauung nur wenig geeignet, da er extrem feucht ist. Auch hier müsste mit drückendem Wasser gerechnet werden. Außerdem verläuft eine Hochspannungstrasse am Gebiet.

 

Gut erschlossen. Es wird behauptet, das Gebiet sei verkehrstechnisch gut erreichbar.

Richtig ist: Die Anbindung an das bestehende Netz ist problematisch: Die Erschließung durch die angrenzenden Wohngebiete ist nicht zielführend. Eine Anschließung über die Schwaketenstraße führt zu mehr Verkehr in Wollmatingen, was man unlängst durch den Umbau der Ortsdurchfahrt verhindern wollte. Die Verkehrsberuhigung in Wollmatingen ist aber einklagbare Bedingung der Planfeststellung der Westtangente.

Größe. Es wird behauptet, auf 25 ha entstünden 1000 Wohneinheiten für Geringverdiener.

Richtig ist: Auf Grund der Topografie ist  davon auszugehen, dass statt der geplanten 1000 WE für Geringverdiener höchstens 300 WE realisiert werden können, mehr als ein Drittel davon im hochpreisigen Einfamilienhausbereich.

Infrastruktur: Es wird behauptet, es müsse keine zusätzliche soziale Infrastruktur gebaut werden.

Richtig ist: Die bestehenden Einrichtungen in der Umgebung haben schon jetzt Kapazitätsprobleme. Im Gebiet müssen weitere infrastrukturelle Maßnahmen erfolgen wie Kitas, Schule, Einkaufsmöglichkeiten uvm.

 

Im Handlungsprogramm Wohnen wurden entgegen dem Votum der Umweltverbände mit einem Schnellschuss 110 ha für Wohnbauzwecke „aus dem Hut gezaubert“. Diese haben sich bereits heute, keine zwei Jahre später als weitgehend untauglich für die Zielsetzung erwiesen: das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum. Dieser Aufgabe kommt die Stadt nur unzureicchend nach. Durch das Bauträgergeschäft und hochpreisigem Verkauf von Bauland durch die Stadt an Investoren wurde vor allem hochpreisiger Wohnraum geschaffen – die Wartelisten der Wobak aber wurden länger statt kürzer. Die im Handlungsprogramm Wohnen prognostizierten Sickereffekte traten nicht ein.

Es wäre ein gravierender Fehler einfach so weiter zu machen und jetzt im Eiltempo 25 ha Schwaketenwald zu opfern, nur um hinterher wieder feststellen zu müssen: Der Wald ist vernichtet aber günstiger Wohnraum bleibt in Konstanz Mangelware. Deshalb muss ein nachhaltiges Wohnraumkonzept entwickelt, der Schwaketenwald erhalten und der Flächenfraß gestoppt werden. Für konsequenten, sozialverträglichen Geschosswohnungsbau müssten keine weiteren Naturflächen geopfert werden.

Höhenprofil Schwaktenwald

Funktionswald Pfeiferhölzle/Schwaketenwald

auch wenn das Waldstück keinen naturschutzrechtlichen Schutzstatus genießt, so erfüllt er doch wichtige Funktionen als Klimaschutzwald, Immissionsschutzwald und Erholungswald wie der Kartenausschnitt beweist.

Pressemitteilung: Großer Erfolg der Petition "Hände weg von unserem Wald"

 Vor genau einer Woche, am Do 3.12.15 starteten der BUND Konstanz, der NABU Konstanz und die BI zum Erhalt des Schwaketenwaldes die Petition "Hände weg von unserem Wald". In dieser sehr kurzen Zeit haben bereits über 1200  Bürgerinnen und Bürger online und 147 auf Papier unterschrieben: insgesamt 1347 Unterschriften in nur einer Woche!!

 

Die Unterzeichnenden sprechen sich dagegen aus, dass über das Handlungsprogramm Wohnen hinaus noch weitere Wald- und Naturflächen (wie z.B. Schwaketenwald, Lorettowald oder Streuobstwiesen) für den Siedlungsbau in Anspruch genommen werden. Die Petition kann weiter unter folgendem Link unterzeichnet werden. http://www.petitionen24.com/hande_weg_von_unserem_wald

Artikel zu dieser Pressemitteilung im seemoz (11.12.2015)

Demonstration "Hände weg von unserem Wald"

 

Unser Ortstermin heute Nachmittag auf dem Parkplatz der Geschwister Scholl Schule hat sich großer Beliebtheit erfreut! 200-300 Personen sind gekommen, um gegen weiteren Verbrauch von Natur- uns Waldflächen zum Siedlungsbau zu demonstrieren. Unsere "Zukunfststadt" Konstanz soll auch weiterhin von und mit ihren Naturschönheiten des Bodanrücks leben! Veretreter vom BUND Konstanz, vom NABU Wollmatinger Ried, von der Stadt und des Mieterbundes waren anwesend um Ihre Positionen darzutsellen.

Für unsere Petition "Hände weg von unserem Wald" haben schon beinahe 1400 Personen unterschrieben, um die sich gegen die Rodung auszusprechen. Hier können auch Sie unterschreiben!

 

Freie Wähler stellen sich gegen Natur, Wald und Bevölkerung

In einer Pressemitteilung unterstützen die Freien Wähler die Abholzung des Schwaketenwalds und das Betonieren der letzten Naturflächen in den Ortsteilen.

Die Freien Wähler schreiben: Wir begrüßen ausdrücklich die Stärkung der Außenentwicklung durch Ausweisen neuer Baugebiete in den Ortsteilen und Vororten. Dazu gehören alle bebaubaren städtischen Flächen, auch der Schwaketenwald. ... Auch wenn neue Wohnquartiere Flächenverbrauch und sogar Kahlschlag bedeuten, sind sie eine riesige Chance für unsere Stadt und ihre Bewohner.

Damit stellen Sie sich gegen die Mehrheitsmeinung der Konstanzer Bevölkerung. In einer Südkurierumfrage vom 12.11.2015 verneinen 72% der 957 Teilnehmer, dass Stadtwald für Wohnbebauung geopfert werden soll (Stand 10.12.2015 18 Uhr)

FGL unterstützt die Forderungen des BUND

Ein Zeichen für den Wald

setzten ca. 200 Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Teilnahme an der Demonstration am Schwaketenwald. Die Pläne von Oberbürgermeister Burchardt und der SPD stoßen zunehmend auf Widerstand bei den Naturschutzverbänden, in der Politik und bei der Bürgerschaft. Auch wir fordern, zuerst alle möglichen Standorte für eine Wohnbebauung nach dem "Handlungsprogramm Wohnen" zu nutzen, anstatt mit dem Schwaketenwald ein Stück Naherholungs- und Rückzugsgebiet unwiederbringlich zu zerstören. Gisela Kusche, Roland Wallisch, Normen Küttner, Peter Müller-Neff, Karin Göttlich und Dietmar Messmer vertraten die FGL bei der Demonstartion. mehr...

Linke Liste unterstützt BUND Forderungen zum Handlungsprogramm Wohnen

Abholzungspläne sind falsche Antwort auf Wohnungsnot

 9. Dezember 2015

Die von Oberbür­ger­meister Uli Burchardt ins Spiel gebrachte Rodung eines Teils des Schwa­ke­tenwalds, um Flächen für neuen Wohnraum zu schaffen, ist die falsche Antwort auf die in Konstanz herrschende Wohnungsnot. Der Vorschlag soll vor allem davon ablenken, dass die Politik in der Wohnungs­bau­politik völlig versagt hat. Denn der Hauptgrund für die Misere sind nicht fehlende Flächen, sondern wie die zur Verfügung stehenden bebaut werden.

In der Stadt fehlen vor allem deshalb bezahlbare Wohnungen, weil die Stadt­ver­waltung im Verein mit den bürger­lichen Mehrheits­frak­tionen im Gemeinderat jahrzehn­telang eine völlig verfehlte Stadt­ent­wick­lungs­politik betrieben hat. Der Bürgerblock hat in einer wachsenden Stadt das Feld des Wohnungsbaus, eigentlich genuine Aufgabe der kommunalen Daseins­vorsorge, weitgehend privaten Anlegern überlassen. Gebaut wird bis heute vor allem das, was Profit verspricht. Das hat nicht nur dazu geführt, dass zu wenig Wohnraum entstand, sondern vor allem solcher, den sich immer weniger Menschen leisten können. Dieses seit langem bestehende Kernproblem der herrschenden Städte­bau­politik ist durch den Zuzug von Geflüchteten lediglich deutlicher zu Tage getreten.

Auch das Handlungs­programm Wohnen, mit dem die Politik nach Jahren der Untätigkeit endlich reagiert hat, wird dieses Grund­problem nicht lösen. Denn das Programm setzt weiter auf den Markt, obwohl dessen ungezü­geltes Wirken uns die jetzigen Zustände erst beschert hat. Deutlich wird das vor allem auch an der beschlossenen Segmen­tierung: Um das Bauge­schäft auch weiterhin für Privat­in­vestoren schmackhaft zu machen, sollen lediglich ein Sechstel der geplanten Neubauten im unteren Mietpreis­segment gebaut werden, obwohl unbestritten ist, dass Wohnungen vor allem in diesem Bereich fehlen.

Tatsache ist: Wer die Wohnungsnot wirksam bekämpfen will, muss nicht in erster Linie zusätzliche Flächen freiholzen, sondern Geld in die Hand nehmen, mit dem öffentlich geför­derter, dauerhaft mietpreis­ge­bundener Wohnraum geschaffen wird. Wir brauchen dringend massive Inves­ti­tionen in den sozialen Wohnungsbau. Dazu muss das Gesamtpaket des Handlungs­pro­gramms Wohnen aufge­schnürt und grund­legend anders gewichtet werden.

Die Linke Liste fordert angesichts des aktuellen Bedarfs, dass 50 Prozent der projek­tierten Neubauten im unteren Mietpreis­segment entstehen. Dabei muss der städtische Sozial­woh­nungsbau Vorrang haben. Mit der WOBAK verfügen wir auch über ein geeignetes Instrument, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Private Investoren dürfen nur zum Zug kommen, wenn sie eine dauerhafte Mietpreis­bindung garan­tieren. Um den Flächen­ver­brauch zu reduzieren und die Zahl der Wohnein­heiten zu erhöhen, müssen dabei vor allem mehrge­schossige Gebäude entstehen. Darüber hinaus sollten alle Möglich­keiten ausge­schöpft werden, nicht­städ­tische Frei- und Brach­flächen für Wohnzwecke zu erschließen und insbe­sondere mit aller Entschie­denheit gegen Leerstand vorzugehen. mehr...

Anke Schwede, Holger Reile, Linke Liste Konstanz

BUND und Mieterbund fordern gemeinsam flächensparenden Wohnbau

Nach dem spektakulären medialen Schlagabtausch haben wir uns mit den Vertretern des Mieterbunds, Winfried Kropp und Herbert Weber, zusammengesetzt und einige gemeinsame Ziele formuliert, den ausufernden Flächenverbrauch in Konstanz zu begrenzen. In angenehmer, persönlicher Gesprächsatmosphäre konnten Vorurteile ausgeräumt und sachlich, konstruktiv diskutiert werden. Nur über das Vorgehen im Schwaketenwald wurde bisher keine Einigung erzielt.

 

8. Dezember 2015 | Von |

Mieterbund und BUND diskutierten Umwelt- und Wohnungspolitik
Der Umweltverband BUND Konstanz und der Mieterbund Bodensee fordern in Konstanz Vorrang für einen sozialen Wohnungsbau, der sich an Menschen mit niedrigeren und mittleren Einkommen richtet. Darauf verständigten sich Vorstandsmitglieder beider Verbände. Keine Einigung erzielten die Organisationen bei der Beurteilung eines möglichen Neubaugebiets östlich der Geschwister-Scholl-Schule im Schwaketental.

Flächensparend bauen

BUND-Geschäftsführerin Antje Boll betonte: „Flächenverbrauch ist das Maß, wie umweltverträglich eine Stadt ist.“ Daher fordere der Umweltverband eine dichte Bauweise und lehnt freistehende Einfamilienhäuser als Siedlungsform für Konstanz generell ab. Damit fand sie die Zustimmung von Herbert Weber, dem Vorsitzenden des Deutschen Mieterbunds Bodensee. „In Konstanz gibt es nur dann bezahlbaren Wohnraum, wenn wir den verfügbaren Grund und Boden effektiv nutzen.“ Beide Verbände wollen gemeinsam darauf dringen, dass bei neuen Baugebieten Geschosswohnungsbau mit flächen- und energiesparender Bauweise Vorrang haben soll.

Gerade bei verdichteter Bauweise müsse auf ausreichende Spiel- und Erholungsflächen für die jüngere und ältere Bewohner geachtet werden. Aus dem Sanierungsgebiet Petershausener Bahnhof müsse gelernt werden. Während die städtische Wohnungsbaugesellschaft WOBAK bei ihrem energetisch vorbildlichen Bauvorhaben gezeigt habe, wie sich eine dichte und kostengünstige Bauweise mit hoher Lebensqualität für die Bewohner umsetzen lasse, sehe die Gestaltung des öffentlichen Raums zu wenig Grün vor. Andere Bauherren hätten zudem jeden verfügbaren Quadratmeter zugebaut. Die Sicherung von ökologischem Stadtgrün wie Blühstreifen und der Schutz einheimischer Bäume sei daher kein Luxus, sondern diene einer lebenswerten Stadt. Dies gelte auch für innerstädtische Biotopflächen, die gesichert und neu geschaffen werden sollen.

Eigenbedarfskündigung bedeutet Abschiebung aus Konstanz

„Für viele Konstanzer bedeutet eine Eigenbedarfskündigung, dass sie faktisch aus der Stadt gewiesen werden,“ machte Mieterbund-Vorstandsmitglied Winfried Kropp auf die sozialen Folgen des angespannten Wohnungsmarkts aufmerksam. Die zügige Umsetzung des Handlungsprogramms Wohnens der Stadt sei daher die zentrale soziale Aufgabe der Stadt Konstanz. Bebaubare Grundstücke sollten vorrangig solchen Bauherren zur Verfügung gestellt werden, die die Gewähr dafür bieten, dass sie Wohnungen im unteren und mittleren Preissegment errichten. Die Stadt müsse daher ihr Ziel, in jedem Neubaugebiet mindestens 30 Prozent sozialen Wohnungsbau umzusetzen, mit Nachdruck verfolgen, fordern BUND und Mieterbund übereinstimmend.

Sozial gestaffelte Zweitwohnungssteuer

Der Umweltverband trage die Forderung des Mieterbunds nach einer sozial gestaffelten Zweitwohnungssteuer in Konstanz mit, so BUND-Vorstandsmitglied Karl-Ulrich Schaible. Wer sich eine große Zweitwohnung leisten könne, sei auch in der Lage eine höhere Zweitwohnungssteuer aufzubringen.
Keine Einigung erzielten BUND und Mieterbund Bodensee, ob das Nutzwaldgebiet im Schwaktental für den Wohnungsbau geeignet wäre. Antje Boll erklärte, dass der BUND eine Bebauung des Waldgebiets unter allen Umständen ablehne. Der Wald sei wichtig für die Erholung und zum Schutz von Tier- und Pflanzenarten. Der BUND fordere die Stadt auf, die Steuerungsschrauben im Handlungsprogramm Wohnen anders zu stellen, hin zu mehr innovativen Geschosswohnungsbau und höherem Anteil an Wohnungen mit Mietpreisbindung. Auf diese Weise seien die vorhandenen überplanten Flächen ausreichend.

Ohne Wohnungsbau werden Mieter verdrängt

Herbert Weber verwies darauf, dass das Handlungsprogramm Wohnen der Stadt stocke, weil die Grundstücke in möglichen Baugebieten praktisch nicht zur Verfügung stünden. Die 110 Hektar zusätzliche Siedlungsfläche gebe es nur auf dem Papier, so Weber „Wer unseren Wohnungsmarkt wirksam entlasten will, muss schnell ein größeres Baugebiet entwickeln. Dies ist die Stadt Konstanz ihren Bürgern schuldig“, sagte der Mieterbundvorsitzende und Stadtrat. Konstanz verfehle ansonsten schon bald das zu niedrig bemessene Neubauziel von etwa 400 Wohnungen pro Jahr. Die Folgen seien weiter steigende Preise und zunehmende Mieterverdrängung. mehr...

Stadtwald als Bauland - die letzten Schranken fallen

Konstanz braucht sozialen Wohnungsbau - nicht erst in Zeiten der Flüchtlingskrise. Schon in den letzten Jahren fehlten 2000 bezahlbare Wohnungen für Geringverdiener, Familien, Rentner und Studenten und nun auch für die Anschlussunterbringung der Flüchtlinge. Dass dies in Konstanz eine extrem schwierige Aufgabe ist, ist nicht neu. Das Flächenangebot laut Flächen-nutzungsplan ist begrenzt. Die letzten Baugebiete werden bereits für das Handlungsprogramm Wohnen überplant. Den zusätzlichen Bedarf für die Anschlussunterbringung will man jetzt decken, indem man Streuobstwiesen, geschützte Biotope und den Stadtwald in Anspruch nimmt. Konservative Werte wie Erhalt und Schutz der Natur, Klimaschutz, Immissionsschutz und Naherholung für die Stadtbevölkerung werden mit einem Federstrich vom Tisch gewischt. Was früher lieb und teuer war, ist jetzt nichts mehr wert. Die Kettensägen und Bagger rücken an.

Aber ist das Ausweiten und Ausweichen der Bautätigkeit in Natur- und Naherholungsgebiete wirklich alternativlos? Müssen alle anderen Werte hinten an gestellt werden? Wir sagen nein! Ausufernder Flächenverbrauch ist nicht den Umständen, sondern der Fehlplanung der Stadt geschuldet!

Bereits mit dem Handlungsprogramm Wohnen verfolgt die Stadt einen völlig falschen, städtepolitischen Ansatz: Alle verbleibenden Bebauungsflächen sollen überplant und darüber hinaus weitere Grünflächen in Anspruch genommen werden. Dieser enorme Flächenbedarf hätte durch einfache Steuerungsinstrumente minimiert werden können:

 · Erhöhung der Geschossflächenzahl

 · Ausschließlich mehrgeschossiges Bauen

 · Anteil der Wohneinheiten mit Mietpreisbindung massiv erhöhen

 · Verlängerung der Mietpreisbindung für private Investoren auf größer 30 Jahre

 · Investitionsanreize für private Bauherren schaffen

 · Sozialer Wohnungsbau durch die Wobak

 · Langfristiger Erhalt der städtischen Wohnungen mit Mietpreisbindung

Warum werden diese Instrumente nicht genutzt?

5000 Wohneinheiten entsprechen bei Geschosswohnungsbau nur ca. 20 ha, während 5000 Wohneinheiten bei Einfamilienhaus Bebauung ca. 125 ha verschlingen. Der maßvolle Umgang mit der Ressource Fläche gebietet daher, auf den Neubau von Einfamilienhäusern in Konstanz gänzlich zu verzichten. Flächensparende, mehrgeschossige Bauweise spart gleichermaßen Kosten und Energie, sodass auch von energetischen Baustandards nicht abgewichen werden muss.

Statt einer sozialen Vielfalt innerhalb der bestehenden Bebauung setzt die Stadt auf Diversifizierung des Wohnangebots in Neubaugebieten vom Einfamilienhaus bis zum mehrgeschossigen, sozialen Wohnungsbau. Damit will man eine soziale Durchmischung in den Neubausiedlungen garantieren. Tatsächlich ist aber die soziale Durchmischung in Konstanz nicht - wie vielleicht in anderen Städten - von der Bauweise abhängig, sondern vom Preis des Wohnraums. Dieser ist in Konstanz derart hoch, dass sich Ghettos überhaupt nicht bilden können. Auch viele Normalverdiener und Durchschnittsfamilien sind in Konstanz Wohngeld berechtigt.

Neue Konzepte im Geschosswohnungsbau, wie sie der BUND seit langem fordert, sind gefragt (vgl. www.bund-konstanz.de/themen/stadtentwicklung/stellungnahmen-2014/handlungsprogramm-wohnen/). So könnte der zusätzliche Bedarf für Flüchtlinge und andere einkommensschwache Einwohner problemlos in das bestehende Handlungsprogramm Wohnen integriert werden. Es müssten keine weiteren Flächen und Wälder in Anspruch genommen werden. Mit der Ausweisung von Streuobstwiesen und Waldstücken als Bauland geht die Politik wieder einmal den vermeintlich bequemsten Weg zu Lasten von Bäumen, Natur, Erholungsflächen und damit auch der Menschen. Diese Kurzsichtigkeit führt gerade in Zeiten des Klimawandels zu sinkender Lebensqualität für alle Konstanzer. Natur ist keine Verfügungsmasse!

Unsere Reise nach Berlin

 

Der BUND macht sich stark gegen das mit den USA geplante Freihandelsabkommen TTIP. Wir wollen Umwelt- und Verbraucherschutz statt Gentechnik, Hormonfleisch, Chlorhühnchen und Fracking. Als zur Demonstration gegen TTIP in Berlin aufgerufen wurde, war es für Karl-Ulrich Schaible und Wolf-Rainer Hentschel klar, wir machen mit. Zusammen mit dem Konstanzer Aktionsbündnis gegen TTIP, das auch vom BUND getragen wird, machten wir uns also am 09.10.2015 auf den Weg und mischten uns am Folgetag auf der Kundgebung am Berliner Hauptbahnhof unter die Menge. Beileibe keine kleine radikale Minderheit, denn es waren um die 250 000, die in vielfältiger Form ihre Widerstandsbereitschaft gegen den Angriff von TTIP, CETA, TISA & Co. auf Umwelt-, Sozial-, Lebensmittel- und Verbraucherstandards, phantasievoll und variantenreich meist gut gelaunt entschieden zum Ausdruck brachten. So wurden die Geheimverhandlungen mit dem Goethe-Zitat "Mit dem Wissen wächst der Zweifel" aufs Korn genommen. Oder der Frontalangriff auf demokratische Grundregeln mit Parolen wie: "Kein intelligentes Volk verkauft seine Demokratie", "Den Lobbyisten keine Macht mehr". Oder der Hinweis, wer die Verlierer sein werden: "It's a push down agreement. It's to push down the higher standards on either side of the atlantic". Oder ganz locker: "Frackt euch doch selber". Das Areal Hauptbahnhof / Spreebogen war Sammelpunkt und Ort für Begrüßungsreden, pfiffige Aktionen und Platz für Begegnung. Ein gigantischer Lindwurm zog dann gut geleitet ohne Zwischenfälle und große Stockungen in Sichtweite des Reichstags vorbei zur Abschlusskundgebung am Großen Stern im Bezirk Tiergarten. Hier kam es auch zur fulminanten Rede von Hubert Weiger.
Schlichte Gemüter von politischer Obrigkeit und Polizei haben sich wie üblich in Verlautbarungen darin geübt, die Anzahl der Versammelten klein zu reden. Dennoch zeigt sich die Bedeutung der Aktion in der Vielfalt der beteiligten Organisationen: verschiedene DGB-Gewerkschaften, KAB, Aktionsbündnis gegen TTIP div. Orte (Köln, Konstanz...), BUND, NABU, DKP, Lichtblick, DIDF, NachDenkSeiten, Global Trade Watch, attac und weitere, die der Berichter nicht vor die Kamera bekam.

 

 

BUND zeichnet Bodensee-Schiffsbetriebe mit Umweltplaketten aus

Konstanz. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) zeichnet die Weiße Flotte der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) mit Umweltplaketten aus: Drei der zwölf Ausflugsschiffe sind mit Rußpartikelfiltern besonders umweltfreundlich auf dem Bodensee unterwegs. "Binnenschiffe mit Filter sind nach wie vor leider die Ausnahme. Schön, dass wir hier und heute gleich deren drei unsere Umweltplakette überreichen dürfen. Die BSB zeigen damit, dass nicht immer erst auf Vorschriften und Gesetze gewartet werden muss. Anpacken und Umsetzen ist die Devise", äußert Ralf Stolz, Hauptgeschäftsführer des BUND Baden-Württemberg, seine Freude über das gezeigte Engagement. Der BUND setzt sich seit vielen Jahren für die Reduzierung von Feinstaub und Dieselruß ein und legt dabei sein Augenmerk auch verstärkt auf Verursacher außerhalb der Straßenverkehrs. mehr...

Unser neuer Apfelsaft ist da!

Der Saft aus Äpfeln von diesem Jahr ist endlich da! Durch den Kauf unterstützen Sie unsere Arbeit zum Erhalt der Streuobstwiesen in unserer Region.

Unsere aktuellen Preise sind:

1 Flasche Saft 1,75 € (inkl. Pfand)
1 Kasten Saft (6 Falschen) 12 € (inkl. Pfand)

Der Verkauf findet hier im Umweltzentrum statt. Kommen Sie einfach während den Öffnungszeiten vorbei!

FoodSharing in Konstanz

FoodSharing ist eine ehrenamtliche Gruppe, die sich dafür einsetzt Lebensmittelverschwendung zu reduzieren und Aufklärungsarbeit leisten. Sie wollen verhindern, dass Lebensmittel weggeschmissen werden, indem sie diese bei Produzenten und Händlern einsammeln und weiterverteilen. Mittlerweile bekommt FoodSharing so viele Lebensmittel, dass mehrere FAIRteiler eingerichtet wurden, zu denen die Lebensmittel gebracht werden und sich dann andere etwas nehmen dürfen.

Die Standorte in Konstanz sind:

· Treffpunkt Petershausen: Mittwochs 14-16 Uhr (Georg-Elser Platz 1)

· Uni: Hinter der Telefonzelle gegenüber vom Campus-Café

· Bei uns beim BUND Palmenhaus (Paradies)

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FoodSharing hat einen neuen FAIR-Teiler!

Das heißt ein Regal in das jeder und jede Lebensmittel reinstellen und rausnehmen kann. Und zwar hier bei uns vor dem Eingang zum Palmenhaus,  Zum Husstenstein 12. Das Regal wird von den Lebensmittelrettern jeden Tag bestückt außer Mittwochs.

Hier gibt es mehr Informationen zu FoodSharing.

Obstbaumpaten Erntefest

Wir hatten am Donnerstag, den 15.10 ein schönes Erntefest mit leckeren Kuchen und Gelees. Danke für all die köstlichen Mitbringsel und das schöne Fest!

 

 

 

 

Mitmach-Tage

Aktion 1

Die Mitmach-Tage finden auch dieses Jahr wieder statt. Der BUND beteiligt sich mit dem Bau von Nisthilfen aus Schilf und Dosen für Insekten. Kommen kann jeder, der Lust hat sich zu engagieren. Auch Kinder sind willkommen!
Los geht's am 12.Oktober 2015 ab 17 Uhr bei uns in der Geschäftsstelle (Zum Hussenstein 12).

Aktion 2

Bereits um 14Uhr findet Aktion 2 am 16.Oktober 2015 statt.
Diesesmal werden die Nistkästen auf dem Friedhof gereinigt.
Treffpunkt ist an der Bushaltetstelle Friedhof.

 

 

Weiterbildung - Naturpädagogik & Naturwissen vermitteln 2016

Die Naturschule Region Bodensee bildet seit 10 Jahren in Kooperation mit dem BUND Konstanz Naturpädagogen aus. Wenn Sie gerne mit Kindern arbeiten, den BUND bei den Naturkindergruppen unterstützen möchten oder gar eine eigene Kindergruppe zu Natur- und Umwelthemen starten möchten, dann bekommen Sie mit dieser 7 Wochenenden umfassenden Weiterbildung das richtige Rüstzeug dafür. Auch als ErzieherIn, die diese Themen mit in ihre Einrichtung nehmen oder bringen möchte, sind Sie hier richtig.

  • 7 Wochenendseminare jeweils Sa. / So. verteilt über die Dauer von sieben Monaten
  • eine Kooperation mit dem BUND Konstanz und der VHS Konstanz-Singen
  • Hier finden Sie den Flyer zur Weiterbildung


Am Freitag den 27.11.2015 findet ab 19:30Uhr ein Info-Abend in der VHS Konstanz (Katzgasse 7) statt. Hier wird Ihnen Konzeption, Aufbau und das Jahresprogramm der Weiterbildung ausführlich vorgestellt.

Weitere Informationen und auch zur Anmeldung gelangen Sie auf der Webseite der Naturschule und der VHS Konstanz-Singen.

 

Vereinbarkeit von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit - ein Traum?

Streuobstwiese in Egg- geplanter Alternativstandort. Bild: BUND Antje Boll
Streuobstwiese in Egg- geplanter Alternativstandort. Bild: BUND Antje Boll

Nachhaltige Entwicklung heißt, Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen. Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Umfeld hinterlassen. Der BUND verfolgt das Ziel der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit in Konstanz schon seit vielen Jahren. Aber von Seiten der Politik wird immer wieder versucht, die beiden wichtigen Eckpfeiler unseres menschlichen Zusammenlebens gegeneinander auszuspielen, in dem man den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands geht: das Ausweiten der Bebauungsflächen in Konstanz. Der BUND sieht die Not der politisch Verantwortlichen in der Frage der Wohnungsknappheit und Flüchtlingsunterbringung. Diese darf aber nicht dazu führen, dass Umweltgesetze verletzt und Werteprioritäten falsch gesetzt werden.

Bereits im "Handlungsprogramm Wohnen" wurden mit dem Argument Wohnraum für Geringverdiener und Familien verschiedene Grünflächen in Anspruch genommen, z.B. die Streuobstwiese im Marienweg Litzelstetten, der Fohrenbühl, Streuobstwiesen in Egg Ost und Ziegelhütte. Hier wurden die Bedürfnisse (bezahlbarer Wohnraum) dieser Menschen gegen Naturschutzwerte ausgespielt, obwohl es genügend Alternativen für Bauplätze gegeben hätte. Der Stadt stehen noch ca. 100 ha Bauland zur Verfügung. Die Vorgehensweise der politisch Verantwortlichen schafft Begehrlichkeiten und eine Stimmung in der Stadt, dass letztendlich alle Grünflächen, Naturschutzgebiete und Biotope zur Disposition gestellt werden können, wenn man nur genug Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen schafft (notfalls eben auch finanzieller Art). In diesen Kontext passt auch die Bemerkung des Bürgermeisters, einen neuen Stadtteil gründen zu wollen und dafür den Stadtwald zu roden. Mit der Aufnahme einer großen Zahl von Flüchtlingen steht die Stadt natürlich vor einer großen Herausforderung. Aber dürfen deshalb alle anderen Werte über Bord geworfen werden? Wo ist die Schmerzgrenze der Bebauung?

In Egg soll nun die Anschlussunterbringung für Flüchtlinge an einem nach § 30 BNatSchG geschützten Feuchtbiotop und auf einer Streuobstwiese gebaut werden. Im FNP und im Rahmenplan Egg wurde die Bachaue extra ausgespart, um das wertvolle Biotop zu erhalten. Nur aufgrund der Nachbarschaftsproteste der Anwohner wurde der ursprüngliche Standort "Egger Wiese", der im Bebauungsplan als Bauland ausgewiesen ist, verworfen. Auch hier geht die Politik den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands und spielt soziale (diesmal Flüchtlinge) gegen ökologische Werte aus, nur weil der ursprüngliche Standort politisch schwerer durchzusetzen ist. Mit den gleichen Argumenten wie in Egg könnten auch die Bewohner im Zergle fordern, dass die bei Ihnen vorgesehene Anschlussunterbringung für Flüchtlinge an den Stadtrand ausgelagert wird. Auch hier gibt es einen Grüngürtel (FFH Gebiet), dessen Inanspruchnahme "grundsätzlich ausgleichbar" wäre. Allerdings müssen hier wie in Egg auch die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Nach dem Naturschutzrecht dürfen Eingriffe nur dann vorgenommen werden, wenn es keine Alternativen gäbe. Dies ist in Egg wie im Zergle nicht gegeben. Denn in beiden Fällen stehen Flächen innerhalb der bestehenden Bebauung zur Verfügung.

Wäre es nicht schöner und sinnvoller, wenn man die Flüchtlinge in der Mitte unserer Gesellschaft (Nachbarschaft) aufnehmen würde, anstatt sie eingepfercht zwischen Umgehungs- und Ortsverbindungsstraße am Ortsrand unterzubringen? Ein Standort neben dem Kinderspielplatz wäre für Familien ideal! Willkommenskultur sollte in allen Stadtteilen gepflegt werden, nicht nur von Initiativen und Vereinen wie dem BUND.

Zum sozialen Engagement des BUND Konstanz für Mitbürger mit ausländischen Wurzeln: Als Verein ehrenamtlich Aktiver im Naturschutz und im sozialen Bereich engagiert sich der BUND in Konstanz seit Jahren für die Integration von Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln und aus anderen Kulturkreisen. In unserer BUND Kindergruppe Spechte zeigen wir Kindern mit und ohne Migrationshintergrund die Natur. "Denn nur, was man kennt, will man auch schützen", wie unser Wahlspruch in der Naturpädagogik lautet. In unserem Urban Gardening Projekt "Nachbarschaftsgarten Mühlenweg", das wir gemeinsam mit dem Verein "Miteinander in Konstanz" betreiben, gärtnern Anwohner des Zergle gemeinsam mit Flüchtlingen. Die Flüchtlingsinitiative "GemeinsamGarten" hat hier drei Beete. Im Paradies setzten wir uns dafür ein, dass "Café Mondial" das Sozialgebäude bis zu seinem geplanten Abriss nutzen kann, und freuen uns auf eine intensive Zusammenarbeit! Siehe auch http://www.bund-konstanz.de/wir-ueber-uns/bund-ist-bunt-integration-mit-dem-bund/

 

 

BUND ist bunt!

Flüchtlinge sind in aller Munde, wir beim BUND Konstanz beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema. Wir sorgen mit unseren vielseitigen Projekten für eine gute Zusammenführung von sozialen und ökologischen Aspekten. Es gilt einen Begegnungsraum für beides zu schaffen.
Dies versuchen wir zum Beispiel mit der Naturkindergruppe "BUNDspechte" zu errreichen. Welche sich zum Ziel gesetzt hat, explizit auf Kinder aus unterschiedlichen Kulturkreisen zuzugehen, damit sie gemeinsam in der Natur und über die Natur lernen können.
Desweiteren unterstützen wir das CaféMondial, das Projekt FoodSharing und Urban Gardening. Mehr...

 

 

Umweltproblem Plastik: Daten und Fakten, Modellexperiment und das Beispiel eines plastikfreien Lebens

Plastik im Alltag Bilder: BUND Antje Boll
Plastik im Alltag Bilder: BUND Antje Boll

Zusammen mit der Naturschule Konstanz (Plattform für nachhaltiges Lernen ) und dem plastikfreien Versand Monomeer gestaltete der BUND als Gastgeber am 29.9.2015 einen Workshop zum Umweltproblem Plastik und wie man Plastik im täglichen Leben vermeiden kann.

Plastik verschmutzt die Gewässer

Der BUND verfolgt landesweit die Entwicklung und Ausbreitung von Plastikpartikeln. Der Gebrauch und die sich anschließende Entsorgung von Plastik haben ihre Tücken. Statt bspw. in den Öfen der Müllverbrennungsanlage  oder in einem Recyclinghof zu landen, geht der Weg vielfach zu Wasser oder zu Land bzw. Luft. Insbesondere in südlichen Ländern, in denen es auch an öffentlicher Entsorgung mangelt, erreicht sehr viel Plastikmüll die Flüsse, und später die Meere. Diese schwimmenden Müllinseln bspw. verteilen als Abrieb kleine Plastikpartikel im Mikrometerbereich in den Weltmeeren. An den Ufern von Seen und Meeren tragen UV-Strahlen und die Wellenbewegung dazu bei, dass das Plastik zerkleinert wird. Während man den Verbleib von Plastikpartikeln als Müllproblem auch bereits in mitteleuropäischen Seen auf der Spur ist, ist der Zusatz von Plastik-Kügelchen weiterhin möglich, ohne über den Verbleib dieser primären Plastikpartikel genaues zu wissen. Aufgrund der geringen Größe kann dieses Mikroplastik evtl. ungehindert Kläranlagen passieren und gelangt auf diese Weise ebenfalls in die Seen und Meere, sowie auch in die dortige Nahrungskette.

Problem Mikroplastik

Zur Veranschaulichung der Problematik machte Sabine Schmidt-Halewicz  Mikroplastik aus Kosmetika sichtbar. Plastik findet sich hier sowohl in fester Form (meist als Peelingwirkstoff) oder als Flüssigkunststoff. Plastik ist in sehr vielen Produkten als Zusatz enthalten und versteckt sich hinter Bezeichnungen wie PE oder Polyethylenglykol. Ein Einkausführer des BUND gibt Auskunft, in welchen Produkten Plastikzusätze enthalten sind.

Was kann ich tun?

Bei vielen Gegenständen des täglichen Bedarfs gibt es bspw. auch schon bzw. noch eine plastikfreie Variante. Auf dieses Fachgebiet hat sich der Konstanzer Versandshop monomeer.de verlegt. Inhaberin Dr. Susan Rößner brachte einige Beispiel-Gegenstände mit.

Einfach ist die Vermeidung von Plastiktüten, indem man eine eigene Stofftasche oder Einkaufskorb mitnimmt. Genauso einfach ist der Einkauf von Wasser, Saft, anderen Getränken, Milch, Joghurt und Sahne in Glasflaschen. Auch bei der Kleidung ist auf Plastikfreiheit zu achten. Die praktische Sportfunktionsbekleidung verliert mit jeder Wäsche zahlreiche Plastikmikropartikel, die über die Kläranlage in die Flüsse und Seen gelangen. Alternativen zu den Faserpelzen sind gewalkte Wollstoffe.

Andere Strategien sind unter folgenden Schlagworten zusammengefasst:

Re- use

Re -fuse

Re -duce

Re -cycle

Re- pair

Re -think!!!!!!!!

Mehr zum Thema Mikroplastik...

 

 

Torhausprojekt

Bebauungsplan Herose verabschiedet 2004 Quelle: Stadt Konstanz
Bebauungsplan Herose verabschiedet 2004 Quelle: Stadt Konstanz

Der Gemeinderat hat am 23.7.2015 der Planung des Hotels am „Torhaus“ erneut wider besseres Wissens zugestimmt, wegen der Planungssicherheit und daraus resultierender möglicher Regressforderungen des Investors. Die Entscheidung für eine Bebauung dürfte damit wohl endgültig gefallen sein.  Wie Herr Hartwich sehr richtig während der Sitzung konstatierte: Man muss besser aufpassen, wenn die Bebauungs- und Flächennutzungspläne verabschiedet werden.

„Man muss generell früher einhaken und besser nachdenken, wie und wo die Stadt sich entwickeln soll“, meint Antje Boll vom BUND Konstanz. „Sind die Bebauungspläne erst einmal verabschiedet, ist es meist zu spät!“ Leider regen sich die Anwohner oft erst, wenn konkrete Planungen anstehen. Aber auch die Bürgerbeteiligung  im Vorfeld bringt am Ende nicht immer den von den Einwohnern gewünschten Effekt - siehe Beteiligungsworkshops Döbele oder Allmannsdorf.

 

Insgesamt ist ein weiterer Hotelbau an dieser Stelle in Konstanz überflüssig, da rechtsrheinisch bereits drei neue Hotels gebaut werden. Wer will Urlaub auf einer Verkehrsinsel machen? Petershausen ist leider durch das Handlungsprogramm Wohnen bereits weitgehend zubetoniert worden. Freiflächenkonzept Fehlanzeige. Das Handlungsprogramm Wohnen mit dieser massiven Flächenversiegelung von 110 ha muss generell in Frage gestellt werden. Ob die zugrunde gelegten und prognostizierten Sickereffekte für kleine und mittlere Einkommen jemals eintreten werden, darf bezweifelt werden.

„Die Frage nach den Grenzen des Wachstums und der Nachverdichtung muss laut gestellt werden“, fordert Boll.

Mehr zur Bauleitplanung Herosé Stadt am Seerhein hier...

Mehr zum Wettbewerb Herosé Stadt am Seerhein  hier...

Nachbarschaftsgraten im Mühlenweg

Seit über zwei Jahren engagiert sich der BUND Konstanz gemeinsam mit dem Verein Miteinander in Konstanz e.V. für einen weiteren Gemeinschaftsgarten im Berchengebiet.

Anfang 2015 hat die Stadt grünes Licht gegeben und ein 400 m2 großes Grundstück in unmittelbarer Nähe zum Wohngebiet zur Verfügung gestellt. Jeder, der Spaß am Gärtnern hat und mitmachen möchte, kann hier nun ein Beet begrünen und bepflanzen.
Inzwischen füllt sich der Garten im Mühlenweg mit Leben. 10 interessierte Gärtner haben sich bereits gefunden. Die Beete werden biologisch bewirtschaftet und einige Gärtner und Gärtnerinnen wollen nach dem nachhaltigen Prinzip der Permakultur alte und regionale Sorten auf ihren Beeten anbauen.
Neben den Einzelbeeten wird es einen größeren Gemeinschaftsgarten geben. Hier wird miteinander gegärtnert. Der Gemeinschaftsbereich soll zum Treffen
und Verweilen einladen. Die Initiative „GemeinsamGarten“, die in das Urban-Gardening-Projekt eingeschlossen wurde, bindet Geflüchtete ein, die im
Gemeinschaftsgarten mit anpacken, Kontakte knüpfen und von anderen Gärtnern lernen können.
Die Technischen Betriebe Konstanz statten die Beete mit Humus aus und stellen Hackschnitzel für den Bau von Wegen zwischen den Beeten bereit. Die Stadt will auch einen Wasseranschluss und einen Zaun zur Verfügung
stellen.
Dank der Unterstützung durch die Stadt, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern und das Engagement der Stadtgärtner nimmt der Nachbarschaftsgarten Mühlenweg im Berchengebiet Gestalt an und Konstanz wird wieder ein Stück grüner.

Stadtwerke Konstanz stellen den Wasseranschluss her

Wasseranschluss Nachbarschaftsgarten Bilder C. Agoratos
Wasseranschluss Nachbarschaftsgarten Bilder C. Agoratos

Die Stadtwerke Konstanz haben dankenswerter Weise den Wasseranschluss für unseren Nachbarschaftsgarten Mühlenweg hergestellt. Nun können die Aktiven zusammen mit den Flüchtlingen endlich ihre Beete wässern. Wir wünschen ihnen eine gute Ernte.

Nachbarschaftsgarten im Mühlenweg

Na das sieht doch schon super aus!
Der Nachbarschaftsgarten im Mühlenweg gedeiht sehr gut und alle Beete sind besetzt.
Weiter so!

Alle Bilder: Antje Boll BUND



Das Beet von Gemeinsam Garten

Urban Gardening auf dem HTWG-Campus

Campusgarten bei der HTWG Bild: A. Wischer

Nach über 2 1/2 Jahren Planung und Vorbereitung kann endlich das erste Urban Gardening Projekt des BUND verwirklicht werden! Es war gar nicht so einfach geeignete Flächen für unser Projekt zu finden. Projektpartner sind die HTWG unter Federführung von Ruth Steinke, der Nachhaltigkeitsbeauftragten der Hochschule, und der Verein Miteinander in Konstanz. (Über unseren entstehenden Nachbarschaftsgarten im Mühlenweg wird demnächst an dieser Stelle berichtet werden.) mehr...

 

 

Gärtnern beim BUND Konstanz!

Seit 2013 läuft das Projekt Rent a tree- Baumpaten gesucht. Wer Lust hat, kann sich beim BUND einen Streuobstbaum mieten und für ein Jahr Gärtner sein: den Baum schneiden, pflegen und natürlich die Früchte ernten.

Im Palmenhausgarten rund um das BUND Umweltzentrum haben die BUND Kindergruppen einen Wildbienenstand aufgebaut, in dem verschiedene Bienenarten nisten. Daneben wachsen ein Schmetterlingsduftbeet mit vielen Wildblumenarten und verschiedene Kräuter in der Kräuterspirale.

Sie haben Lust mitzugärtnern? Dann melden Sie sich bei uns und werden Sie Wildblumensäer und Kräutergärtner! Unsere Kontaktdaten finden Sie hier.

Eine weitere spannende Idee zum Stadt begrünen im Guerilla-Gärtner-Stil gibt es hier.

Mehr zum Urban Gardeningprojekt beim BUND...

 

Umweltfreundlich Grillen

Die Grillsaison ist in vollem Gange. Das tolle Sommerwetter lockt zum Picknicken in Parks und Stadtgärten, und leckere und gesellige Grillfeste sorgen für jede Menge Freiluftspaß. Übrig bleiben meist viel Asche und Verpackungsmüll. Damit größere Verschmutzungen vermieden und umweltverträglicher gegrillt wird, sollten ein paar Dinge beachtet werden. Müllberge lassen sich vermeiden, aber auch die richtige Kohle, ein Anzünder ohne Chemie oder veganes Grillen können einiges bewirken. mehr...

Veganes Grillen

Vegane Produkte sind inzwischen weit verbreitet. Auch zum Grillen gibt es jede Menge vegane Steaks und Bratwürstchen. Außerdem lassen sich mit Gemüse viele eigene Kreationen herstellen. In jedem Fall kann man im Zeitalter der Massentierhaltung mit veganem Grillen das Klima schützen. mehr...

 

 

Ausstellung Klimawirbel – Klimawandel am Bodensee

Die Ausstellung „Klimawirbel – Klimawandel am Bodensee“, ein Gemeinschaftsprojekt  von Bodensee Naturmuseum, BUND und NABU Konstanz richtet sich an alle, die in der weiteren Bodensee-Region leben, arbeiten oder Urlaub machen. Sie zeigt die möglichen Auswirkungen des Klimawandels im Bodensee-Raum auf 9 Bannern und wagt einen provokanten Blick in die Zukunft bis zum Jahre 2040. Die Themen sind Artensterben, Gesundheit, Tourismus, Energiekosten, Klimaflüchtlinge, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wetter. Auf zwei weiteren Bannern stellt sie die heutige Realität als Ausgangspunkt für die „Zukunftsvisionen“ dar und gibt Tipps, was der Einzelne gegen den Klimawandel tun kann.

Obwohl die Ausstellung provozieren sollte, indem  beispielsweise über Alligatoren im Bodensee berichtet wird, die Badende bedrohen, wurde sie von der Realität schon eingeholt hat: Kürzlich ist eine Schnappschildkröte in Winterstarre aus dem Bodensee gezogen worden, und im letzten Jahr hatte eine Schnappschildkröte in einem bayrischen Badesee ein Kind verletzt. Auch die genannten Klimaziele der Uno werden ständig nach ober geschraubt. Die 2°C Grenze ist schon heute nicht mehr haltbar. Umso wichtiger ist es, sich mit den möglichen Auswirkungen der Klimaerwärmung schon heute auseinander zusetzen und sich auf mögliche Folgen einzustellen.

Die Ausstellung wird zeitgleich bis Oktober beim BUND im Palmenhaus (Am Hussenstein 12 in Konstanz) und im Bodensee-Naturmuseum gezeigt. Beim NABU Zentrum Wollmatinger Ried wird sie zu einem späteren Zeitpunkt zu sehen sein. Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert. Interessierte Gruppen und Aussteller können die Poster in Datei-Form auf www.BUND-Konstanz.de herunterladen und ausdrucken.

Im Palmenhaus wird die Ausstellung am Mittwoch den 29.4.2015 eröffnet durch einen Vortrag von Felix Müller, einem Spezialisten zum Thema. Beginn der Veranstaltung ist um 19:00 Uhr. Anschließend können sich die Besucher in Ruhe und bei einem schönen Glas Biowein  mit der Ausstellung vertraut machen und diskutieren. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Gewerbeflächenentwicklungskonzept

Hochwasserkarte Flugplatz Konstanz

Stellungnahme des BUND und NABU Konstanz zum Gewerbeflächenentwicklungskonzept

1. Flächenverbrauch in Deutschland

Im Jahre 2005 betrug die Rate der Umwandlung von Freiflächen in Siedlungs- und Verkehrsflächen in Deutschland täglich rund 117 ha. In der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung wurde deshalb das Ziel formuliert, die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke auf maximal 30 Hektar pro Tag bis zum Jahr 2020 zu begrenzen. *1  Gerade Konstanz mit seinem sehr begrenzten Umland sollte sparsam mit Flächen umgehen. mehr...

Probleme bei der Umsetzung des Handlungsprogramms Wohnen

Papier ist geduldig!

Der Gemeinderat hat im September 2013 das „Handlungsprogramm Wohnen in Konstanz" beschlossen. Das Handlungsgerüst beinhaltet neben Bausteinen zur Deckung der quantitativen Wohnungsbedarfe auch Bausteine für die soziale Stabilität und Qualitätssicherung.“, so steht es auf der Homepage der Stadt Konstanz geschrieben. Papier ist geduldig aber bei der Umsetzung hapert es.

Besonders in Punkto Qualitätssicherung müssen Standards definiert werden, damit dem Wildwuchs der Bebauung entgegengewirkt wird. Kernpunkte des Handlungsprogramms sind neben einem extremen Flächenverbrauch im Außenbereich von 110 ha eine massive Nachverdichtung und Überarbeitung von bestehenden Bebauungsplänen (z.B. in Staad).In den Zielen des neu zu erstellenden Bebauungsplans ist hier z.B. von „Identifikation erhaltenswerter Bäume und Hecken sowie erhaltenswertem Grün und Freibereichen“ die Rede. Die Genehmigungspraxis des Baurechtsamts sieht leider anders aus. Zugunsten maximaler Ausnutzung des Baufensters (häufig mit Überschreitung der Vorgaben des Bebauungsplans) werden großzügig Ausnahmegenehmigungen zum Fällen alter Bäume und Hecken erteilt oder deren Schädigung während der Bauphase billigend in Kauf genommen. In vielen Stadtteilen laufen die Anwohner dagegen Sturm. Doch dem Ziel, Wohnraum zu schaffen, werden in vielen Fällen Umweltschutzziele untergeordnet, wie z.B. die Baumschutzsatzung, Erhalt von Grünflächen oder der Grundsatz, die Flächenversiegelung zu minimieren. Wir fordern die Stadt auf, ihre Genehmigungspraxis im Umgang mit Stadtbäumen und Grünflächen zu überdenken und endlich wieder einen nennenswerten Baumschutz zu gewährleisten. mehr...

BUND demonstriert gegen Baumfrevel

Bild: BUND Konstanz BUND-Aktive protestieren gegen Baumfrevel
Bild: BUND Konstanz BUND-Aktive protestieren gegen Baumfrevel

Im wahrsten Sinne in einer Nacht und Nebel Aktion wurden durch die Stadt Konstanz zwei gesunde Bäume wegen des Seenachtfestes entfernt. Einzig BUND-Aktive protestierten gegen diese Vorgehensweise, zugunsten eines privaten Veranstalters Stadtbäume fällen zu lassen.

Natur ist keine Verfügungsmasse

Bild: BUND Antje Boll

Handlungsprogramm Wohnen, Gewerbeflächen Entwicklungskonzept, Investorenwünsche (Car Emotion Center), Nachverdichtung, fehlende Sicht auf die Maria-Hilf-Kirche und nun das Seenachtsfest. Alle diese Belange sind wichtiger als das Grün in der Stadt. Kahlschlag ist die schnellste und einfachste Lösung - man kann ja wieder nachpflanzen. "Es reicht!", meint Karl-Ulrich Schaible, Mitglied im Vorstand vom BUND Konstanz. "Natur ist keine Verfügungsmasse!"

Für eine Notquerung über die Bahngleise für das Seenachtsfest werden heute Nacht bei der Chinesischen Bushaltestelle zwei gesunde Bäume gefällt. Immer wieder kann das Seenachtfest mit Besucherrekorden aufwarten. "Bis zu 50.000 Besucher aus ganz Baden-Württemberg und den angrenzenden Nachbarländern pilgern jeden Sommer nach Konstanz, um die mediterrane Atmosphäre des Seenachtfests zu erleben, um zu feiern, zu schlemmen und zu genießen.", so ist es auf der Homepage des Veranstalters zu lesen. Schon lange ist das Seenachtfest nicht mehr das Fest der Konstanzer. Im Gegenteil viele Einwohner flüchten geradezu aus der Stadt, um Verkehr, Müll und Spektakel zu entkommen.

"Dass heute Nacht für das Seenachtfest im Stadtgarten ein Ahorn und eine Tuja gefällt werden, ist ein trauriger Höhepunkt in den Negativauswirkungen des Festes. Dagegen protestiert der BUND Konstanz aufs Schärfste. Wir sind der Meinung, dass es nicht sein darf, dass zugunsten eines privaten Veranstalters (EFM - Event- und Festivalmanagement GmbH) städtisches Grün dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen oder gar beseitigt wird. Diese wirft ein bezeichnendes Licht auf die Wertigkeit des Grüns in der Stadt Konstanz.", meint Karl-Ulrich Schaible. "Unseres Erachtens kann zur Wahrung der Sicherheit der Festgäste auch eine Beschränkung der Besucherzahl erfolgen. Es darf aber nicht sein, dass wirtschaftliche Zwänge zur Beseitigung von Bäumen im Stadtgarten führen", ergänzt BUND Geschäftsführerin Antje Boll.

Kirchengemeinde lässt Bäume fällen

Bild BUND Voigt

Drei große Bäume standen bis vor kurzem auf einer Grünfläche vor der Maria-Hilf-Kirche. Die Kirchengemeinde ließ diese fällen, da der Bereich vor der Kirche neu gestaltet werden soll, so berichten alarmierte Anwohner vom Tannenhof. Sie standen auf einer Grünfläche der Stadt Konstanz und stellten in keinster Weise eine Verkehrsgefährdung dar. „Was veranlasste die Gemeinde zu so einer Tat und warum genehmigte die Stadtverwaltung die Ausnahme von der Baumschutzsatzung?“, fragen sich die Anwohner, die dies entdeckten. Diese Fragen leitete der BUND Konstanz auch an das zuständige Amt weiter, erhielt aber bis heute keine Antwort. „Vielleicht ist keine Antwort auch eine Antwort?“, mutmaßt Antje Boll vom BUND Konstanz. „Vielleicht wird auch von den Bürgern und hier der Kirchengemeinde zu leichtfertig mit dem Grün in der Stadt umgegangen?“
Bäume in der Stadt sind wichtig für die Sauerstoffproduktion und durch ihre Filterwirkung auch für die Reinhaltung der Luft. Sie verbessern das Stadtklima, indem sie im Sommer kühlend wirken durch ihre große Verdunstung. Bäume in der Stadt haben also eine wichtige Funktion für die Allgemeinheit und sollten ein besonderes Schutzgut darstellen. „Durch die Aufweichung der alten Baumschutzsatzung sind dem Baumfällen sowie schon Tür und Tor geöffnet worden. Unser Appell richtet sich an alle Grundbesitzer: Lassen Sie die Bäume stehen! Und an die Stadtverwaltung: Überdenken Sie Ihre Genehmigungspraxis!“

Tägermoos: Gemeinderatssitzung entscheidet über Nachpflanzungen

Pappelpark Groov (Bild J. Langer) Gelungenes Beispiel einer Pappelallee Verjüngung mit einheimischen Baumarten
Pappelpark Groov (Bild J. Langer) Gelungenes Beispiel einer Pappelallee Verjüngung mit einheimischen Baumarten

Der Gemeinderat entscheidet am 23.7.2015 über die Nachpflanzungen im Kahlschlagbereich sowie über die weitere Vorgehensweise in Sachen Pappelallee. Die Verwaltung schlägt einen Workshop zur Zukunft des Tägermoos 2050 und bis dahin ein Moratorium vor, so dass keine Bäume mehr gefällt werden bis über die Zukunft des Tägermoos entscheiden ist. Das begrüßen wir sehr.

Im letzten Punkt soll über die Nachpflanzungen mit Schwarzpappeln im Kahlschlagbereich abgestimmt werden. Die Naturschutzverbände  schlagen vor, hier weitere einheimische, Standort gerechte Harthölzer zum Einsatz zu bringen (vor allem Stieleichen) und die Schwarzpappel vermehrt nördlich vom Wege in der Weichholzaue zu pflanzen, da Harthölzer nicht wie die Schwarzpappeln zu Grünabwürfen neigen. Dies wäre ein Beitrag, die langfristige Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Wichtig sind auch ausreichende, Arten gerechte Pflanzabstände, um Konkurrenz zwischen den Jungbäumen zu vermeiden und die Wuchsbedingungen zu optimieren. mehr...

TUA beschloss bereits 2012 den Umbau der Pappelallee

Bild: Volker Kromrey Bodenseestiftung

Bereits im Januar 2012 wurde der Umbau der Pappelallee im Tägermoos einstimmig im TUA beschlossen: (http://www.konstanz.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=9009)

Beantragt wurd dies vom Amt für Raumplanung Kanton Thurgau. Im TUA Beschluss heißt es wörtlich: "Das naturnahe Ufer mit den noch vorhandenen Auwaldresten soll ökologisch aufgewertet werden. (M 11.5.=  Ökologische Aufwertung im Gebiet Gottlieberwäg - Chuehorn - Galge: - die bestehende Hybrid-Pappel-Allee ist kurzfristig mit standortgerechten Bäumen wie Stileichen zu ergänzen und längerfristig vollständig durch standortgerechte Bäume zu ersetzen; - längerfristig Förderung einer Weichholzaue im ausgeschiedenen Perimeter prüfen). Langfristig sollen dazu Arten der Weichholzaue im Uferbereich gefördert werden. Die wegbegleitenden Hybridpappeln sollen abschnittsweise sukzessiv durch standortgerechte Baumarten wie z.B. Stieleichen ersetzt werden.") 

Der bereits 2012 ergangene Auftrag an die Verwaltung kommt den von den Naturschutzverbänden favorisierten Vorstellungen einer ökologischen Aufwertung des Naturschutzgebiets sehr nahe. Wichtig ist vor allem die Aufforstung mit einheimischen, standortgerechten Baumarten, was die Hybridpappel eindeutig ausschließt. Auch die Entwicklung der Weichholzaue begrüßen wir sehr. Wir bitten daher die Verwaltung, die damals gefassten Beschlüsse schonend (ohne Kahlschlag) umzusetzen. Das Anpflanzen von Schwarzpappeln im Bereich des Weges halten wir für nicht zielführend, da auch die Schwarzpappel innerhalb kurzer Zeit (20-30 Jahren) zu Grünabwürfen neigt. Einheimische Schwarzpappeln sollten unseres Erachtens die ufernahen Auwaldbereiche aufwerten, wie im TUA Beschluss gefordert.

 

Vergleich der Konzepte 2050 für das Tägermoos

Auwaldkonzept in Kürze

•         Bestehende Allee solange wie sinnvoll durch Pflege erhalten

•         Aufforsten südlich der Allee mit einheimischen Harthölzern (Waldrandkonzept Forst Thurgau)

•         Abgehende Bäume durch vorhandenen Unterwuchs standortgerechter Harthölzer ersetzen

•         Schwarzpappeln nördlich abseits des Weges pflanzen (Entwicklung Weichholzaue)

•         Alters- und Arten durchmischte Struktur entwickeln, die widerstandsfähiger gegen Schädlinge und Windeinflüsse ist

•         Auwaldkonzept schließt Alleecharakter nicht aus

Vorteile dieser Vorgehensweise:

•         Es besteht bereits ein dahingehender TUA Beschluss vom 10.1.2012

•         Allee kann, muss aber nicht als Strukturelement der Landschaft erhalten bleiben

•         Weg bleibt erhalten

•         Umbau erfolgt nach und nach

•         Gefällte Bäume der Allee können im Auwald als Totholz belassen werden (Kostenminimierung durch weniger Maschineneinsatz;  Weg muss nicht aufwändig wieder hergestellt werden)

•         Kahlschlag nicht notwendig

•         Natürliche Vegetation, Natur- und Artenschutz wird gefördert

•         Konform mit dem zu entwickelnden Schutzkonzept

•         Gewährleistet Verkehrssicherheit

•         Naherholungsfunktion bleibt bestehen

•         Hoher Erlebniswert und Ufernähe des Weges

•         künftiger Pflegeaufwand gering, besonders bei Entfall der Allee (Kostenminimierung)

•          Nachhaltigkeit und Durchführbarkeit gegeben

 

 

 

Gemeinden am Bodensee gegen Fracking

Bild BUND verändert nach © GeoBasis-DE / BKG 2014 (Daten verändert) www.bkg.bund.de

Der BUND Konstanz plädiert für ein gesetzliches Verbot von Fracking durch entsprechende Änderungen des Bundesberggesetzes. Anstatt die Gasförderung in Deutschland per Gesetz auszuweiten, setzt sich der BUND für eine Beschleunigung der Energiewende, den schnelleren Ausbau der erneuerbaren Energien und die konsequente Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ein. Die Bundesregierung plant hingegen, dieser risikoreichen und teuren Form der Gasförderung den Weg zu bereiten. Ende 2014 hat sie einen Entwurf für ein Gesetzespaket zu Fracking vorgelegt, das bis zum 1.4.2015 im Kabinett vorgestellt werden soll. Mit Änderungen wasser-, naturschutz- und bergrechtlicher Vorschriften soll dieser Hochrisikotechnologie zum Durchbruch verholfen werden.

Doch gerade in den betroffenen Regionen in BW regt sich massiver Widerstand. Viele Gemeinden, Regionalverbände und Landkreise haben eigene Resolutionen gegen den Einsatz der Frackingtechnik verabschiedet. Im Landkreis Konstanz haben sich u.a. die Gemeinden Aach, Allensbach, Gailingen, Gottmadingen, Hohenfels, Konstanz, Mühlhausen-Ehingen, Moos, Reichenau und Rielasingen-Worblingen aktiv gegen Fracking auf ihrem Gemeindegebiet ausgesprochen. Der BUND hat eine Karte der Fracking freien Gemeinden erstellt. "Wir hoffen, dass sich noch möglichst viele Gemeinden aus unserem Landkreis gegen Fracking aussprechen werden.", sagt Antje Boll vom BUND Konstanz. "Nur mit einem starken Zeichen aus der Bevölkerung und den betroffenen Regionen, kann genug politischer Druck aufgebaut werden, unser Trinkwasser und unsere Umwelt vor den Gefahren des Frackings zu schützen."

Weitere Infos:

http://www.bund.net/themen_und_projekte/klima_und_energie/kohle_oel_und_gas/fracking/kommunaler_widerstand/

http://www.bund.net/themen_und_projekte/klima_und_energie/kohle_oel_und_gas/fracking/frackingfreie_gemeinde/

http://www.bund-konstanz.de/themen/fracking-am-bodensee/

 

 

 

Bedenken gegen Benken nicht ausgeräumt

Bild: AKW Gronde BUND Antje Boll

Stuttgart. Die Schweizer Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) informierte heute, dass die Standortsuche für Atommülllager von bisher sechs Regionen auf zwei Standorte reduziert werden soll. „Die Nagra hat die Vorschläge vorgestellt, obwohl es noch erhebliche Unsicherheiten und Klärungsbedarfe bezüglich detaillierter Lagerungskonzepte sowie des Untersuchungsumfangs der Standortregionen gibt. Es muss nun fachlich geprüft werden, wie diese Vorschläge zu bewerten sind“, erklärt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Baden-Württemberg.

Da beide weiter zu untersuchenden Standortgebiete - Zürich Nordost (Benken) und Jura Ost - in der Grenzregion zu Baden-Württemberg liegen, müssen die grenzüberschreitenden Auswirkungen eines möglichen Atommülllagers berücksichtig werden. „Eine umfassende, gleichberechtige Beteiligung der Menschen und Institutionen auch auf deutscher Seite und die Berücksichtigung ihrer Interessen muss im Prozess und bei Entscheidungen gewährleistet sein. Der „Radius“ für die Betroffenheit muss dabei ausgeweitet werden,“ fordert Dahlbender.

Monitor Energiewende

Blick auf den Stand der Energiewende im Landkreis Konstanz

Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz veröffentlicht ersten Monitor Energiewende - Datensammlung ermöglicht Überblick und identifiziert mögliche Stellschrauben Das Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz hat den ersten Energiewende-Bericht für den Landkreis Konstanz veröffentlicht. Ein Ergebnis: Im Landkreis sind große Anstrengungen zu bewältigen, um die von der Landesregierung vorgegebenen Ziele zu erreichen. mehr...

Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz sowie der Monitor Energiewende zum Download im Internet: www.energiewende-konstanz.de

 

 

 

Gentechnikfreie Landkreise

Bild: BUND Miklas Hahn
Bild: BUND Miklas Hahn

Mit Stolz können wir verkünden, dass der Kreistagsausschuss sowohl den Kreis Konstanz, als auch den Bodenseekreis als gentechnikfreien Landkreis gewählt hat.
Mehr zu dem Thema finden Sie auch hier und hier.

 

 

 



Hände weg von unserem Wald

Saft von Streuobstwiesen und Biowein

Kindergruppen beim BUND Konstanz

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